Archiv für den Monat Oktober 2013

HANEL auf Schweizer Polit BLOG „VIMENTIS“

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Zum Winterthurer Stadtanzeiger Interview auf POLITBLOG VIMENTIS

 

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ISLAM & ENVIRONMENT

IT’s HIGH TIME!
Quelle:
http://khaleafa.com/greenkhutbah/resources/
http://www.goethe.de/ges/phi/prj/ffs/the/a99/de11257338.htm
Deutsche Übersetzung Muhammad ASAD/ M. Hanel

Quranic Verses and Hadiths:

Water:

And We send the fecundating winds, then cause the rain to descend from the sky, therewith providing you with water (in abundance), though ye are not the guardians of its stores. And verily, it is We Who give life, and Who give death: it is We Who remain inheritors (after all else passes away). (Qu’rán, 15:22-23).

15: 22 – 23
Und Wir lassen die Winde ziehen, um [Pflanzen] [1] zu befruchten und Wir senden Wasser vom Himmel hernieder und lassen euch davon trinken: und nicht ihr seid es, die über dessen Quell verfügen – denn, wisset, Wir sind es – Wir alleine – welche Leben gewähren und den Tod zuteilen, und Wir alleine sind es, die übrig bleiben werden, nachdem alles andere vergangen ist! [2]


[1] D.h., durch Befruchtung wie auch durch das Bringen von Regenwolken.
[2] Wörtl., „Wir sind [oder „werden sein“] die Erben (al-warithan)“: eine umgangssprachliche Metapher die, gemäß dem Konsens aller klassischen Kommentatoren im Sinne von „einer, der bleibt, nachdem sein Vorgänger gestorben ist“ gebraucht wird – in diesem Fall, nachdem alle Schöpfung vergangen ist. (Vergl. Den Ausdruck „das Erbe der Himmel und der Erde“, der in Hinblick auf Gott in 3:180 und 57:10 gebraucht wird.)

Do not the Unbelievers see that the heavens and the earth were joined together (as one unit of creation), before we clove them asunder? We made from water every living thing. Will they not then believe? (Qu’rán, 21:30).

21: 30
SIND denn jene, welche beharrlich die Wahrheit leugnen, sich nicht klar darüber, dass die Himmel und die Erde [einst] eine einzige Einheit waren, welche Wir dann entzwei teilten? – [1] und [dass] Wir aus Wasser jedes Lebewesen erschaffen haben? Wollen sie denn nicht [beginnen zu] glauben? [2]


[1] Obiger unmissverständlicher Hinweis auf den einheitlichen Ursprung des Universums – im Qur’an umschrieben mit „die Himmel und die Erde“ – greift in auffallender Weise die Ansicht fast aller moderner Astrophysiker voraus, dass das Universum aus einer Einheit heraus entstand, die sich nach und nach durch die Gravität verfestigte und dann sich in einzelne Nebeln, Galaxien und Solarsysteme aufteilte, und in weitere, sich abspaltende einzelne Teile, die wieder neue Einheiten formten in Form von Sternen und Planeten etc. (Was den Qur’anischen Hinweis auf das Phänomen betrifft, welcher mit „expan­dieren­des Universum“ bezeichnet wird, siehe 51:47 und  die entsprechende Anmerkung dazu.)
[2] Die Feststellung, dass Gott „jedes Lebewesen aus Wasser erschaffen hat”, beschreibt ganz exakt eine Wahrheit, welche heutzutage allgemein von der Wissenschaft akzeptiert wird. Sie beinhaltet dreierlei Bedeutung:
  1. Wasser war das Milieu aus welchem der Prototyp aller lebender Materie entstand;
  2. Unter all den vielen unzähligen – existierenden oder vorstellbaren – Flüssigkeiten hat nur das Wasser die nötige Zusammensetzung, aus ihm Leben entstehen und entwickeln zu lassen; und
  3. das Protoplasma, welches die physische Basis jeder lebendigen Zelle ist – sei dies in Pflanzen oder Tieren – repräsentiert die einzige materielle Form, in welcher sich Leben manifestiert, besteht überwiegend aus Wasser und ist in äußerster Art und Weise von diesem abhängig.
Mit der vorangegangenen Feststellung gemeinsam gelesen, welche auf den einheitlichen Ursprung des physischen Universums hinweist, deutet die Entstehung des Lebens aus einem gleichermaßen einheitlichen Element auf das Vorhandensein eines einheitlichen Plans hin, welcher aller Existenz zugrunde liegt und in diesem Sinne auf die Existenz und Einheit des Schöpfers hinweist. Diese Betonung des Eins-Seins Gottes und der Einheit Seiner Schöpfung wird wieder in Vers 92 unten aufgenommen.
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FRAGEN des WINTERTHURER STADTANZEIGERs

Interview mit M. HANEL für den Winterthurer Stadtanzeiger
von Christian SAGGESE, Redaktionsleiter

(ein etwas kürzeres Interview wird am Dienstag, 22.10.2013 veröffentlicht isA, hier der LINK)
siehe auch unter INTERVIEWS

  1. Nach dem Minarettverbot droht auch ein nationales Burkaverbot. Wie fühlt man heute als Muslim in der Schweiz? Fühlen Sie sich diskriminiert?

