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Über M.M.HANEL

Liebe das Wort, die Schrift und den Geist. Fragen und Kritik sind jederzeit willkommen - denn es ist genug dem Vorurteile gehuldigt - einem der sich überwichtig gebenden Götzen des Zeitalters.

„Gebrochene Identitäten“

„Gebrochene Identitäten“
von M.M. HANEL für LAMED

Ein Titel, zuerst widerwillig gelesen – denn wer möchte sich in seiner Identität, in seiner Persönlichkeit „gebrochen“ sehen – der aber bei zweiter Betrachtung sogleich Perspektiven eröffnet, welche einerseits doch eingehender beschrieben werden mögen, andererseits offenbare Aufmerksamkeit erregen, Interessen wecken und möglicherweise sogar neue Einsichten erschließen.

Als einer, der sich selbst in leicht fortgeschrittenem Alter, noch lange nicht scheut, als Sucher nach Endgültigkeit seine Bestimmung zu finden, ist es mir intellektuelle Pflicht, jene Begriffe, die es mit nachvollziehbarer Verständlichkeit zu bekleiden gilt, auf allerlei Art und aus mancherlei Winkel zu betrachten.

Die Identität des Menschen, seit Anbeginn menschlicher Selbstreflexion, Objekt geistiger Betrachtung, tatsächlicher Erkenntnis – vielleicht sogar hauptsächlich – aus eigenem Trieb oder fremder Versuchung befeuerten illusionären Betrugs – was oder wie ist sie wirklich?

Ist sie etwas, das als fest in sich selbst ruhend definiert werden kann oder ist sie, Hellers Wortbild gedenkend: „eine Wirklichkeit, sie dreht sich still, sie dreht sich stumm (mitunter auch etwas laut), nach andern Wirklichkeiten um“?

Eine Frage, die ich mir – und gut kann ich mich daran erinnern – zwar nicht so explizit formuliert, schon als Junge gestellt habe. Denn schon bevor ich den prägenden Kindergarten zu besuchen hatte, machte ich die Erfahrung, dass manchmal meine eigene unschuldige Sicht auf mich selbst, jener diametral entgegenstand, welche die mich formenden und formen wollenden Erwachsenen zum Ausdruck brachten.

Kurz: BIN ich, wie ich mich selbst erlebe oder bin ICH, wie Andere mich sehen?
Kurz: natürlich war und bin ich immer noch ICH, wie ich mich in ständiger Entwicklung begriffen, Veränderung, Erweiterung, Freude, Enttäuschung und stetigem Auf und Ab wahrnahm und nehme.

Aber gewiss war ich nicht das SELBST, das Erwachsene durch ihr fortgeschrittenes Hegen und Pflegen eig’ner, blindgefleckter, schmerzgeprägter, uneingestandener Befindlichkeit wahr(zu)nehmen (ver)mochten.
Und da haben wir ihn erneut entdeckt, den vermaledeiten Balken im Auge der Betrachtung des Nächsten. Menschen haben, die einen mehr, die anderen eben weniger, keine andere Wahl, als die Identitäten ihrer Nächsten durch ihre, man verzeihe den Ausdruck und verstehe ihn richtig, beschränkte, wahrlich unvollkommene Wahrnehmung der Wirklichkeit, in bestimmtem Ausmaß sogar tatsächlich WAHR zu machen.

Allerdings und zum Glück – GOTT – und nur IHM, gebührt der Dank dafür, weder absolut, noch endgültig!

Doch vorerst genug theoretischer Spekulation – und konkreter Rückbesinnung auf persönlichen Wandel nachgefragter Identität sei nun gebührend Platz gegeben.

Die Zeit meiner frühen Kindheit verbachte ich weniger bei meinen berufstätigen Eltern, als vielmehr bei unseren Nachbarn, Onkel Max und Tante Luise.
Onkel Max, so nannte ich ihn, den ehemaligen Volksschuldirektor, begnadeten Musiker, Philosoph und Philologen, dem ich gewissermaßen wohl Ersatz für seinen im Krieg gefallenen Sohn und daher nie geborenen Enkel war – und auch mir war er wie ein wunderbarer Opa – hatten doch meine leiblichen Großväter ebenfalls dem gewaltigen, Nationalidentität stiftenden Unterfangen, dem zweiten Weltkrieg ihr Leben geopfert. Der gute Onkel Max – schon bevor ich selbst lesen konnte und erst recht danach, führte mich ein in die Welt der Sagen, Geschichten, Mythen und Märchen aus aller Welt und allen Epochen und lieferte mir damit auf leichte, vielleicht auch träumerische Weise die ersten Werkzeuge und Bausteine, nach eigenem, gutem Dünken an der Ausbildung einer individuellen, von mir selbst gewünschten, ganz eigenen Identität zu wirken. Welch ein Lebensabschnitt, voller Erfahrungen, die mir heute noch lebendig sind, wie schnell war er vorbei.

Als etwa sieben Lenze ich vollendet hatte, wurde meine weitere, wahrhaft identitätsprägende Laufbahn von meinem liebsorgenden Umfeld geplant, organisiert und gesellschaftlich anerkannter Ordnung folgend, konsequent umgesetzt.
Eine professionelle musikalische Ausbildung sollte ich erhalten. Warum? Man sah in mir den offenbar „geborenen“ Sänger-Knaben. Von Onkel Max wurde ich gewissenhaft dazu ausgebildet. Auch wenn ich durchaus geneigt war, mich unter den musischen Typus reihen zu lassen, wollte diese, mir dennoch fremde, derart konkrete musikalische Identität so gar nicht passen, brach sie doch mit dem, was ich selbst für mich, wenn auch noch nicht konkret, im Sinne hatte. Auch die parallel stattfindende Ausbildung bei Eva S., der angesehensten Gesangslehrerin der Stadt ließ mich die Erfahrung machen – ein junger Mensch hat kein Selbstbestimmungsrecht, sondern das Recht bestimmt zu werden – so lautet hiesiges Gesetz. Mich dieser Erkenntnis fügend, nahm ich die Herausforderung an und beschloss, nolens volens, ein guter Musikus zu werden und mich zum Wiener Sängerknaben formen zu lassen. Doch Frau Christ, meine Primarschullehrerin, nächsten- und kinderliebend wie sie war, verhinderte beinahe meine künstlerische Laufbahn.

