ÖKONOLOGIE

Nachhaltige ÖKONOMIE (siehe z.B. ISLAM & Wirtschaft) vereint mit
nachhaltiger ÖKOLOGIE = ÖKOLONOMIE/ÖKONOLOGIE

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Diese Seite steht unter dem MOTTO:

The ONE’s REST is the OTHER ONE’S BEST
und ist der BIOGAS-Technologie gewidmet

Schon in meiner Jugend wurde ich erzogen, umfassender Nachhaltigkeit größte Aufmerksamkeit und Respekt zu zollen. Mein Vater schenkte mir zu meinem 16ten Geburtstag das Buch des Schweizers Silvio GESELL, „Die Natürliche Wirtschaftsordnung“ , meine Mutter brachte mich dazu, die Natur nicht nur zu achten, sondern wirklich zu lieben und mein Studium der Raumplanung an der TU Wien, ließ diese beiden Faktoren auf akademischen Niveau mit Vernunft und wirklicher Zuneigung mit einander verschmelzen.

Später dann mitentwickelte ich unter wahrhaft schmerzlich teuren Umständen ein BIOGASANLAGEN Patent. Hier die KURZBESCHREIBUNG der Patentspezifikationen
und zu einer Zusammenfassung.

Jahre danach ging ich nach Vietnam, um gemeinsam mit dem Erfinder der VACVINA Biogasanlagen,  Mr. Pham Van Than seine Methode zu studieren und mit ihm eine Anlage dort zu errichten.

Muhammad Hanel und die stolze Mama eines neuen BIOGAS Anlagen Besitzers in Vietnam

Es ist meine ernsthafte Überzeugung, dass wir als MENSCHHEIT „wirklich verloren“ haben und keinen weiteren evolutionären Schritt zu gehen haben, wenn wir nicht WELTWEIT, FLÄCHENDECKEND die Biogastechnologie umsetzen und dem, im wahrsten Sinn des Wortes, vorbildlichen Beispiel der Natur folgend, nichts, aber auch GAR NICHTS verkommen lassen und ALLEN biogenen ABFALL und MIST umweltverträglich (= methanminimiert) intelligent, gezielt nachhaltig in den Nährstoffkreislauf wieder einbringen.

Daher ist es mein Wunsch, mit interessierten Menschen gemeinsam (in der Türkei, in Afrika oder sonst wo) das einfache (oder auch ein beliebig erweitertes) VACFINA Modell umzusetzen (Investitionsaufwand in Vietnam 1.500 USD) um damit einen Schritt zu tun, welcher zu weiteren anzuregen vermag.

Hier ist das wirklich relativ einfach zu bauende VACVINA MODEL anhand einer PPT Präsentation zu studieren.

INHALT:

ISLAM – ÖKONOMIE

Anbei eine Arbeit in Hinblick und Zuarbeit für eine ÖKONOMISCHE Transition, die unausweichlich für ein würdiges ÜBERLEBEN der Menschheit ist. Wir brauchen eine ÖKOLONOMISCH ausgerichtete WIRTSCHAFT und dies ist NUR MÖGLICH, wenn das KAPITALISTISCH System um seinen GIFTZAHN – den ZINS und ZINSESZINS erleichtert wird.

Die Arbeit, welche vor 20 Jahren entstanden ist, wird nun in einigen Teilen hier nochmals veröffentlicht, in sha Allah.

Hier zum VORWORT eines BESORGTEN

 

ÜBER DAS WIRTSCHAFTEN
Zinsentwicklung.xls
Zinsentwicklung – Diagramm
Zum Vorwort: Gedanken eines ernsthaft Besorgten
URWIRTSCHAFT IN SAKRALEM KREIS
Die Verpflichtung zwischen Diener und Herr
Von der UR- und TAUSCHWIRTSCHAFT zur GELDWIRTSCHAFT
DAS Problem
FRAGE
ANTWORT
Zum WERT
GIER
URWIRTSCHAFT IM SÄKULAREN KREIS
Die Verpflichtung zwischen Partnern
ZINS und ZINSESZINS
Des ZINSES WESEN
COUNT DOWN
SCHLUSS

Um das, zur Zeit scheinbar allein als gültig anerkannte System des Wirtschaftens zu verstehen, um seine partiellen Stärken und seine wesentliche Schwäche gleicherweise zu begreifen, müssen wir vor Augen haben, worin denn das Wesen, das Eigentliche des Wirtschaftens überhaupt besteht und wie es denn vor allem entstanden ist.
Eine unabdingbare Voraussetzung, um die aus dem Ruder laufende Weltwirtschaft auf einen humanen, gerechten, überschaubaren und stabilen Kurs zurückzubringen, entsprechende Reformen durchzuführen, welche nicht Chaos noch mehr verstärken, sondern Ordnung, Wohlstand und Frieden in das wirtschaftliche Treiben der Menschen zu bringen vermögen.
Wenn wir den spezifisch menschlichen Aspekt des tatsächlich ersten Schrittes und die sich konsequenterweise daraus ergebenden Folgen, gewissermaßen die innere Dynamik menschlichen Handelns ins Bewusstsein heben, sind wir erst in der Lage, unser Wirtschaften willentlich gemeinsam zu gestalten, ohne bei einem „außer Kontrolle, aus dem Gleichgewicht geraten“, uns auf „höhere Gewalt“ ausreden zu müssen (und zu wollen) und in Panik zu verfallen. Tatsächlich ist der Mensch es
selbst, welcher sich in erster Linie wirtschaftliche Not zufügt und daher zu verantworten hat. Und es liegt ausschließlich in seiner Macht, sein Wirtschaften nach seinem Willen zu gestalten; das Geld, das Zahlungsmittel in den Dienst des Menschen zu stellen und nicht umgekehrtes zuzulassen. Doch um dies zu verstehen, sollten wir uns zu den Ursprüngen des Handel(n)s zurückbegeben.
Klar sollte man sich darüber sein, dass „Wirtschaften“ nicht unbedingt etwas ist, was das menschliche Geschöpf exklusiv alleine zuwege bringt. Selbstverständlich ist nicht nur die gesamte Flora und Fauna, sondern die ganze Natur einem Prozess unterworfen, den man als einen, nach wirtschaftlichen Kriterien haushaltenden Kreislauf zu bezeichnen hat. Jedes System, welches nicht gemäß den eigenen Erfordernissen seinen energetischen Haushalts-Kreislauf aufrecht zu erhalten in
der Lage ist, geht relativ rasch zu Grunde. Jedes Lebewesen, welches seinen Stoffwechsel, den Austausch der für ihn notwendigen Lebensmittel, Gütern, Waren nicht aufrechterhalten kann, muss „Konkurs anmelden“ und stirbt. Die „Firma“ wird aufgelöst. Wer oder was nicht ein wirtschaftliches Verhältnis, sozusagen eine Handelsbeziehung mit der äußeren Umwelt eingeht, ist isoliert und „geht
ein“, wird im wahrsten Sinne des Wortes „liquidiert“, verliert seine Identität, wird eins mit der Zeitlosigkeit, der Ewigkeit – und – ist gestorben.

