Archiv für den Monat November 2013

Aus Erde sind wir – in sie werden wir zurückgebracht – aus ihr werden wir erweckt

Margot

20131126_131753   UNSERE LETZTE GEMEINSAME REISE

Mein Schatz, meine Geliebte, meine Vertraute – Majida Tabbasam TUFAIL HANEL  hat nach langem und schwerem Leiden, welches sie mit unaussprechlicher Stärke und beispielhafter Gelassenheit getragen hat – diese Welt aus meinen Armen – verlassen.

Subhanallah, wal Hamdulillah, wa Allahu akbar!

Habt sie in bestem Gedenken, verzeiht ihre Fehler und Versäumnisse und haltet ihr einen Platz in Euren Bittgebeten frei.

Möge Allah der Allmächtige sie mit den IHM Nahen empfangen und ihr den ihr gebührenden Platz unter Seinem Antlitz zuweisen.

Meine ganze Zuflucht nehme ich bei dem Allmächtigen GOTT vor dem verworfenen Üblen und Bösen.

Im Namen Allahs, des Allerbarmers und jedem Gnädigen.  Gepriesen sei Gott, der Herr der Welten!  Und der Segen Gottes sei auf all Seinen vorzüglichen Dienern und deren Gefährten!

O Allah wir bitten um Deinen Segen, Deine Liebe und Dein Licht  Und die Fähigkeit auch jede kleine Gnade zu begreifen und dankbar zu sein.

O Allah segne uns mit Aufrichtigkeit und Vertrauen  und der Fähigkeit sich und einander zu ergänzen und miteinander inneren Frieden und Ruhe zu erlangen,  jene Ruhe in welcher das Innerste Deinem Lichte noch empfänglicher wird

O Allah mehre unsere Geduld, Beharrlichkeit und Standhaftigkeit  und vergib unsere bewussten und unbewussten Fehler und Versäumnisse gegen unser Selbst.

O Allah öffne unsere Herzen Deiner Wahrheit, stärke unseren Verstand und reinige unsere Seelen  und wende uns ab von eitlem Denken und Handeln und schütze uns vor den Verführungen Satans und dem Trug seiner Gehilfen  und mache ihr Tun und Wünschen zunichte.

O Allah richte unser Streben nach dem Weg Deines Wohlgefallens  und segne die Zusammenkünfte jener, die sich um Dein Wohlgefallen mühen,  begnade sie durch Deinen geheiligten Geist, schenk ihnen die Rechtleitung  und führe sie in die Gegenwart Deiner Herrlichkeit.

O Allah mehre unsere Liebe zu Dir und zu jenen, die Dich lieben  und unsere Liebe zu solchen Taten, welche uns Deiner Liebe näher bringen

Amin

Advertisements

Islamische Religionsgemeinde LINZ für O.Ö. & Sbg.

Hier einige Erinnerungen aus meiner „alten Zeit“
in LINZ, Oberösterreich

Ein Bericht über unsere Moschee in der GLIMPFINGERSSTRASSE 1
aus dem Jahre 1989 und eine traurige Geschichte …

„Oberösterreichs Muslime sitzen zwischen kämpfenden Zyklopen“
Artikel in der Kronenzeitung

Angst vor Islamfeindlichkeit aber auch vor Islamisten

Mein Kommentar heute dazu:An dieser Situation hat sich nichts, aber auch wirklich nichts geändert, außer, dass es noch schlimmer geworden ist!
MUSLIME, beauftragt, stets den Weg der Ausgeglichenheit, den Weg der Mitte zu suchen, werden heute mehr denn je von 2 Seiten im wahrsten Sinne „unter Beschuss“ genommen.
Einerseits von „islamophoben„, islamfeindlichen, extremistischen Nichtmuslimen, die ganz genau zu wissen meinen, was und wie ISLAM wäre und was und wie nicht, und anererseits von „islamophilen„, islamliebenden, extremistischen Muslimen, die ebenfalls ganz genau zu wissen meinen, was und wie ISLAM wäre …
Was ist das Kennzeichen, welches diese beiden Extremisten gemeinsam auszeichnet?
SIE SIND ABSOLUTISTEN … und Absolutismus kommt NUR GOTT zu und nicht EINEM Menschen, selbst wenn er ein Prophet wäre.
WER DIESEN ZUSAMMENHANG verstanden hat und bgreift, was denn ABSOLUTISMUS wirklich bedeutet, geht nie wieder in die Falle, scheinheiliger DEMOKRATEN oder scheinheiliger MUSLIME und wären sie noch so beschlagen!

EIn Artikel in den Oberösterreichischen Nachrichten:
Moslems in Österreich: Seit Bosnien wird es enger.
Die Islamische Gemeinschaft bekommt bei uns zunehmend eine ablehnende Haltung zu spüren

OFFENE MOSCHEEN – Kirchenzeitung 2001
KIZ-Solidaritätspreisträger ist Beauftragter für Dialog mit Christen

 

Braucht, gibt es denn eine europäische islamische Identität?