Statt der, für die Aufnahme in den erlauchten Kreis der singenden Botschafter Österreichs erforderlichen Schulnote „gut“, bestand sie darauf, mir nur ein „befriedigend“ im, wiederum gebrauche ich diesen Begriff, Nationalidentität vermittelnden Lehrfach „Heimatkunde“ auszustellen. Der Vorfall wird hier deshalb erwähnt, weil nach erfolgreich bestandener Aufnahmeprüfung im Ferienlager der Sängerknaben ich noch nach meinen schulischen Noten befragt wurde – und, heute noch bin ich erstaunt über die selbstbestimmende Kühnheit, ja Dreistigkeit des achtjährigen Knaben, den Weg aus elterlichem Hause über eine Lüge zu wählen (und ich kann mich nicht erinnern, jemals zuvor gelogen zu haben). Denn auf die Frage nach der Note in „Heimatkunde“ antwortete ich ohne Zögern: „gut“. Natürlich hatten die Professoren mein Zeugnis schriftlich vor sich liegen. Doch dieses, ganz offensichtlich selbstbewusste Bekunden eigenen Willens, schien für sich genug zu sprechen. Und so verbrachte ich die nächsten 5 ½ Jahre in einem Bubeninternat. Eine kurze, stichwortartige Beschreibung des gesellschaftlichen Umfeldes, innerhalb welchen ich mich nun zu entwickeln, zu entfalten hatte, möge genügen, den Identität stiftenden Charakter desselben zu verdeutlichen. Professionelle, disziplinierende, auf höchstem Niveau stattfindende fachliche Ausbildung stand einer, sich mehr oder weniger selbst überlassenen Auseinandersetzung zwischen männlichen Kindern und Jugendlichen zwischen 8 und 15 Jahren gegenüber. Es gab zwei Regeln. Der Älteste und der Stärkste hatte das Sagen – und hinzu kam, der gesanglich Beste hatte den Neid und Eifersucht seiner konkurrierenden Kollegen zu ertragen. Meine Identität formte ich mit aller Kraft und nicht minder wurde sie durch die Tatsache geformt, dass ich im Laufe meiner Sängerknabenkarriere sowohl der Chorälteste wurde und als Erster Sopransolist die erste Position in der Rangordnung einzunehmen hatte … der „Schwingerkönig“ war ich vom ersten Tage an in meinem Kreise ohnehin gewesen.

All dies erwähne ich, nicht um in eitler Selbstgefälligkeit mein Curriculum vor aller Öffentlichkeit auszubreiten, sondern um anhand dieser und noch folgender Beispiele zu verdeutlichen, dass durch solcherart prägende Erfahrungen sich die unmissverständliche Erkenntnis aufdrängt, dass aufgrund der eklatanten Unterschiede zwischen eigener Selbstwahrnehmung und der Wahrnehmung durch Andere, es heute eine tatsächlich für unsere Spezies überlebensnotwendige Forderung geworden ist, jegliche fixierende Identitätsbestimmung durch andere Menschen – und gäben sie sich noch so nächstenliebend, zu unterbleiben hat. Überlebensnotwendig deshalb, weil jegliche Fremdbeurteilung und Fremdbestimmung einer Minderheit über eine Mehrheit einzig in die, allenfalls kriegerisch zu nennende Auseinandersetzung führt, ja führen MUSS!

Die individuelle Identität des Menschen, die eigene Würde IST ein unantastbares Gut und wird unter allen Umständen gegenüber jeglichem nicht autorisierten Angriff, jeglichem Versuch von außen definiert oder bestimmt zu werden, mit (im besseren Falle ritualisierter) Gewalt verteidigt werden.
Aus Platzgründen sei an dieser Stelle dazu nur noch angemerkt: Die Spannung zwischen einerseits institutionellem, starrem sozialem Ordnungsgefüge und andererseits beinahe anarchistisch angelegtem und ausgelebtem Sozialverhalten unter Gleichaltrigen ist eine außergewöhnlich identitätsstiftende!

Fünfzehnjährig, pubertierend und sozial völlig einseitig geprägt, wurde ich nach dem Verlassen des Knabeninstituts in jenes gesellschaftliche Umfeld rückgegliedert, welches für die meisten Jugendlichen beiderlei Geschlechts maßgeblich für die lebensbestimmende Ausbildung ihrer persönlichen Identität verantwortlich ist.
Neuorientierung stand im Vordergrund. Doch wonach, nach welchem Vorbild sollte man sich ausrichten?

Um den „Bruch der Identität“ (übernehmen wir diesen Ausdruck ab jetzt ohne weiteren Widerwillen) welcher sich durch das Ablegen der Religion christlicher Prägung, durch die Übernahme islamischer Konzeption zum Ausdruck bringt, besser nachvollziehen zu können, werden noch folgende Begebenheiten erzählt.