Es ist ergo zulässig, alle so genannten Stoffwechselvorgänge mit so genanntem Wirtschaften gleichzusetzen. Somit fällt es auch nicht schwer zuzugeben, dass Wirtschaften auch ohne die Einflussnahme des menschlichen Geistes und dessen Eingriffe in die materielle Welt abläuft.
Trotzdem soll es das Ziel dieser Anstrengung sein, sich auf das spezifisch Menschliche dabei zu konzentrieren.

Womit hat also alles begonnen?

Ja meine lieben Leser, wir sollen wohl und wollen beginnen mit dem ersten Menschenpaar. Mit Adam und Eva, den Begründern unserer Dynastie. Nicht nur die Gläubigen der großen Religionen, auch die Atheisten und Agnostiker, welche mit „Glauben und Gläubige(r)n“ nichts anzufangen wissen, sind herzlichst auf diese Reise in die Anfänge der Menschheit eingeladen.

Also fangen wir in Gottes Namen an.

Bismillahi ar Rahmani ar Rahim

Allah spricht im Qur’an al Karim:
Allah ändert nicht den Zustand eines Volkes, bis sie (die einzelnen Mitglieder des Volkes) das ändern, was in ihnen selbst ist. 

Das heißt für unser Thema wohl: Jedes Mitglied eines Volkes, welches als vollwertiges, verantwortungsbewusstes Mitglied der Wirtschaftsgemeinschaft zu agieren gewillt ist, MUSS die Konsequenzen seines Wirtschaftens BEGRIFFEN haben und sein(en) Handel(n) den realen Gegebenheiten gemäß beurteilen können und gemeinsam mit seinen WIRTSCHAFTSPARTNERN vernünftig und korrekt entsprechend handeln – zum VORTEIL seiner SELBST und auch nicht zum NACHTEIL seiner „Brüder“.

Vorliegendes Manuskript vermittelt tatsächlich NEUE Einsichten in altbekanntes (in Wirklichkeit gar nicht kompliziertes, sondern sehr einfaches) wirtschaftlichen Vorgehens, deren Entstehen und begleitenden Bedingungen.

Und noch etwas möchte ich hier vorausschicken. Das Ändern des WIRTSCHAFTLICHEN Paradigmas kann sich völlig konfliktfrei vollziehen, ohne GEWÖHNTES mit revolutionärer Gewalt niederbrechen zu müssen. Schritt für Schritt und ganz natürlich löst das konstruktive, nachhaltige, überschaubare, von jedem Einzelnen mitkontrollierte Wirtschaften den momentan irrational wütenden „Raubtierkapitalismus“ ab.

Und kurz noch:
KAPITALISMUS gründet alles Wirtschaften auf KREDITNAHME!
DAS ist im Grunde NICHTS SCHLECHTES.
Schlecht wird es NUR dann, wenn die GELDSCHÖPFUNG nicht auf jedes EINZELNE am wirtschaftlich Treiben involvierte Individuum zurückgeführt wird und die Kreditnahme mit Zins- und Zinseszins belastet wird.
Beide negativen Bedingungen erfüllt der momentan „vorherrschändliche“ gepflogene Kapitalismus nicht – und daher soll erinnert werden:

KORAN: 2:278-279

O die ihr glaubt, fürchtet Allah und lasst das sein, was an Zins noch übrig ist, wenn ihr gläubig seid. Wenn ihr es aber nicht tut, dann ist euch Krieg von Allah und Seinem Gesandten angesagt!

DER KRIEG von ALLAH ist leicht erklärt:
Der Krieg ALLAHS besteht darin, dass der Mensch, welcher die Wahrheit (der Mathematik, der Logik, göttlicher Rechtleitung) willentlich oder absichtlich verneint, verblendet (Allah belässt ihn in seiner Verblendung) seinem Untergang entgegen wirkt (ohne sich dessen ausreichend gewahr zu sein), indem er aufgrund der dem Zins und Zinseszins innewohnenden exponentiellen Dynamik, gezwungener Massen zu endlosem „wirtschaftlichen Wahstum“ getrieben, durch ständig wachsenden Raubbau an natürlichen Ressourcen, sich SLEBST nicht nur die tödliche Schlinge um den Hals gelegt hat, sondern darüber hinaus mit jedem weiterem Schritt auf dem Wege des geistigen und natürlich auch wirtschaftlichen  Verderbens sie weiter zuziehtbis ihm … ja … die „Luft“ ausgeht – der KRIEG VERLOREN ist und er zu spät versteht!

MUSLIME und der SÄKULARE STAAT

Sehr geehrter Hanel

Nach einiger Zeit recherchieren kann ich mit einer konkreten Frage auf Sie zurück kommen:

Der von mir besorgten Literatur entnehme ich hauptsächlich kritische Stellungnahmen von Vertretern des Islam gegenüber dem säkularen Staat. Einerseits heisst es, Säkularisierung sei im Islam nicht nötig und auch gar nicht möglich wegen der umfassenden Geltung der Glaubensüberzeugung.
Weiter wird der Säkularismus mit Wertverlust gleichgesetzt.
Können Sie mir diesbezüglich Ihre Meinung mitteilen, oder allenfalls Literatur empfehlen, die zu diesem Thema Stellung nimmt und ihre Meinung oder auch die Ihrer Vereinigung wiedergibt?

Für Ihre Hilfe und baldige Antwort bedanke ich mich im Voraus herzlich.

Mit freundlichen Grüssen

Nadine W.


Sehr geehrte Frau W.

Freut mich, dass Sie nach konkretem Studium der Bücher mit einigen Fragen auf mich/uns zukommen.
Lassen Sie uns also die Definition des Begriffs Säkularismus betrachten, damit wir auch über das Gleiche sprechen.

Zitat


Unter Säkularismus versteht man eine aus der Säkularisierung (mentaler Prozess der Trennung von Religion und Staat) und der Säkularisation (konkreter Prozess der Ablösung der weltlichen Macht religiöser Institutionen) erwachsene Weltanschauung, die sich auf die Immanenz und Verweltlichung der Gesellschaft beschränkt und auf darüber hinausgehende Fragen verzichtet. Der Begriff wurde von Friedrich Gogarten geprägt und unter anderem eingeführt, um eine Aussöhnung der christlichen Kirchen mit der Säkularisierung zu ermöglichen. Die kirchliche Seite betrachtet die dem Begriff des Säkularismus zugrunde liegende Weltanschauung meist als ideologisch – was Kritiker ihr wiederum als ebensolche Ideologie vorwerfen. (Wikipedia)


Ich sehe bei dieser Definition ohnehin ein grundlegendes Problem, nämlich, dass RELIGION dem STAAT gegenübergestellt wird. Etwas unpassend.
Denn richtiger wäre: (instituelle) Trennung von KIRCHE und STAAT (resp. RELIGION und POLITIK).