Das „Burkaverbot“ ist eine besonders schmerzhafte, diskriminierende Maßnahme gegen die Muslime in der Schweiz. Dies aus mehreren Gründen:

a.)    Die Burka wird in der Schweiz überhaupt nicht getragen (eventuelle Ausnahmen durch Touristinnen in Interlakens Schmuckgeschäften bestätigen die Regel).
Eine Initiative gegen ein real gar nicht vorhandenes Problem ist daher jedenfalls als schäbige Manipulation zu sehen, das Bild eines ganz allgemein frauenfeindlichen Islam in der Schweizer Öffentlichkeit zu verfestigen.
b.)    Die Muslime in der Schweiz sind aufgrund ihrer persönlichen, kulturellen und religiösen Prägung überhaupt nicht daran interessiert, einen derartigen „Dress-Code“ in der Schweiz einzuführen. Die wenigen Musliminnen in der Schweiz, welche sich freiwillig – und das ist zu betonen – entschieden haben, den Niqab zu tragen, sollen „zwangsmässig“ entkleidet werden. Ein Vorgehen, welches Muslime in der Schweiz genauso entschieden ablehnen und eine aufgeklärte, freiheitliche Schweizer Bevölkerung genauso ablehnen sollte, wie eine eventuelle zwangsweise Verordnung einer Verhüllung oder Verschleierung von muslimischen Mädchen und Frauen.
c.)    Angesprochenes „Burkaverbot“ ist auch nach aktuell gültigem hiesigen Recht ein unrechtmäßiger Eingriff in die persönlichen, individuellen Freiheitsrechte und eine Umsetzung richtete sich nicht nur gegen das Recht der Muslime auf freie Religionsausübung, sondern in erster Linie gegen das, sich aus guten Gründen über lange Zeit entwickelte schweizerische Rechtsverständnis. Muslime und Schweizer, Schweizer Muslime, Muslime in der Schweiz wären daher nicht schlecht beraten, sich also von solch schändlichen Machenschaften zu distanzieren.

  1. Mit welchen Befürchtungen/Ängsten beobachten Sie diese Entwicklung in der Schweiz?

So wie 9/11 einen Bruch im Verhältnis zu Muslimen weltweit darstellte, war dies die Annahme der Minarettbauverbotsinitiative in der Schweiz. Gegen Islam und/oder Muslime zu sein, gilt seitdem als „political correct“ und wurde salonfähig gemacht. Dass hierbei in der Regel Sachverhalte verzerrt dargestellt, Wahrheiten zu Halbwahrheiten verkürzt, korrigierende Darstellungen umfänglich unterdrückt werden, zeigt, dass es sich um eine systematisch umgesetzte Strategie gegen die Religion ganz allgemein und gegen den Islam im speziellen handelt. Solange dem normalen Haus- und Sachverstand nicht auch öffentlich und in der Politik wieder zu seinem Recht verholfen wird und weiterhin populistischen Agitatoren zugejubelt wird, wenn sie das zwischenmenschliche Klima im Land vergiften, stehen einer besseren gemeinsamen Zukunft zu viele Ressentiments – in der Zwischenzeit vermehrt auf beiden Seiten – entgegen. In aller Deutlichkeit möchte ich den Lesern ans Herz legen, dass es  differenziertes Denken braucht, um eine Lösung der Problematik und Entspannung zu erreichen.

Ist das Offensichtliche wirklich so schwer als solches zu erkennen, dass das Realverhalten der Menschen meist eines ist, welches eben nicht mit jenem Verhalten gleichgesetzt oder verwechselt werden darf, das über die gerade deshalb erforderliche religiöse Reform angestrebt wird?

Oder – um einige makabre Vergleiche zu ziehen – wäre es denn nicht absurd, das vom Himmel hoch her kommende Geschenk der „christlichen Nation“ USA an die Bewohner Hiroshimas und Nagasakis, das millionenfache gegenseitige Abschlachten der Christenheit zur Zeit des zweiten Weltkriegs, die im „christlichen Abendland“ laufende exportbestimmte Massenproduktion von chemischen Kampstoffen, Land und Tretminen, das zurzeit stattfindende gegenseitige Morden der Muslime im Nahen Osten als christliche oder islamische, religiös begründete Maßnahmen der Nächsten- und Gerechtigkeitsliebe zu interpretieren, um nur bei einigen schauderlichen Beispielen zu bleiben?