Mit siebzehn Jahren musste ich die siebte Klasse des Realgymnasiums wegen schlechter Noten wiederholen. Chemie und Latein hatte ich mit „nicht genügend“ abgeschlossen. Das Verhältnis zu meinem Deutschprofessor drängte an den Rand der Tätlichkeit. Ließ er mich in seinem Fach doch alle Pein erleben, zu welcher ein Professor autorisiert ist, auch wenn er mich knapp passieren ließ. In den beiden folgenden Jahren bis zur Matura hatte ich den selben Chemielehrer und zwei verschiedene Professoren in Deutsch. Und was geschah nun für mich so wesentliches, was tut dies alles hier zur Sache?
In Chemie schloss ich bei eben jenem Lehrer, der mir das Schulleben ein Jahr zuvor zur Hölle gemacht hatte, mit einem „sehr gut“ ab, obgleich ich selbst genau wusste, dass ich um keinen Deut mehr chemisches Wissen hatte, als im Jahr davor. Und in Deutsch, unter beiden, darauf einander folgenden Professoren, wurde ich als außergewöhnlich begabt geführt und meine schriftliche Maturaarbeit wurde bis zum Landesschulrat hochgereicht.

Welch Erkenntnis! Gleiches, eingestandenermaßen völlig mangelhaftes Wissen erzielte bei der gleichen Autoritätsperson völlig willkürliche Beurteilung; gleiches Talent wurde durch verschiedene Autoritätspersonen völlig konträr beurteilt!

Nun die Lehr‘ aus der Geschicht‘, so schwer zu ziehen, war sie für mich nicht.

Es gibt einfach keine absolut verlässliche Orientierung, welche Erwachsene heranwachsenden Jugendlichen zu bieten haben.
Zu sehr spielen persönliche Vorlieben und Abneigungen und Prägungen eine Rolle und zu große, selbstherrliche Macht gibt sich der Große zu Lasten der Kleinen.
Und so beschloss ich von diesem Zeitpunkt an, niemanden mehr ohne meine Zustimmung über meine Identität bestimmen, niemanden mehr über mich urteilen zu lassen. Ich krönte mich selbst zum allein bestimmenden Herrn und Souverän über mein Schicksal.

Aus religiöser Sicht, sei sie christlich oder nicht, welch‘ arrogante, anmaßende Entscheidung, die zur Ausformung einer gelebten Identität führen musste, die in Wahrheit alles, jeden und sich selbst betrügt. Doch was wusste ich damals schon von Religion, was wollte ich damals schon von Religion wirklich wissen? Zu sehr war ich beschäftigt gewesen, mich gegen eine ausschließlich diesseitig ausgerichtete, mir von außen aufgezwungene Identität zur Wehr setzen, um sie beinahe nur gegen eine andere, vom verworfenen Herrn der Welt inspirierte, andere, nicht minder einseitige und ausschließlich diesseitig ausgerichtete Identität einzutauschen.
Doch Gott ist groß und noch viel größer als alles, was der Mensch je erträumen und erdenken könnte.

Und so führte mich in meiner Zeit als Student der Technischen Universität Wien, die meiner Selbstbestimmung absolut überlegene und auferlegte Bestimmung des Herrn aller Welten nach Rom, der alten Stadt, dem spirituellen Zentrum der westlichen Welt, einem der Zentren weltlicher Macht.
Und die Begegnung mit einem Diener des Allmächtigen ließ meine selbsterwirkte Identität in ihren Festen tief erschüttern. Aller Kampf gegen jene, bis anhin mir bewusst nicht vertraute Macht, die man im Deutschen allgemeinen die göttliche nennt, die unerbittlich diese falsche Selbstidentifikation infrage zu stellen und Schritt für Schritt aufzulösen begann – den Kampf dagegen vermochte ich, so sehr ich mich auch bemühte, nicht zu gewinnen. Und wenn ich das Banner der Selbstbestimmung, der konsequenten Befolgung eigener Erkenntnis nicht fahnenflüchtig weit von mir werfen und aufgeben wollte, so blieb mir letztlich – und viele Jahre wogte dieser Kampf – keine andere Wahl, als dieses Banner dem einzig wahren Souverän, besiegt und doch von falscher Identität befreit, ergeben – als Muslim – zu übergeben.

Und so brach ich denn wirklich mit meiner bisherigen einen, selbst ersonnenen Identität, befriedet und in Frieden, und brach auf mit einer neuen, der nun wirklich meinen; einer persönlichen Bestimmung, einer individuellen Identität, die ihre Vitalität und Berechtigung aus dem Willen und der Kraft des Allmächtigen bezieht und mir zu gedeihlichem Gebrauch in diesem Leben verliehen wurde.

Und so versöhnt und (v)erklärt sich zum guten Schluss der leidige Arbeitstitel „gebrochene Identität“ mit dem Bild einer Raupe ganz eigener Art, welche aus selbstgewirktem, wahrlich identitätsbestimmendem, selbstgesponnenem Kokon, hinein in ihr neues, natürliches Dasein bricht, um freudig wiegend im Spiel der Winde, im Wechsel, zwischen aus eigener Kraft und durch fremde Macht durch die Lüfte, durch Raum und Zeit getragen zu werden, sich dem Auftrag befruchtenden Schöpfungswerkes hinzugeben.

Falsche Identität, wie tote Schale bricht, wenn wahres Leben bricht sich seinen Weg zum Licht!

Zitat


Hanspeter Ernst, Herausgeber LAMED hat folgendes geschrieben:
Sie haben einen sehr persönlichen Essay geschrieben, der zum Nachdenken anregt. Denn obwohl persönlich, ist der Artikel exemplarisch, und das ist es, was ich mir von einem Artikel dieser Art auch erwünsche.
Haben Sie herzlichen Dank dafür.
Ihnen alles Gute.

Mit freundlichen Grüssen verbleibe ich Ihr
Hanspeter Ernst

WAS ist POLITISCHER ISLAM?