Die Religion vom Staat zu „trennen“ ist nicht nur inhaltlich, kategorisch unpassend, sondern auch praktisch sozusagen …  „Gesinnunsdiktatur“, solange Staatsbürger im demokratischen Staat (eine) Religion für sich wünschen – und wird vor allem dann äußerst FRAGWÜRDIG, wenn (weltliche) Politiker sich auf die christlich-jüdisch geprägte Leitkultur beziehen (ein Ausdruck, der wiederum Politik, Kultur und (säkularisierte) Religion willkürlich vermischt und gegen den „religiösen Feind = der Muslim“ ins Treffen führt).

Nächster Punkt.
Eine Gesellschaft, die auf Transzendenz (das Wesen der Religion) verzichtet und einzig und alleine sich auf Weltlichkeit und Immanenz (man muss sich fragen, Immanenz wessen?) bezieht, ist eben BESCHRÄNKT in umfassendem Sinn des Wortes und verzichtet darauf, den zweifellos vorhandenen spirituellen Aspekt des Menschseins zu berücksichtigen und zu pflegen und muss deshalb in Verarmung landen (womit nicht nur spirituelle Armut gemeint ist).
Das hemmungslose Ausleben von Diesseitigkeit führt natürlich auch in materielle Armut. Darüber ist sich eigentlich ohnehin jeder klar, der mit offenem Geist, wachen Augen und Ohren durchs Leben geht (siehe das ökologische und ökonomische, vom Menschen verursachte, weltweite Desaster …)

Nächster Punkt.
Nicht nur die christliche Kirche, sondern auch die muslimische Seite betrachtet die dem Begriff des Säkularismus zugrunde liegende Weltanschauung als ideologisch – wie könnte sie denn anders?
Hat doch die säkulare Seite eben keinen spirituellen, religiösen Aspekt im Repertoire, sondern eben den ideologischen.
Und insofern die KIRCHE (nicht die Religion) sich in rein weltliche Angelegenheiten einmischt (Frage: gibt es überhaupt „rein weltliche“ Angelegenheiten?) muss auch sie sich ideologische Aktivitäten vorwerfen lassen. So ist das Leben …

Dies zum Allgemeinen, nun zum Speziellen – dem ISLAM.

ISLAM versteht sich natürlich nicht als IDEOLOGIE (auch wenn einige muslimische Parteien dies anders sehen), sondern als umfassende LEBENSWEISE, welche sowohl den transzendenten wie auch den immanenten Aspekt pflegt – den der Schöpfer (ein Begriff, den die SÄKULARISTEN eben nicht gebrauchen – und deshalb sind diese „Gesellschaftsverwaltungsformen“ nicht vollständig mit dem Islam kompatibel, da den „Weltlichen“ eben dieser Aspekt abgeht, der allerdings und deshalb im exzessiven Begehen anderer Dinge kompensiert wird) bei individueller und auch gesellschaftlicher Ausrichtung menschlichen Lebens vorsieht.

Somit muss es nicht verwundern, wenn religiöse Menschen – welche nicht sich selbst auf die höchste Stelle der Autoritätsleiter stellen (wie weiland Napoleon oder Caesar oder Könige, welche meinen, „der Staat bin ICH“ … womit wir dann gleich beim demokratischen Wähler sind, der folglich ebensolches zu behaupten vermag), sondernGOTT„, welchem sie ihrer Meinung nach ihr Dasein verdanken – solch säkulare Lebensart mit WERTEVERLUST (Verlust transzendenter Werte, Bezüge und reziproker Abhängigkeiten) gleichsetzen.

Kurz gesagt:

Islamische Religiöse Weltsicht könnte beschrieben werden: Verknüpfung von TRANSZENDEZ und IMMANENZ und gegenseitige, reziproke Verwobenheit und Abhängigkeit beider Werte und Aspekte, mit der Vorherrschaft der absoluten transzendenten Quelle.

Säkulare Weltsicht könnte beschrieben werden: NUR die Berücksichtigung IMMANENTER (diesseitiger) Werte und Leugnung transzendenter verbindlicher Werte, mit der Vorherrschaft relativer menschlicher Individuen oder Organisationen.

Da das ABSOLUTE nicht wegzudenken und daher zu berücksichtigen ist – MUSS es in ALLEN Bereichen eine Rolle spielen – und wenn also dem Absoluten in einer bestimmten Weltsicht (säkulare Ideologie) keinen Platz findet, wird es von einer Sicht, welche dem ABSOLUTEN die Vorherrschaft über das RELATIVE einräumt, als nicht kompatibel gesehen.

Mit freundlichen Grüßen

Wassalam
M.M. Hanel
2021 Überarbeitete Version

MP3 – SAMMLUNG von FREITAGSANSPRACHEN – PREDIGTEN – KHOTBAS

„Wehe denen, die das Mass verkürzen, Die volles Mass verlangen, wenn sie sich von (anderen) Leuten zumessen lassen, aber weniger geben, wenn sie ihnen zumessen oder auswiegen.“
(Mutaffifîn, 83:1-3)

Heutige Hutba (auf Deutsch) 10.09.2010
https://drive.google.com/file/d/1USz1RYEOSKF0-kaXJVmRge7TzGiq6Txv/view?usp=sharing

„Nur die Wissenden unter Seinen Dienern fürchten Allah. Allah ist gewiss mächtig, verzeihend.“
(Fâtir, 35:28)

Heutige Hutba (auf Deutsch) 03.09.2021
https://drive.google.com/file/d/1SeJWjW7nPRCConlbFIT1JBO953WNm4Hp/view?usp=sharing

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MUHAMMAD (F.s.a.i.) in den Augen von Nicht-Muslimen

Quelle: Ahmed DEEDAT „The 100“ Übersetzer M.M. HANEL

Sollte MUHAMMAD die Alleinherrschaft über die moderne Welt erlangen, hätte er Erfolg in der Lösung ihrer Probleme und brächte ihr den so dringend benötigten Frieden und Glückseligkeit.

George Bernhard SHAW
Schriftsteller

Pasteur und Salk sind Führungspersönlichkeiten der ersten Kategorie*. Menschen wie Ghandi und Konfuzius auf der einen Seite und AlexanderCäsar und Hitler auf der anderen sind Führer der zweiten, möglicherweise auch der dritten Kategorie. Jesus und Buddha sind der ausschließlich der dritten Kategorie zuzuordnen. Die vielleicht größte Führerpersönlichkeit aller Zeiten war MUHAMMAD, der allen drei Kategorien zuzuordnen ist. In geringerem Ausmaß erfüllt Moses die gleichen Bedingungen.

*
Erste Kategorie:            Der Führer sorgt für die Wohlfahrt seines Volkes
Zweite Kategorie:         Der Führer errichtet eine Sozialstruktur, innerhalb welcher sich die                                                             Menschen relativ geborgen fühlen
Dritte Kategorie:           Der Führer versorgt sein Volk mit einem Glaubenskodex

Prof. Jules MASSERMANN
Psychoanalytiker, Univ. Chicago

 

Es ist die unvergleichliche Kombination von weltlichem und religiösem Einfluss, aufgrund dessen ich meine, dass es MUHAMMAD zukommt, als die einflussreichste Person menschlicher Geschichte bezeichnet zu werden.