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STELLUNG der MUSLIME & des ISLAM in der SCHWEIZER Gesellschaft

Es ist mir eine Freude, unten stehende Untersuchung, die vom Netz genommen war – wieder öffentlich zugänglich machen zu dürfen.

Gerade jetzt, im Zeichen der „Burkahysterie“ scheint es mir sehr sinnvoll, diese Umfrage im Detail zu studieren und aus den übersichtlich dargestellen Ergebnissen Schlüsse für sinnvolle Massnahmen zu ziehen, WIE das Verhältnis zwischen  Muslimen und der Mehrheitsgesellschaft in der Schweiz zu verbessern wäre.
Die maßgebenden muslimischen VERBÄNDE wären wieder einmal gefordert!

Karikaturen Islam ISOPUBLIC Untersuchung 2006
Repräsentative statistische Befragung von 1013 Personen zum Thema
Auftraggeber: SonntagsBlick, Zürich
(4603) Schwerzenbach, 11. Februar 2006

Siehe auch: ISLAM in der SCHWEIZ

WELTBILDER – relativ oder absolut?

Die VERSCHIEDENEN WELTBILDER

Stufenmodell

Denkansatz:
LICHT symbolisiert die Realität … die EINHEIT, das ABSOLUTEGott (eigene Realität)
LICHT (Licht definiert sich NICHT durch Abwesenheit von Dunkelheit)                               DUNKELHEIT symbolisiert die Dualität das Getrennte, das RELATIVE (relative Realität)
UN-LICHT (Dunkelheit definiert sich über „Abwesenheit von Licht“
POSITIV = dem Lichte zugewandt;
NEGATIV = dem Lichte abgewandt

Behandelt werden:

ISLAM
GOTTESBEWUSSTSEIN –
[(Mono-) THEISMUS]
Theistischer Monismus
Monismus
Atheistischer Monismus
Dualismus

Pantheismus
Holismus
Buddhismus
Säkularismus
Deismus
Materialismus

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Imam al-Ghazâlî, sein Leben, sein Wirken, sein Weg

Imam al-Ghazâlî

von Muhammad HANEL vorgestellt für den FREITAGSCLUB am 4.10.2013
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Abû-Hâmid Muhammad ibn-Muhammad al- Ghazâlî zählt wohl zu jenen Persönlichkeiten, die sowohl in der islamischen als auch in der westlichen Welt außergewöhnlich bekannt sind und wohl auch bewundert – doch eben auch mit bemerkenswerter Skepsis betrachtet werden.
Vielleicht deshalb, weil seine Persönlichkeit in keine der beliebten „boxes“, Schablonen und Kategorien passen mag?
Ich spreche von jenen Kategorien – ohne welche allerdings manch beengter Geist nicht auszukommen vermeint und vermag – von jenen Kategorien, die vom größten Geschenk, welches vom Schöpfer allen Seins dem Menschen verliehen wurde – in jedem Falle willkürlicher Beschränkung gesprengt werden müssen!

Sie möchten wissen, von welchem Geschenk ich spreche? Es ist die Weite und Freiheit menschlichen Geistes!

Und so wird bis heute zwar hochgelehrt gestritten, ob der Imam wohl eher ein Theologe, ein Jurist, ein Philosoph, ein Politiktheoretiker oder ein Mystiker, ein Sufi oder gar ein vom rechten Weg abgekommener  war, der schließlich und letztlich als quasi verlorener Sohn wieder Heim zu den Salaf zurückkehrte.[1]

Und da dieser Vortrag vom Freitagsklub veranstaltet wird, soll hier ganz bewusst und stets die Frage nach dem Bezug zur heutigen Zeit gestellt und manche Antwort darauf gegeben werden, isA.
So darf an dieser Stelle, gleich zu Beginn darauf verwiesen werden, dass es zeitlose Wahrheit ist, dass eine gute Antwort oft an eine gut gestellte Frage gebunden ist und daher darf gleich gefragt werden:

Ist es denn so unmöglich, so schwer zu denken, dass Abû-Hâmid Muhammad ibn-Muhammad al- Ghazâlî sowohl ein glaubenstreuer Muslim war, der Islam, Imaan und Ihsan in lebenslanger Bemühung in Einklang miteinander brachte und darüber hinaus auch als wahrer Philosoph, ernsthafter Theoretiker und ergebener Mystiker zu bezeichnen wäre? Warum erfreut das trennende entweder oder sich so viel größerer Beliebtheit, als das versöhnend einende sowohl als auch? Eine Frage, die in jeder Epoche menschlicher Entwicklung zwar immer und immer wieder gestellt wird, doch noch viel öfter in totalitärem, eindimensionalem Richtungsdiktat und  Gehabe unterdrückt und eine ordentliche Antwort verweigert wurde.

Ghazali1

 

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