WAS ist POLITISCHER ISLAM?

Eine Frage von Schweizern an die Muslime. Eine Frage, welche offenbar die Gesellschaften interessiert.
Nicht leicht zu beantworten ist sie überdies, gilt es doch als allgemeines Wissensgut:
“Der Islam trennt nicht Religion von Politik”. Also kann es eigentlich nur politischen Islam geben,oder nicht?
An dieser Stelle soll nun dieser Frage aus muslimischer Sicht, aber auch aus der Sicht jener nachgegangen werden, die als Nichtmuslime herrlich definieren, was unter “politischem Islam” zu verstehen sei.
Beginnen wir mit einer Recherche im Netz: http://hpd.de/node/6849
Ein Buch, ein Titel: Handlungsstrategien des politischen Islamismus.
Der Sammelband, „Politischer Islam im Vorderen Orient. Zwischen Sozialbewegung, Opposition und Widerstand“ enthält allgemeine Analysen und Länderstudien zur Entwicklung des Islamismus.
Ohne lange auf Einzelheiten einzugehen, wird sofort klar und ersichtlich, WIE gedacht, WIE publiziert wird:
“Politischer Islam entwickelt den ISLAMISMUS.”
Man spricht über “politischen Islam” und meint “Islamismus“. Man spricht über Islamismus und meint Islam (politisch oder nicht – aber eigentlich schon …).
Weiter im Zitat:
„Islamisten sind nicht als Akteure sui generis zu begreifen; vielmehr sind sie rationale Akteure, die zwar ihren ideologischen Bezugspunkt in der Religion des Islam finden, unter anderen Aspekten aber durchaus mit ideologisch anders ausgerichteten Gruppen vergleichbar sind.” “Dies gilt insbesondere
für die Deutung des Islamismus als soziale Bewegung, die sich sowohl gegen autoritäre Herrschaft wie gesellschaftliche Probleme richtet.”

Hier bekommen wir das nächste Stichwort, “ideologisch“.

Bitte weiterlesen unter: HIER

10 Jahre nach dem JA zur MINARETTINITIATIVE

Eine Aktion, welche die Verfassung änderte – in der Seele, im Kopf, im Herzen, im Umgang miteinander und first but least – in der Schweizer Rechtsverfassung.

Und vergesst nicht – WTC 7 (die anderen so wie so nicht) wurde nicht gesprengt, sondern … hmmm … irgendetwas und irgendwie hat es bestimmt mit Muslimen zu tun.

Allah (ta) offenbart im Qur’an: […] „Wahrlich, Allah ändert nicht den Zustand eines Volkes*, bis sie das ändern, was in ihnen selbst ist.“ […] (Sure 13, Vers 11)

* ein allgemeiner Begriff, womit jedes Volk der Erde gemeint ist … nachdem die Welt ein Dorf geworden ist, which US belongs … möge man unsere Zukunft erwägen oder nicht doch lieber in EIGENINITIATIVE (MIT)GESTALTEN … als INDIVIDUUM selbstverständlich und klar als GEMEINSCHAFT … ist doch das EINE ohne das ANDERE weder denkbar noch (er)lebbar. 🙂

Warum fehlt der Mut? Aus ANGST vor Armut und Ausgestoßen sein, vor Folter, Gefängnis und Tod?
Oder gar aus ANGST vor Freiheit von „KONSUMZWANG und KADERGEHORSAM“ und Unabhängigkeit von den „GROSSEN LÜG(N)E(R)N und BETRÜGE(R)N …“?



Obama said: WE CAN – and he/they could not
We do not say: WE CAN – but we could ..
. if we only WOULD

Neue Zürcher Beisetzungsregelung für Muslime

Ab sofort sind das Gemeinschaftsgrab Muslime für die ganz Kleinen wie auch die Mietgräber mit Ausrichtung Mekka für Bestattungen bereit.

Rolf Steinmann, Leiter Bestattungs- und Friedhofamt hat folgendes entschieden:

Beisetzungsanspruch im Gemeinschaftsgrab Muslime für die ganz Kleinen haben

–       Kinder muslimischen Glaubens, deren Eltern in Zürich wohnen. Sie haben Anspruch auf unentgeltliche Leistungen der Stadt gemäss RBF, Art. 19.

–       Kinder muslimischen Glaubens, deren Eltern nicht in Zürich wohnen, (auch ohne Anschlussvertrag), sofern der Aufwand für Grabplatz, Grabarbeiten, administrativer Aufwand und Unterhalt im Voraus bezahlt werden. Die Kosten belaufen sich Total auf Fr. 972.00 (Stand 1.8.2019), aufgeteilt auf Grabplatz Fr. 400.00, einmaliger Unterhalt für die gesamte Grabesruhe Fr. 400.00 und Grabarbeiten Fr. 172.00.

–        In den Mietgräbern mit Ausrichtung Mekka können alle Personen beigesetzt werden, unabhängig des Wohnsitzes. Es gelten die Vorgaben wie bei allen anderen Mietgräbern. Es ist besonders Merkblatt 4 und 7 zu beachten. Für nicht in Zürich wohnhaft gewesene  Verstorbene sind die Kosten vorgängig zu begleichen.

LINK zu den MERKBLÄTTERN

Aktualisierter ONLINE-ZUGRIFF

Im August, 2019

AUFSATZ: Der bewaffnete Kampf im Islam

Hier eine Weiterführung zum Thema:

AUFSATZ: Der bewaffnete Kampf im Islam

OM KARIM fragte:

Salam, ich habe den Aufsatz nun 2x durchgelesen und hoffe ihn wie gemeint verstanden zu haben.