Michael H. HART
Astronom, Mathematiker, Rechtsanwalt, Schachmeister

 

Als Oberhaupt des Staates und der Kirche war er Cäsar und Papst in einem. Doch war er Papst ohne dessen Anmaßung, Cäsar ohne dessen Legionen, stehende Armee, Leibgarde, Polizei­macht oder feste Einkünfte. Wenn jemals ein Mann das Recht hatte zu behaupten mit göttlicher Vollmacht zu regieren, so war dies MUHAMMAD, denn er hatte alle Befugnisse. Wenig kümmerten ihn die Insignien und äußeren Zeichen der Macht. Die Einfachheit seines Privatlebens hatte seine Entsprechung in seinem öffentlichen Leben.

Rev. BOSWORTH-SMITH
Christlicher Missionar 1874

 

MUHAMMAD war die Güte in Person und sein Wirken und Einfluss war all jenen spürbar die ihn umgaben und blieben ihnen unvergessen.

Diwan Chand SHARMA
Schriftsteller 1935

 

Vier Jahre nach Justinians Tod (569 n.C.) erblickte in Mekka, Arabien ein Mann das Licht der Welt. Jener Mann, der den größten Einfluss auf die menschliche Rasse ausübte … MUHAMMAD.

John William DRAPER, M.D., L.L.D.
Schriftsteller, London 1875

 

Nach wenig mehr als einem Jahr war er das spirituelle, faktische und zeitliche Oberhaupt Medinas, seine Hand an jenem Hebel, welcher die Welt bewegen sollte.

 John AUSTIN
Schriftsteller 1927

 

Philosoph, Erzähler, Apostel, Gesetzgeber, Kriegsherr, Ideenwegbereiter, Wiederhersteller vernünftigen Glaubens, eines bilderlosen Kultes; Gründer von 20 weltlichen Reichen und einem spirituellen Reich, das ist MUHAMMAD. Gemäß allen Richtlinien, nach welchen menschliche Größe gemessen werden kann, dürfen wir wohl fragen: Übertrifft ihn einer an Größe?

LAMARTINE
Schriftsteller und Historiker, Paris 1854

 

Ausgeschlossen ist es für jeden der das Leben und den Charakter dieses großen Propheten aus Arabien studiert, der weiß wie er lehrte und lebte, anderes als Hochachtung für diesen gewaltigen und mächtigen Propheten und Gesandten des Allerhöchsten zu empfinden. Und auch wenn Ihnen vieles bereits bekannt ist was ich Ihnen sage, so empfinde ich doch jedes Mal wenn ich es lese erneute Bewunderung, neue Hochachtung für diesen heraus­ragenden arabischen Lehrer.

Annie BESANT
Schriftstellerin, Madras 1932

 

MUHAMMAD ist der erfolgreichste aller Propheten und religiöser Persönlichkeiten.

Encyclopeaedia Britannica

 

Ich habe ihn studiert – diesen wunderbaren Mann – und meiner Meinung nach – weit entfernt ein Antichrist zu sein – muss er Retter der Menschlichkeit genannt werden.

George Bernhard SHAW
Schriftsteller, „Der echte Islam“

 

Durch einmalige Fügung in der Geschichte ist MUHAMMAD dreigestaltiger Gründer: einer Nation, eines Reiches  und einer Religion.

Rev. BOSWORTH-SMITH
Missionar und Schriftsteller 1946

EINE Religion und VIELE Beziehungen

EINE Religion und VIELE Beziehungen
Ägyptische Gesellschaft für Spirituelle und Kulturelle Forschung

Übersetzung und leicht überarbeitet von Muhammad M. Hanel 1/2012
Qur’anzitate nach Muhammad ASAD (Übersetzung M.M. Hanel)
Die Bedeutung des Islams über das Verhalten der Muslime erklärt

Zum gesamter Text in PDF mit weiter erklärenden Fußnoten



Es ist offenkundig, dass das Wort „Islam“, wie es im Qur’an gebraucht wird, eine
Beschreibung des „Weges“ oder der „Methodik“ ist, welcher die Propheten folgten. Islam offenbart sich durch das Benehmen, die Haltung und den Glauben jener, welche im Qur’an Muslime genannt werden. In jedem Gebrauch des Wortes „Muslim“ in Bezug auf die Propheten und ihre Anhänger gibt es eine sprachliche, semantische Dimension,
welche die verschiedenen Aspekte offenbart, was es bedeutet, ein Muslim zu sein.
Sich bereit zu machen, das Wohlgefallen, die Gnade Allahs zu erlangen (- das
vornehmste und erste Ziel des Muslims):

Durch die aufrichtige Bemühung, nach der Wahrheit zu suchen, ist der Muslim (er/sie)
jener, der sich für das Erlangen göttlichen Wohlgefallens und den Empfang Allahs Gnade bereit macht. Die größte aller Gnaden ist die Erkenntnis des ein und einzigen Ursprungs von Allem und die Öffnung für die Rechtleitung Allahs von innen heraus. Dies ist der Weg, über den Abraham (r.a.) die Ein- und Einzigkeit (Tauhid) Gottes erkannte und er nannte diese Erkenntnis, Gott gegebenes „Wissen“. Abraham (r.a.) wird im Qur’an mit folgendem Ausspruch zitiert:

19: 43
„O mein Vater! Wisse, tatsächlich ist zu mir [ein Strahl von] Wissen gekommen, wie es dir bislang noch nie geschehen ist: also, folge mir; ich werde dich auf einen vollkommenen Weg führen.“


Dieses Wissen war Gottes Gnade an alle Propheten. Der Prophet Muhammad (fsai)
machte klar, dass der Mensch ununterbrochen die Gnade Gottes suchen sollte. Als ein
Vorbild der Muslime sagt er:

20: 114
„O mein Erhalter, lass mich an Wissen wachsen!“


Immer und immer wieder finden wir, dass dieses Wissen, welches im Qur’an gespiegelt
wird, die verschiedensten äußeren Formen annimmt. Moses (Friede und Segen auf ihm) wurde von Allah befohlen, Seine Unterstützung über übernatürliche Zeichen zu belegen.
Salomon (Friede und Segen auf ihm) erlernte die Sprache der Vögel und Josef (Friede und Segen auf ihm) verstand die Traumdeutung. Allahs Gnade gegenüber Abraham bestand darin, dass ihm die, in den Herzen innewohnende ursprüngliche Religion offenbart wurde.
Dies ist der Vers, in welchem der erhabene Qur’an Abraham (Friede und Segen auf ihm)
einen Muslim und nicht einen Juden oder Christen nennt,

20: 78
„Und strengt euch hart an in der Sache Gottes, mit solcher Anstrengung, welche Ihm
zukommt; Er ist es, der euch erwählt hat [Seine Botschaft zu überbringen], und hat
euch keine Erschwernis auferlegt [was die Religion betrifft] [und euch] im Glauben eures Vorfahren Abrahams [folgen ließ]. Es ist Er, der euch in vergangener Zeit, wie
auch in dieser [göttlichen Schrift] „jene, welche sich selbst Gott unterworfen haben“
genannt hat, damit der Gesandte die Wahrheit vor euch bezeugen möge, und damit ihr
sie vor aller Menschheit bezeugen möget. Daher, seid dem Gebet treu und gebt eure
reinigende Abgabe, und haltet fest zu Gott. Er ist euer Höchster Herr; und wie großartig
ist dieser Höchste Herr, und wie vortrefflich dieser Hilfe Leistende!)


und dieser Vers, der als Antwort auf ein Streitgespräch offenbart wurde, welches
zwischen Juden und Christen (den Völkern der Schrift):

3: 65
„O BEFOLGER früherer Offenbarung! Warum streitet ihr über Abraham, obwohl ihr seht, dass die Thora und das Evangelium nicht anders als [lange] nach ihm offenbart wurden? Wollt ihr also nicht euren Verstand gebrauchen?