In einem Artikel der Islamischen Zeitung wird dieses Thema etwas differenzierter, als es bislang, auch an verschiedenen Veranstaltungen zu erfahren war, angesprochen … dies vorerst mal zur Einstimmung.
.
Mir erlaube ich folgende Bemerkungen, nachdem in die Diskussion um dieses Thema eine gespürte Spannung zwischen „orientalischem und europäischem Islam-Verständnis“ eingedrungen ist.
Hinzuzufügen ist, dass dieser Ausdruck eher von der europäischen Seite formuliert und zur Geltung gebracht wurde, wo hingegen nicht-Europäer solche Differenzierung und Definition für sich eher ablehn(t)en.
Hinzuzfügen wäre, dass es hoch an der Zeit ist, das Gespräch über dieses Thema ENDLICH zu beginnen. Sind doch die Umstände, in welchen die Muslime sich in Europa finden, derart unerträglich geworden, OHNE dass die Muslime, die keinen Migrationshintergrund (mehr) haben eigentlich dafür können … Ausnahmen bestätigen die Regel!
In obigem Zeitungsartikel wird dieses problematische Verhältnis (zwischen europäischem und Migrationsislam) etwas differenzierter dargestellt – denn es ist nicht ein sogenanntes “orientalisches”, welches dem “euopäischen” Weltbild gegenübersteht … ist doch das Verhältnis dieser beiden zueinander vielmehr kein gegensätzliches, sondern in etwa dem Verhältnis der rechten zur linken Gehirnhälfte zu vergleichen …
… Und DARIN liegt  die Diskrepanz … in der UNAUSGEWOGENHEIT dieses Verhältnisses.
Dies IST das eine … (… eine Seite dominiert unzulässiger, ungesunder, unangebrachter und unverschämter Weise die andere … ist das DEUTLICH genug, um unerträgliche EINSEITIGKEIT zu beschreiben?)
Das andere sind spezielle nicht-europäischen, POLITISCH zu bezeichnenden VERWALTUNGSSTRUKTUREN, welche ebenfalls (zumindest im Falle der Mehrzahl muslimischer Organisationen nicht nur in der Schweiz praktiziert werden) hier und auch dort nichts verloren haben – auch wenn mancher Schweizer oder Europäer daran Gefallen finden mag – und diese Strukturen sind mit dem Oberbegriff WILLKÜR bestens definiert … und dazu kommt noch “historisch (un)begründeter” Stolz, grundsätzliche Kritik– und Reformunfähigkeit und vor allem –willigkeit, und weil wir schon beim WILLEN sind, auch noch der UNWILLE zu erweiterter EINSICHT!
WEITER im Text:
THESE:
WIR brauchen eine “europäisch islamische Identität”, die sich von den vielen “Migranten- und Ethno- und Sektenislamen” abzunabeln vermag.
Wodurch müsste sich “dieser” Islam auszeichnen, um nicht zu einem weiteren “”Ethnoislam, einer völlig überflüssigen „europäischen Islamsekte” zu werden?
Was zeichnet Europäer denn aus?
……
Beginnen will ich mit EINEM Argument:
Sie haben “la ikraa fi diin” (kein Zwang zum Glauben) tatsächlich von Kindheit auf erleben dürfen … da unterscheiden wir uns jedenfalls von der überwältigenden Mehrheit anderer Muslime, die aus dem Osten zu uns kamen.
Und deshalb haben wir den MUT solche Details innerhalb der Glaubenspraxis kritisch anzusehen, die einfach nicht stimmig in das ISLAMISCHE Gesamtkonzept zu passen vermögen, welche mit den Maqaasid – also den “Überbegriffen” kollidieren und diesen entgegenstehen – ohne schlechtes Gewissen, mutig, kreativ und befreiend, kritisch, ja mitunter streng kritisierend (wenn man uns als quasi unmündig abzutun gewillt ist)  – und sind daher durchaus in der Lage, ein kohärentes Islamverständnis zu erarbeiten und vor allem, dieses selbst überzeugt und überzeugend zu leben.
Denn INKOHÄRENZ ist es, welche den Islam der an Ethnie, Nationalität, Tradition, Traumata, nicht freiheitliche Erziehung, Bildungsferne, etc., “gebundenen” Muslime negativ auszeichnet – und deshalb NICHT geeignet ist, bindungsstiftend zu wirken … wenn ich mich mal g’schwind, aus dem Ärmel geschüttelt, so ausdrücken darf – um die Auseinandersetzung mit diesem Thema weiter zu treiben.
Denn, nach meinem Gefühl – Gott sei Dank – bin ich nach mehr wie 25 Jahren unentwegtem Einsatz für die islamische Sache, in leicht fortgeschrittenem Alter nicht mehr ganz alleine, muslimisches, mit Vernunft und Friedfertigkeit, ausgewogener Einstellung zu diesseitiger Freude und jenseitiger Glückseligkeit nicht zu vereinbarendes Verhalten einigermaßen exakt zu verorten, zu definieren und auch in Kooperation mit islamisch UND westlich gebildeten „universellen“ Muslimen reformieren zu vermögen.
Denn – damit keine falsche Kooperationsgedanken aufkommen, klar augedrückt!
NICHT der ISLAM braucht eine Reform – sondern das Islam-VERSTÄNDNIS der MUSLIME!
Und was es dazu braucht? … nun – nennt IHR es!