Meine Frage wäre nun, im Falle eines islamischen korrekten Staates, wäre es also legitim den weniger islamische Nachbarstaat mit Waffengewalt zu erobern, nach der islamisch korrekten Vorgehensweise, auch wenn keine Bedrohung von diesem ausginge?

Liebe Sandra, M. Hanel, möge Gott euch belohnen für eure Mühen!

Asalamualeikum

HANELs ANTWORT:

Alaikum Salam Schwester

Eine im Grunde einfache Frage.

Einen (Staats)Nachbarn anzugreifen, von dem KEINE Bedrohung ausgeht, scheint mir keinesfalls islamisch gerechtfertigt zu sein.

Kurz gesagt: Abessinien sei mir hier die deutliche Untermauerung meiner Aussage durch das vom Propheten (a.s.s.) geprägte Beispiel.

Noch einige Worte zum Artikel der mir unbekannten Schwester Sandra – ich schätze ihren Einsatz – das Wort Ideologie verwende ich niemals im Zusammenhang mit einer Religion, da eine Ideologie stets auf dem alleinigen Denken des Menschen gründet. Die Religion aber im transzendenten Urgrund – dem Schöpfer.

Zur „Eroberungsstrategie“ habe ich mal vor einigen Jahren einen Aufsatz geschrieben. Vielleicht ist dieser auch in der einen oder anderen Hinsicht hilfreich.

https://hanelislam.com/2014/12/15/islam-strategie/

OM KARIM fragte weiter:

Asalamualeikum, noch zwei Fragen, die mir schon öfter gestellt wurden und auf die ich noch keine, auch für mich nicht, befriedigende Antwort gefunden habe.

Sind Schutzbedürftige in einem Kalifat den Muslimen gegenüber benachteiligt?

Was geschieht mit Angehörigen von nicht Buchreligionen?

Ma alf salama

Om Karim

HANELs ANTWORT:

Liebe Schwester, wa alaikum Salam

2 Fragen, besonders die zweite, von welchen ich denke, dass sie von den Gelehrten im heutigen historischen Kontext neu formuliert werden müssten. Auch ich vermisse diesbezüglich klare Antworten, gestehe aber, dass ich nicht sonderlich intensiv danach geforscht habe.

Erlaube mir meine Ansichten diesbezüglich darzulegen und lasse mich gerne belehren, sollte ihnen aus theologischen Gründen widersprochen werden müssen.

Sind Schutzbedürftige in einem Kalifat den Muslimen gegenüber benachteiligt?

Das kommt auf die Definition der Benachteiligung an.

Kurz gesagt, sind „Dhimmis“, Schutzbefohlene im islamischen Staat vollwertige Staatsbürger mit einigen Einschränkungen:

Militärdienst:

Sie sind NICHT verpflichtet, den Militärdienst zu leisten – unter bestimmten Umständen kann ihnen dies allerdings zugestanden (wobei ihnen die Dschiziya erlassen wird) oder auch gänzlich verwehrt werden.

Steuern:

Sie sind NICHT verpflichtet, die islamische Zakat (Vermögenssteuer zugunsten definierten empfangsberechtigten Empfängern) zu entrichten.

Aus diesen beiden Ausnahmen, welchen die muslimischen Staatsbürger unterworfen sind, wird von den Dhimmis die Dschiziya („Wehrersatzsteuer“) eingehoben. Auch hier sind vollständige Ausnahmen möglich (z.B. chr. Mönche).

Es darf angemerkt werden, dass die Dschiziya oft weniger ausmachte, als die durchschnittliche Zakat, die von Muslimen eingehoben wurde. Daher kann man hier NICHT wirklich von einer (finanziellen) Benachteiligung reden.

Politik:

Dhimmis sind staatliche Ämter nicht verwehrt – ausgenommen das Amt des Staatsoberhauptes, des Kalifen.

Wenn man also den Ausschluss vom Militärdienst, geringe Personenstands- oder Wehrersatzsteuer und die Unmöglichkeit Staatsoberhaupt zu werden als Benachteiligung ansieht … nun denn.

Religion:

Die Anhänger der Buchreligionen dürfen im Prinzip ihre religiöse Riten ungestört ausüben (Kirchen-, Synagogenbetrieb, Familienrecht, Erbrechtsfreiheit, Bestattung, …) – das heißt, dass die Gemeinschaften der Buchreligionen grundsätzlich den Status der ÖFFENTLICH RECHTLICHEN ANERKENNUNG im ISLAMISCHEN STAAT genießen. Ziemlich fortschrittlich, nicht wahr? Davon können die muslimischen Gemeinschaften im, in der „FREMDEN-LAND“ heute weltweit nur träumen.

Handel:

Jeglicher Handel und sonstige staatsbürgerliche Betätigung steht den Dhimmis völlig frei.

Nun zur zweiten Frage, die auch für mich die heiklere ist.

Was geschieht mit Angehörigen von nicht Buchreligionen?

Ein bekanntes religiöses Oberprinzip im Islam lautet:

„KEIN ZWANG zum GLAUBEN“ (2:256) oder „Euch EUER GLAUBE, mir MEIN GLAUBE“ (109:6)

Oberprinzipien sind dazu da, um bei spezifischen Fällen als Richtlinien zu gelten. Die Frage, ob sich dies NUR auf Leute der Buchreligionen bezieht, ist für mich wirklich eine akademische und natürlich mit NEIN zu beantworten (bezieht sich obiger Vers denn nicht auf „Mushrikun“ (Götzenverehrer) und „Kafirun“ (Glaubensverweiger)?)