Diese Frage, die ganz ans Ende des Verses gestellt wurde, zeigt, dass die Schriftvölker
etwas Wesentliches nicht erkannt haben. Nämlich, dass Abraham (Friede und Segen auf
ihm) sein Wissen nicht aus einem bestimmten geheiligten Buch bezogen hat; er empfing Eingebung, weil er sich für den Empfang von Gottes Gnade bereit gemacht hatte. Als er es nicht mehr zuließ, dass die trügerischen Ideen seiner Leute seine innere Suche belasteten, begann seine Einsicht seinen Weg zu erleuchten. Daher vermochte er zur uranfänglichen Wahrheit zu gelangen.

Natürlich demütigen diese Verse, welche Abraham (Friede und Segen auf ihm) dem Islam und nicht dem Juden- oder Christentum zuschreiben, weder Christen, Juden oder Muslime, noch vergleichen sie den Islam mit anderen Religionen. Sie betonen einfach die Tatsache, dass Abraham (Friede und Segen auf ihm) dem Islam als die ursprüngliche Religion zuzuordnen ist – also sollte er nicht nach einem Glauben benannt werden – etwas, das auch für alle anderen Propheten gilt.

Das Wissen, welches dem Josef (Friede und Segen auf ihm) gegeben wurde, war ein
anderes. Er verstand die Botschaften, welche in Träumen und Ereignissen eingeschrieben waren und die andere nicht erkennen konnten. Seine Fähigkeit, diese Botschaften zu entschlüsseln wurde ihm infolge seines rechtschaffenen Lebenswandels, welcher ihn ethische Werte und göttliche Lehren einhalten ließ, gegeben.

12: 22
„Und als er sein Mannesalter erreichte, bescherten Wir ihm die Fähigkeit [zwischen richtig und falsch] zu unterscheiden, wie auch [inneres] Wissen: denn so belohnen Wir die Gutes Tuenden.“


Joseph (Friede und Segen auf ihm) sprach:

12: 37
„… Seht, ich habe die Wege jener Leute hinter mir gelassen, die nicht an Gott glauben7
und die sich beharrlich weigern, die Wahrheit des kommenden Lebens anzunehmen;
Joseph (Friede und Segen auf ihm) erklärte sich:“


12: 38
„und ich folge dem Glauben meiner Vorfahren, Abraham, Isaak und Jakob. Es ist undenkbar, dass [es uns erlaubt wäre, dass] wir etwas neben Gott Göttlichkeit zuschreiben: dies ist [das Ergebnis von] Gottes Gnade an uns und an aller Menschheit doch die meisten Menschen sind undankbar.“


Salomons (Friede und Segen auf ihm) Wissen und seine Macht erstanden aus seinem
Sein als Muslim. Gott sagt im Qur’an:


27: 15
Wir gaben das Wissen dem David und dem Salomon und beide
sprachen: … „Alles Lob gehört Gott, der uns [dadurch] vor all Seinen gläubigen Dienern begünstigt hat!“


Salomon nahm diese Gnade Gottes an und rief die Königin von Sabaa auf, an Allah zu
glauben, der ihm solches Wissen gegeben hatte. Er sprach:

27: 24
Und ich fand heraus, dass sie und ihr Volk die Sonne anstelle Gottes anbeten; und Satan hat ihnen ihr Vorgehen gut erscheinen lassen und sie [derart] vom Wege [Gottes] abgeriegelt, sodass sie den rechten Weg nicht finden können;“

Er konnte seine Aufgabe erfüllen und sie folgte seinem Weg und wurde Muslim:
Sie sprach:

27: 44
… „O mein Erhalter! Ich habe gegen mich selbst gesündigt [indem ich anderes als Dich
angebetet habe]; doch mit Salomon habe ich mich [nun] dem Erhalter aller Welten
ergeben!“


Sie hatte nämlich verstanden, dass es eine unsichtbare Macht gibt, die alle Dinge ordnet. Aufgrund dieser Erkenntnis unterwarf sie sich dieser Macht und ließ ihre früheren Illusionen zurück.

Respekt, Vernunft, Furchtlosigkeit und die Erkenntnis vollständiger Freiheit

Alle Propheten erweisen im Qur’an der Vernunft ihren Respekt, indem sie die
allgemeinen, überkommenen Traditionen zurückwiesen, welche doch nur die Vernunft
demütigen und Dogmen unziemlichen Respekt zollten. Wegen ihrer Beachtung der
Vernunft verweigerten sich die Propheten blinder Nachahmung. Sie waren nicht wie die
Menschen ihrer Zeit, die zu sagen pflegten:

43: 22
… „Siehe, wir fanden unsere Vorfahren mit dem übereinstimmen, woran wir glauben –
und, wahrlich, in ihren Fußspuren finden wir unser Rechtleitung!“


Propheten hatten erkannt, dass alle spirituelle Freiheit nur in der Gottesergebung zu
finden ist und nicht in der Hingabe an irgendein, von Menschen fabriziertes Dogma. Ihre Weigerung falsche Gottheiten zu verehren, war das Ergebnis ihrer Suche nach spiritueller Freiheit und ihres Gewahrseins, dass dem Menschen diese Freiheit vorenthalten wird, wenn er etwas oder jemandem Göttlichkeit zuschreibt, was nicht wirklich Gott ist. Sie waren sich völlig bewusst, dass ein Götze nicht nur eine Sache der äußerlichen Praxis ist; er verkörpert eine innerliche Starrheit und einen innerlichen Stillstand, welche es der Fähigkeit des Menschen verwehren, spirituell frei zu sein. Diese Haltung hält die Seele in Illusionen gefangen, welche durch die begrenzte Existenz geschaffen werden. Aus dieser Perspektive, so lesen wir im Qur’an, sprach Abraham (Friede und Segen auf ihm) zu seinem Vater:

6: 74
… „Akzeptierst du Götzen als Götter? Wahrlich, ich sehe, dass du und deine Leute wirklich in die Irre gegangen sind!“

19: 42
… „O mein Vater! Warum betest du etwas an, das weder hört, noch sieht und dir in
keiner Weise nützlich sein kann?


Auch Joseph (Friede und Segen auf ihm) sagte:

12: 40
„All das, was ihr anstelle Gottes anbetet, ist nichts als [leere] Namen, die ihr erfunden
habt – ihr und eure Vorfahren – [und] wofür Gott keinerlei Ermächtigung herabgesandt
hat. … „

Abraham (Friede und Segen auf ihm) ist nicht durch die Androhung seines Vaters, ihn für die Beleidigung seines Glaubens und seiner Praktiken zu betrafen, verängstigt. Als ihm sein Vater droht:

19: 46
… „Magst du meine Götter nicht, O Abraham? Wenn du damit nicht aufhörst, werde ich
dich ganz gewiss zu Tode steinigen lassen! Nun hinfort mit dir von mir, für immer!“


antwortet er ihm nur:

19: 47-48
„Friede sei mit dir! Ich werde meinen Erhalter bitten, dir zu vergeben; denn, wisse, Er
war stets freundlich zu mir. Doch ich werde mich von dir zurückziehen und von allem, was immer du anstelle Gottes anrufst und werde meinen Erhalter [alleine] anrufen: es kann gut sein, dass mein Gebet [für dich] von meinem Erhalter nicht unbeantwortet bleibt.“


Auch die Zauberer des Pharao sind im Qur’an ein Beispiel für das Muslimsein. Sie folgten dem Moses (Friede und Segen auf ihm), als sie erkannten, dass es eine höhere Macht gibt, welche die sichtbaren und unsichtbaren Dinge in allen Bereichen des Lebens ordnet.
Sie wusste aufgrund ihrer eigenen Erfahrung und Fertigkeiten, dass Moses (Friede und
Segen auf ihm) keine Zauberkunsttücke vorführte, sondern dass sie der Manifestation
dieser unsichtbaren, allmächtigen Macht beiwohnten. Intuitiv entzündete sich der Glaube an Allah in ihren Herzen und die Macht des Pharao fürchteten sie nicht mehr, noch wechselten sie ihren Glauben unter der Bestrafung des Pharaos. Vollständig unterwarfen sie sich dem Willen Allahs. Diese Geschichte der Zauberer zeigt, wie verschieden doch die Menschen angesichts der selben Phänomene reagieren. Der Pharao und die Zauberer waren Zeugen der selben Vorkommnisse – doch er leugnete den Aspekt des Wunders daran, wohingegen sie die Botschaft Allahs völlig in ihre Herzen aufnahmen. Muslim zu sein, wie sie dies waren, bedeutet, dass ein Mensch nichts mehr fürchtet und völlige Freiheit erfährt. Die Unterwerfung unter Gottes Willen erfüllt den Menschen mit Entschlossenheit. Als Moses (Friede und Segen auf ihm) zu seinen Leuten sprach, hob er diesen Aspekt hervor; er wollte, dass sie Mut genug schöpften, um dem Tyrannen mit Glauben und Zuversicht entgegenzutreten. Als sie unsicher waren und nicht wussten was zu tun war, weil sie die Macht des Pharao fürchteten, der sprach:

7: 127
… „Wir werden ihre Söhne in Massen erschlagen und [nur] ihre Frauen verschonen: denn, wahrlich, wir haben die Gewalt über sie!“


Ermahnte sie Moses (Friede und Segen auf ihm) ihr Vertrauen alleine in Allah zu setzen:

7: 128
… „Wendet euch an Gott um Hilfe, und habt Geduld im Ungemach. Wahrlich, die ganze
Welt gehört Gott: Er gibt sie als Erbe – an welche Seiner Diener Er will; und die Zukunft
gehört jenen, die Gottes eingedenk sind!“

Den Glauben zu verteidigen und das Wort der Wahrheit zu unterstützen

Gemäß Qur’an ist ein Muslim jener, der genug innere Kraft hat, jemandes Glauben
nachhaltig zu stärken. Beispiel dafür sind die Jünger Jesu (Friede und Segen auf ihm). Eine Sache stand im Zentrum des Aufrufs Jesu. Er rief die Menschen auf, dem rechtschaffenen Weg zu folgen und nur wenige folgten ihm. Dies waren die Schüler, die sich selbst Muslime nannten:

3: 52
„Und als Jesus ihrer Weigerung gewahr wurde, die Wahrheit zu bekennen, fragte er: „Welche werden meine Helfer in der Sache Gottes sein?“, antworteten die in
weiß Gekleideten: „Wir werden [deine] Helfer [in der Sache] Gottes sein! Wir glauben
an Gott: und bezeuge du, dass wir uns Ihm ergeben haben!


und doch wies die Mehrheit seinen Aufruf zurück. Im Falle der Jünger Jesu verlangte ihr Muslimsein ihre Selbstverantwortlichkeit in der Unterstützung der Botschaft Jesu. Muslim zu sein bedeutet, jemandes Glauben zu verteidigen und das Wort der Wahrheit zu unterstützen. An anderer Stelle lesen wir im Qur’an:

5: 111
„UND [erinnere dich daran] als Ich den Weißgekleideten durch Inspiration eingab:
„Glaubt an Mich und an Meinen Gesandten!“ Sie antworteten: „Wir glauben; und Du
bezeuge, dass wir uns [Dir] ergeben haben.““


Wir begreifen, dass das Muslimsein jemanden bereit dafür macht, durch Allah über
Eingebung oder viele andere Möglichkeiten unterstützt zu werden.
Der Qur’an macht klar, dass alle Propheten und in Allah Ergebenen starke Beispiele in der Verteidigung des Glaubens waren:

3: 146
„Und manch einer der Propheten, dem viele Gott ergebenen Männer folgten, hatte [in der Sache Gottes] zu kämpfen: und sie verzagten nicht auf Grund dessen, was sie in der
Sache Gottes zu erleiden hatten, noch ermüdeten sie, noch erniedrigten sie sich [vor
dem Feind], denn Gott liebt jene, die im Unglück standhaft bleiben;

Keine Entlohnung von den Menschen zu erwarten, noch sich in Gefälligkeit zu
ergehen; ein Muslim beschäftigt sich nur mit Allah


Noah (Friede und Segen auf ihm) ist im Qur’an ein Beispiel eines Muslims, da er keinerlei Belohnung von seinen Leuten erwartete, noch kümmerte er sich darum, ihnen zu gefallen. Seine größte Aufmerksamkeit widmete er dem Befolgen des rechten Weges und so wurde er geleitet, ein Muslim zu sein und deshalb wurde er errettet.