Begründung:

Sind die Leute des Buches doch im Verständnis den Muslimen, dem Islam viel näher als Menschen anderer Religionen und mögen der klaren Rechtleitung nicht folgen und KÖNNEN ihrer STURHEIT, EINbildung, … wegen den Islam nicht annehmen und DÜRFEN (daher) NICHT zur ANNAHME gezwungen werden. Wäre eine NICHTFREIWILLIGE Annahme des Islams und die im Prinzip unfreiwillige Aufnahme in die muslimische Gemeinschaft letztlich doch gesellschaftsdestabilisierend und wirkte religionszersetzend – dies gilt umso mehr, wenn solch eine zwanghafte Aufnahme und Annahme des Islam Menschen aufoktroyiert würde, die z.B. einer Naturreligion in Papua Neuguinea (zu meiner Schulzeit nannte man diese Leute noch „Menschenfresser“ und heute gibt es doch MUSLIME unter ihnen) aufzwingen wollte.

NUR die FREIWILLIGE Annahme des ISLAM „macht“ einen MUSLIM!

Hier ist auch noch zu berücksichtigen, dass die Frage, ob der Staat, der Stamm (von Anhängern einer Nichtbuchreligion) von Nichtmuslimen, von welchen KEINE Gefahr ausgeht, angegriffen werden darf – mit einem klaren NEIN beantwortet wurde (was bei ausgewiesenen Kopfjägern allerdings und womöglich als fraglich zu bezeichnen wäre).

Ein Teil Papua Neuguineas ist heute Teil des indonesisch muslimischen Staatsgebietes – und ich denke, dass die Leute dort halbwegs ordentlich, gemäß islamischen Prinzipien behandelt werden (mir ist nichts Gegenteiliges bekannt). Ein Teil verharrt in ihrer traditionellen Kultur, einige wurden Christen, andere Muslime, weitere Kapitalisten … und viele sind zwischen den Fronten einsam und verloren.

Dass animistische Riten auf islamischem Staatsgebiet als Haram zu gelten haben und in der Öffentlichkeit nicht in Erscheinung treten dürfen, und Verstöße geahndet werden müssen, ist klar. Auch das säkular christliche Australien verbietet die Kopfjagd der Papuas.

Nun soweit einige Überlegungen in diese Richtung.

Ich sehe wirklich KEINE Probleme in der Umsetzung der islamischen Aqida (Glaubensgewissheit), um eine menschliche, gerechte und friedfertige Weltgemeinschaft zu bilden … allerdings mit blinder Gewalt wird dies nie und nimmer funktionieren.

NOTHELFERKURS – NEUE WEBSITE

Habe – mit 62 Jahren die FAHRLEHRERAUSBILDUNG begonnen und stehe nun im PRAKTIKUM und habe den PRAKTISCHEN TEIL der eidgen. Prüfung bestanden und … darf fast ALLES TUN … nur keine schriftliche WERBUNG … daher ruft mich doch an Leute (078 696 98 85), um zu hören, wie wir miteinander arbeiten können.

Die Ausbildung zum NOTHELFERKURS – INSTRUKTOR habe ich abgeschlossen und biete nun diese KURSE im eigenen KURSLOKAL in ZÜRICH – WOLLISHOFEN an.
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Seid doch so lieb und verbreitet diese Botschaft weiter und singt für mich das Werbelied – IHR werdet’s seh’n, das macht Euch und mich bestimmt lustig – froh und heiter.

Und der ERSTE SCHRITT zum FÜHRERAUSWEIS wär‘ dann schon getan.
Also schreibt ein MAIL oder ruft mich an.

Mit besten Grüssen
Euer M. M. HANEL

AKTUALISIERUNG:
Habe mich in die Pension verabschiedet.
Meine Frau SOKAINA, Master in Pflegewissenschaft und ebenfalls NOTHELFERINSTRUKTOR führt die NOTHELFERKURSE weiter.
Bleibt uns treu 🙂

E-MAIL: m.hanel@gmail.com

WEBSITE: https://www.nothelferkurs-hanel.ch
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GRUNDLAGEN des WIRTSCHAFTENS

Über die WIRTSCHAFT
Ernste Gedanken eines Besorgten

GRUNDLAGEN zur ENTWICKLUNG des WIRTSCHAFTSSYSTEMS für das 21. JD. n.C., 1421 n.H.
(Ein „säkularer“ Beitrag)

Wir, sehr geehrter Leser, so nehme ich an, sind ziemlich einig in der Einschätzung der prekären ökonomischen, ökologischen Situation, in welche sich der „Homo sapiens“, wie er sich selber nennt, am Ausgang des 20. Jhd. selbst hin manövriert hat.
Wir sind uns wahrscheinlich auch einig, dass die Lösung der ökologischen Frage, nur Hand in Hand mit der Lösung der ökonomischen Frage einhergehen kann. Denn noch ist es so, dass nicht die Vernunft in erster Linie das Handeln der Menschheit bestimmt, sondern es immer noch das Geld ist, welches „anschafft“, den Ton angibt und die Befehle erteilt.

Da es nun feststeht, dass das globale ökologische Problem, so es keiner Lösung zugeführt wird, eher düstere Zukunftsprognosen erlaubt, sollte es unbedingt möglichst bald, um nicht zu sagen „sofort“ beherrscht werden. Daraus ergibt sich der zwingende Schluss, das globale Wirtschaftsdenken dermaßen zu verändern, dass es z.B. ökologisch erforderliche Investitionen anregt und nicht, wie bislang aus falsch verstandenem Profitüber­le­gungen zu verhindern in der Lage ist.

Der wirtschaftliche Komplex beinhaltet neben der biologischen Komponente, zumindest noch zwei weitere. Nämlich den philosophischen und den technischen Aspekt. Die Philosophie hat zu beantworten WAS geschieht bzw. geschehen soll und die Technik hat zu bestimmen, WIE die definierten Absichten zu verwirklichen sind. Der eine legt fest was und wie viel, von und für wen produziert wird, der zweite definiert den Weg, wie produziert und verteilt wird.