10: 73
„Und dennoch bezichtigten sie ihn der Lüge! Und so erretteten Wir ihn und alle, die zu ihm standen in der Arche, und machten sie zu Erben [der Erde], wohingegen Wir jene,
welche Unsere Botschaften eine Lüge nannten, ertrinken ließen: seht also, was am
Ende jenen Leuten geschah, die [vergeblich] gewarnt worden waren!“


Der Qur’an offenbart, dass alle Propheten, wenn sie ihr Volk auf den rechten Weg riefen, durch die Liebe und Barmherzigkeit motiviert waren und nach keinerlei persönlichen Lohn verlangten. Die Propheten Noah (Friede und Segen auf ihm), Hud (Friede und Segen auf ihm), Salih (Friede und Segen auf ihm), Lot (Friede und Segen auf ihm) und Shu’aib (Friede und Segen auf ihm) sprachen:

26: 109
Und keinerlei Lohn verlange ich von euch dafür; denn mein Lohn liegt bei niemand
anders als beim Erhalter der Welten.“
(HQ: 26: 127, 145, 164, 180)

Und so war es auch an Prophet Muhammad (Friede und Segen auf ihm), unter göttlicher Anleitung zu sprechen:

25: 57
… „Dafür verlange ich keinen Lohn von euch [- keinen Lohn] außer den, dass der, der so
will, seinen Weg zu seinem Erhalter finden möge!“

Irdische Gesetze respektieren und um göttliche Unterstützung beten

Sich Allah zu ergeben (ein Muslim zu sein), verlangt nach ständigem Gebet um Allahs
Unterstützung, vereint mit jeder möglichen Bemühung, die eigenen Ziele zu erreichen.
Das ist ein gemeinsames Merkmal aller Propheten.
Noah (Friede und Segen auf ihm) baute die Arche, da er erkannte, dass dies der Weg
war, seine Leute vor der Flut zu retten. Moses (Friede und Segen auf ihm) ging zum
Pharao und sprach zu ihm, gebrauchte Logik und das Wort, um ihn zu überzeugen die
Kinder Israels freizulassen, damit sie Ägypten verlassen könnten. Und zur gleichen Zeit
bat er Allah um Unterstützung und wollte dem Pharao nicht entgegentreten, solange
Allah ihm nicht versprach, mit ihm und seinem Bruder zu sein, sie beide zu behüten und zu beschützen.
Der Prophet Muhammad (Friede und Segen auf ihm) ertrug Demütigung und Widerstand in Mekka. Er verließ sich nicht auf Wunder, die ihn und seine Anhänger
erretten sollten, sondern bemühte vielmehr menschliche Fähigkeiten um die Menschen zu erreichen und ihr Bewusstsein zu erwecken. Als er auswanderte, gebrauchte er ebenfalls seinen Verstand, denn der wusste von der Absicht der quraischitischen Führung, ihn zu ermorden.

Der erhabene Qur’an zeigt klar und deutlich, wie Joseph (Friede und Segen auf ihm) die
irdischen Gesetze achtete und gleichzeitig um die Unterstützung Gottes betete. Als ihm
der Pharao Ägyptens die Verantwortung übergab, sich um die erwarteten ökonomischen Probleme zu kümmern, teilte er dem Pharao mit, dass er diese Probleme auf solider praktischer Grundlage zu lösen gedachte:
Er sprach:

12: 55
… „Gib des Landes Lagerhaus in meine Obhut; siehe, ich werde ein guter und wissender
Verwalter sein.“


Gleichzeitig brachte Joseph (Friede und Segen auf ihm) seine Gottesergebenheit zum
Ausdruck und seine Gewahrsam, dass er nur durch Seine Unterstützung auf dem
rechten Weg zu wandeln vermöge. Er sprach:

12: 101
„O mein Erhalter! Du hast mir wahrlich etwas an Macht gewährt, und mir einiges vom
Wissen der inneren Bedeutung der Geschehnisse eingegeben. Urheber der Himmel und
der Erde! Du bist mir nahe in dieser Welt und im nächsten Leben: lass mich sterben als
einer, der sich Dir selbst ergeben hat, und vereine mich mit den Rechtschaffenen!“

Der erhabene Qur’an verdeutlicht auch einen Weg, sich Allah zu ergeben: Muslim zu sein bedeutet, sich aller Eigenschaften und Tugenden zu befleißigen, welche Allah einem verliehen hat, um alle Lebensaspekte zu bereichern, zu verbessern und zu verschönern.
Erst dann, wenn der Mensch alle seine Fähigkeiten wirklich zum Einsatz bringt, wird er in Übereinstimmung mit dem göttlichen Gesetz leben. Daher werden im Qur’an die
Anhänger des Prophet Salomons (Friede und Segen auf ihm) für ihre diesbezüglichen
Fortschritte gelobt:

34: 13
„… sie fertigten für ihn, was immer er an Heiligtümern wünschte, und Statuen, und Becken wie [große] Teiche – Tröge und fest verankerte Kessel. [Und Wir sprachen:] „Arbeitet, O Volk Davids, in Dankbarkeit [Mir gegenüber] – und [denkt daran,] nur wenige [sogar] unter Meinen Dienern sind die wahrhaft Dankbaren!“


Die Leitlinie, irdische Gesetze zu respektieren und parallel Gottes Unterstützung zu
erbitten, wird im Qur’an auf verschiedenen Ebenen erwähnt – indem die Völker zur Arbeit gerufen werden, Wissen zu erwerben und nach den Geheimnissen der Schöpfung zu forschen.

TOLERANZ im ISLAM

ISLAM und TOLERANZ

Der Islam ist eine Weltreligion und wendet sich mit seiner Botschaft – zu der die Aufforderung zu einer universalen Toleranz gehört – an die gesamte Menschheit. Diese bedarf heute, wie nie zuvor, weil alle Kulturen näher zusammenrücken, einer Anleitung zur Toleranz.

Ziel des ISLAM ist die Erziehung seiner Anhänger zu Weltbürgern, das heißt zu einem toleranten, aufgeschlossenen Denken und verantwortungsbewußten Handeln.

Nach der Lehre des ISLAMS sind wir für die Erde, auf der wir leben verantwortlich. Wir haben sie als Schöpfung Gottes mit Respekt und Liebe verantwortungsvoll zu verwalten und zu schützen und sind zu diesem Zweck als Stellvertreter Gottes auf dieser Erde eingesetzt. Anstatt „auf der Erde Unheil anzurichten und Blut zu vergießen“, so sagt der Qur’an, sollte der Mensch sich auf seine eigentliche Aufgabe besinnen, die er dank der ihm verliehenen Vernunft, wenn er sich nur wirklich darum bemüht, erfüllen kann. Daher apelliert der Qur’an immer wieder an die Vernunft des Menschen und fordert ihn auf, seine Freiheit zu betätigen, da Gott an einem automatischen Gehorsam, der zu einem schöpferischen Handeln unfähig macht, nichts gelegen ist. Der Mensch sollte seine begrenzte Freiheit nicht verschwenden, sondern sie durch Selbstbildung, d.h. durch selbständig vernünftige Überlegung und Handlung zu einer schöpferischen Freiheit erweitern.

Selbstbildung befähigt ihn zur Toleranz und zu einer richtigen Einschätzung seiner Möglichkeiten.

Das Bewußtsein andererseits der eigenen Fehlbarkeit, zusammen mit dem Bewußtsein zur Verantwortlichkeit, in der ja die menschliche Würde besteht, ermöglicht ein großzügiges und tolerantes Verhalten den Mitmenschen gegenüber, mit denen uns die mitmenschliche Solidarität verbinden sollte.