Es ist wesentlich zu verstehen, dass die heutige vernetzte wirtschaftliche Abhängigkeit der Völker untereinander, ein möglichst im Konsens, abgestimmtes Vorgehen verlangt, so diese sich doch noch wirklich für ein friedliches Miteinander entschließen.

Um also ein gerechtes, stabiles und möglichst reibungslos funktionierendes Wirtschaftssystem für die Zukunft überhaupt entwickeln zu können, ist es unabdingbar, dass die daran teilnehmenden Personen und Völker, gleiche, oder bekanntermaßen kompatible Vorstellungen über den Gebrauch des wirtschaftlichen Systems und dessen Ziele entwickeln. Dies ist insofern wesentlich, da menschliches Handeln ohnehin stets unvollkommen bleiben wird und daher ständig die Notwendigkeit besteht, zu improvisieren und kreativ zu bleiben. Eigenschaften, die bei Überstrapazierung zu einer drastischen Abnahme der Kooperationsbereitschaft zwischen Menschen führen und daher auf ein Minimum im wirtschaftlichen Handeln zu beschränken sind.

Wenn nun die philosophischen Prinzipien des Wirtschaftens definiert werden sollen, ist die Frage nach den allgemein anerkannten Zielen und den Regeln zu stellen, und durch welche „Denkensart“ diese zu verwirklichen sind. Diese wirtschaftlichen Verkehrsregeln legen alsdann fest, welche wirtschaftlichen Tätigkeiten, d.h. Unternehmen, Investitionen, Vorrang vor anderen haben. Bei Missachtung des Vorranges, werden selbstverständlich die gleichen Konsequenzen fällig, wie es bei der Übertretung von Straßenverkehrsregeln üblich ist. Es ist zu büssen!

Der alles entscheidende Punkt dabei ist, WIE sehe ich meinen Nächsten in wirtschaftlicher Hinsicht. Ist er mein Partner, mein Mitbewerber, mein  Konkurrent, den es auszustechen gilt oder sehe ich ihn gar als meinen Feind oder Sklaven und unterwerfe ihn meiner Macht und Kraft, meinen wirtschaftlichen Sanktionen, bis hin zu seinem Untergang?

Es ist die letztendliche Botschaft aller ethischen Sozialbewegungen, jedes Individuum darauf hinzuweisen, dass der Nächste man selbst sein könnte und man sein Verhalten ihm gegenüber dementsprechend ausrichten solle. Es ist jene Botschaft, welche das Bewusstsein einer wirklichen Brüderlichkeit der Menschen untereinander bewirken soll. Im Allgemeinen besser als „Kategorischer Imperativ“ oder „Goldene Regel“ bekannt.

Die erste umfassende Regel den wirtschaftlichen Umgang miteinander festlegend, hat, gemäß der menschlichen komplexen Veranlagung, sowohl den individuellen und kollektiven Eigennutz, wie auch den humanitären, nun global gewordenen Gemeinnutz zuzulassen, wobei dem Gemeinnutz im Entscheidungsfall der Vorrang einzuräumen ist. (Linienbusse haben ja auch beim Ausscheren aus der Haltestelle Vorrang gegenüber dem fließenden Individualverkehr.)

Die zweite Regel umfasst die Einstellung des Einzelnen zu anderen Individuen.
Wählt man gesunde Konkurrenz als Basis des miteinander Handelns, so soll dies ruhig geschehen, wenn unter Beachtung der ersten Regel, man Konkurrenz als ein faires gemeinsames Streben nach dem „Guten mit besten Mitteln“ versteht. Sportlicher Wettkampf ist allen Völkern bekannt. Fairness und Ritterlichkeit waren und sind allemal noch Tugenden bei allen Völkern dieser Erde und bilden daher eine allgemein zugängliche Verständigungsgrundlage auch in wirtschaftlichem Handeln.

Die Schwierigkeit der Masse der heute lebenden Menschen besteht darin, sich als Einheit zu begreifen. („O Ihr Menschen“) Um jedoch global intelligent zu handeln, d.h. Produktion und Distribution nach rationalen und „menschlichen“ Gesichtspunkten zu gestalten und nicht irrational egozentrisch, wie zweifellos zur Zeit vorherrschend, ist diese einheitliche Sicht von der Mehrheit einzunehmen. Die auf dieser Welt einerseits vorherrschende Überproduktion und der Mangel andererseits, ist der schreiende, unlautere Beweis der praktizierten Irrationalität durch die aktive Menschheit und ihre gelehrten Proponenten.

Vielleicht ist es unter anderem der Verdienst des Genre der Science Fiktion im 20. Jhd., der Menschheit den nötigen Anstoß zu geben, zu jener ganzheitlichen Betrachtungsweise des Beziehungsgeflechtes in welches sie eingewoben ist und ihrer selbst zu gelangen, durch welche sie sich, trotz aller individueller Unterschiede, als eine einzige (und hoffentlich „-artige“) Spezies erlebt, und dadurch sich bereit machte, zum eigenen Wohl als homogener Organismus zu handeln.

Man stelle sich vor, es gäbe außerirdische Rassen, welche mit uns Handelsbeziehungen einzugehen gewillt sind. Schon hätten wir die Motivation als TERRANER an einem Strang zu ziehen, um zu kooperieren, anstatt staatlich sanktioniert, einander zu ruinieren und zu massakrieren.