Toleranz besteht in der freien Anerkennung von Freiheit und Würde jedes Menschen, sofern er kein Unrecht begeht. Wenn wir im Bewußtsein unserer Fehlbarkeit nicht sicher sein können, absolut im Recht zu sein und die volle Wahrheit zu besitzen, dann haben wir uns prinzipiell jedem Mitmenschen gegenüber, egal welcher Rasse, Religion, Kultur, Ideologie er zugehört – tolerant zu verhalten.

Eine solche Einstellung ist unter anderem schon deswegen gefordert, weil alle diese Gruppenzugehörigkeiten doch nicht oder nur sehr selten von einem selbst ausgewählt wurden. Das ist universale Toleranz, welche der ISLAM nicht nur als eine der Bedingungen, des für die menschliche Gemeinschaft notwendigen Friedens lehrt, sondern auch als eine gerechte Verhaltensweise, welche die durch den Schöpfer gewollte Vielfalt aller Kreatur, wie auch die einmalige Individualität eines jeden Menschen anerkennt und respektiert. Die Verschiedenheit der menschlichen Gruppierungen darf uns nicht davon abhalten, sie näher kennen zu lernen und ihnen nötige Toleranz zu gewähren – denn sonst können wir ja unsere Aufgabe als stellvertretende Regenten auf dieser Erde nicht erfüllen. Ja, darüber hinaus gesehen ist es gerade diese Verschiedenheit der anderen Gruppierungen der Menschen, die uns die Erfüllung unserer humanen Aufgabe ermöglicht. Denn durch die Anstrengungen, die erforderlich sind, die anderen zu verstehen, wozu aber auch eine echte Verwurzelung in der eigenen Kultur gehört, nicht zuletzt durch die zu übende Toleranz ihnen gegenüber, erhalten wir die Chance zur Selbstbildung, ohne die ein selbstverantwortliches Verhalten und Handeln nicht möglich ist.

Der Qur’an sagt hierzu:

„O ihr Menschen, Wir haben euch aus einem männlichen und einem weiblichen Wesen erschaffen und euch zu Verbänden und Stämmen gemacht, auf daß ihr einander kennenlernt. Wahrlich, vor Gott ist von euch der Angesehenste, welcher der Gottesfürchtigste, der Frömmste, der Gerechteste ist….“ [49:13]

Wegen dieser Notwendigkeit, daß die Menschen, ungeachtet ihrer Verschiedenheit und darüber hinaus, gerade ihretwegen einander kennenlernen, hat der ISLAM – übrigens als erste von allen Religionen – zu einem unparteiischen Religionsdialog aufgerufen und sagt darüber:

„Rufe zum Weg deines Herrn mit Weisheit und schöner Ermahnung, und streite (d.h. disputiere) mit ihnen auf die beste Art. Wahrlich, dein Herr weiß besser, wer von Seinem Wege abgeirrt ist; und Er kennt jene besser, die der Rechtleitung folgen“ .[16:125]

Das Urteil über unsere Mitmenschen sollten wir also besser Gott überlassen. Statt dessen sollten wir uns um ein gerechtes und tolerantes Verhalten ihnen gegenüber bemühen. Es geht bei der Religion um unsere Taten, die wir zu verantworten haben. Daher heißt es auch in einer anderen Qur’anstelle:

„… und mir ist befohlen worden, Gerechtigkeit unter euch zu üben. Gott ist unser Herr und euer Herr. Wir haben unsere Werke und ihr habt eure Werke (zu verantworten)! Es gibt keinen Streitgrund zwischen uns und euch. Gott wird uns zusammenbringen, und zu Ihm führt der Lebensweg.“[42:15]

Damit kommen wir zu der Frage nach Toleranz im engeren Sinne, d.h. der religiösen Toleranz. Sie gehört zu den religiösen Geboten im ISLAM, denn alle Offenbarungsreligionen gelten nach der islamischen Lehre prinzipiell als gültige Wege zu Gott. Daher müssen die Muslime auch sämtliche Propheten Gottes, die seit dem Beginn der Menschheitsgeschichte von Zeit zu Zeit aufgetreten sind, wie z.B. auch MOSES und JESUS in gleicher Weise respektieren. Konsequenterweise hat daher der Prophet MOHAMMAD von Anfang an die Sache der Religionstoleranz und Glaubensfreiheit, d.h. einen Religions- und Kulturpluralismus vertreten, wie in der Geschichte nachgelesen werden kann. Ihm folgten die Kalifen, vor allem der Kalif Omar, die großzügige Religionstoleranz des Sultans Salahuddin ist ihnen aus der Geschichte wohl bekannt.

In den obigen Erläuterungen habe ich versucht klar zu machen, in wie fern aktive Toleranz als universale, sowie als religiöse Toleranz zu den Zielen der richtig verstandenen islamischen Erziehung gehört.

Es sind hierbei auch die Grenzen der Toleranz klar geworden. Sie liegen ja überall da, wo sie sich in ihr Gegenteil verkehrt, wo sie nicht mehr ein gerechtes Verhalten bedeutet, wo also die allgemeinen Menschenrechte, seien es die eigenen oder die der Mitmenschen verletzt werden. Denn nur durch den persönlichen Einsatz können diese Rechte verteidigt werden, da ihre Verteidigung durch die Gesetze des Staates, die natürlich ebenfalls nötig sind, nicht genügt. Daher heißt es in einem Ausspruch des Propheten MOHAMMAD:

„Wer von euch etwas Übles sieht, soll dies mit seiner Hand ändern, wer das nicht kann, dann mit seiner Zunge, wenn er das nicht kann, dann mit seinem Herzen, dies letzte ist allerdings die schwächste Form des Glaubens.“

Es gibt keine Toleranz der Ungerechtigkeit und Unbarmherzigkeit gegenüber.

Zum Schluß der Erörterungen möchte ich Ihnen eine typische Begebenheit aus der alten islamischen Geschichte berichten, weil hier ein gutes Beispiel für die islamische aktive Toleranz gegeben ist. Es handelt sich hierbei um ein alltägliches Ereignis aus dem Leben des zweiten Kalifen Omar.

Er sah eines Tages einen alten Mann auf der Straße betteln und erfuhr, daß er ein Jude sei. Der Kalif bedauerte das Schicksal des alten Mannes und sagte, daß so etwas in seinem Staate nicht passieren dürfe. Er ordnete deswegen an, daß diesem alten Juden vom Staat eine Pension gegeben werden müsse, welche ihm auf seine alten Tage ein menschenwürdiges Dasein ermöglicht.

Vom gleichen Kalifen Omar ist der bekannte Ausspruch überliefert: „Warum wird der Mensch immer wieder versklavt, obwohl er doch von seiner Mutter frei geboren wurde.“

Hier liegt islamisch betrachtet, die immer wieder zu unternehmende menschliche Aufgabe, für die Freiheit des Menschen zu kämpfen – und zwar mit gemeinschaftlicher mitmenschlicher Solidarität, zu welcher unablösbar die universale und religiöse Toleranz gehört.

25.9.1999

ZAKZOUK (Verfasser), Minister für religiöse Angelegenheiten (Awkaf) der Arabischen Republik Ägypten
Quelle: http://www.islamheute.ch/isltoleranz.html