Dann könnte es nicht mehr allgemein zulässig bleiben, dass einzelne Personen, Konzerne oder andere Rechtsgebilde, vom egozentrischen „Alles nur für sich haben wollen“ geleitet, auf Kosten, Gesundheit und Leben anderer, die mögliche Gesamtproduktivität und Ressourcen mit allen Mitteln, einschließlich der gegenseitigen Zerstörungsmöglichkeiten, auf ihre Seite reißen dürfen.

Dann erst steht nicht mehr der maximale Gewinn für Einzelne, sondern der absolute Gewinn für die gesamte Menschheit als anerkanntes Wirtschaftsziel fest.

Hat uns einmal die Begeisterung für die „einheitliche, ganzheitliche“ Sicht gepackt, so wird sie der Antrieb, tatsächlich richtige Entscheidungen zu treffen, individuell, gesellschaftlich, politisch und wirtschaftlich. Leicht wird dann die Erkenntnis, dass für eine Menschheit, die Wirtschaft als ein alle Beteiligte berührender Kreislauf funktionieren muss, um deren und ihr ganzes Potential erfassen bzw. entfalten zu können.

Und damit ist auch schon die Aufgabe des Geldes, des Wirtschaft vermittelnden Zahlungsmittels, zwar erst im Ansatz, so dennoch deutlich umrissen.

Geld wird nun in erster Linie nicht mehr als der stimulierende Anlass für wirtschaftliche Tätigkeiten angesehen, sondern als bloß verrechnender und bezeugender Begleiter wirtschaftlicher Transaktionen.
Damit ist auch klar, dass Geld keinesfalls als etwas, mit der Tendenz zu kumulieren, verstanden werden darf oder braucht. Auch muss es nach letztlich getaner Arbeit nicht als Gewinn übrig bleiben, sondern als Beleg.
Geld bleibt was es wirklich war und ist (ein Beleg, ein Mittel, ein Mittler)  – der Gewinn ist: WAS geschaffen wurde.

Sehen wir das Geld – vielmehr als Transportmittel, wie das Blut als den Träger aller Nährgüter im Kreislauf einer organischen Einheit.

Weder soll es ruhen, noch darf sein Umlauf stocken, auch unkontrolliert vermehren oder in seiner Menge abnehmen darf es nicht, um die Lebensfähigkeit „seines“ Organismus aufrecht zu erhalten.

Die Natur ist, bleibt und sei der Lehrmeister der Menschen. An ihrem Wirtschaften hat sich das Wirtschaften des Menschen auszurichten. So wie in der Natur das im zyklischen Kreislauf geführte Wasser in seiner Gesamtmenge seit Millionen Jahren unverändert bleibt und dennoch in dieser Zeit Trilliarden über Trilliarden Lebewesen mit frischen Nährstoffen versorgte und am Leben erhielt, so sei die Funktion des Geldes verstanden und konzipiert.
Dieses Beispiel, lieber Leser, ist in seiner umfassenden Bedeutung Ihrem Verständnis dringend anempfohlen. Jenen, die nicht hören, begreifen und folgen wollen – sei als letzte Mahnung die dramatische Geschichte Noahs in Erinnerung gerufen.

Hanel,1997
Überarbeitung 1/2006/2018

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Über das Wirtschaften, zu den Wurzeln seines monetären Beginns, sein wahres „KÖNIGSKLEID“, …

NOTHELFERKURSE in ZÜRICH

Habe – mit 62 Jahren die FAHRLEHRERAUSBILDUNG begonnen und stehe nun im PRAKTIKUM … darf fast ALLES TUN … nur keine schriftliche WERBUNG … daher ruft mich an Leute, um zu hören, wie wir miteinander arbeiten können.

Die Ausbildung zum NOTHELFERKURS – INSTRUKTOR habe ich abgeschlossen und biete nun diese KURSE im eigenen KURSLOKAL in ZÜRICH – WOLLISHOFEN an. Sollte sich eine Gruppe über 5 Personen anmelden, gibt es zusätzlich einen Gruppenrabatt.

Seid doch so lieb und verbreitet diese Botschaft weiter tund singt für mich das Werbelied – IHR werdet’s seh’n, das macht Euch und mich bestimmt lustig – froh und heiter.

Und der ERSTE SCHRITT zum FÜHRERAUSWEIS wär‘ dann schon getan.
Also schreibt ein MAIL oder ruft mich an.

Mit besten Grüssen
Euer M. HANEL
Nothelfer_Flyer

VIOZ – Medienmitteilung

VIOZ – Verein Islamischer Organisationen Zürich, 20.12.2017, 12:40

CVP-Präsident Pfister hält fest an einer unkonstruktiven Identitätspolitik

Medienmitteilung:

Zürich, 19. Dezember 17

Aus aktuellen Medienberichten (Sonntagszeitung, NZZ) kann entnommen werden, dass der CVPPräsident Gerhard Pfister offenbar an einer oberflächlichen und unkonstruktiven Identitätspolitik festhält. Pfister scheiterte bereits 2015 und 2016 dabei eine ähnliche Debatte in Gang zu bringen, als er die Behauptung aufstellte «Muslime würden zur Schweiz gehören, der Islam aber nicht» und dass universell-humanistische Entwicklungen und Werte wie die Aufklärung und unsere modernen Vorstellungen von Freiheit, Gleichheit und Solidarität lediglich christlichen Ursprungs seien.

Es scheint nun so, als ob Gerhard Pfister um jeden Preis eine öffentliche Profilierung anstrebt, in dem er erneut entgegen den Grundprinzipien unseres liberalen, freiheitlichen und demokratischen Rechtsstaates Repressionsmassnahmen gegenüber andersgläubigen Mitbürgerinnen und Mitbürgern fordert.

Laut NZZ (17.12.2017) sind die folgenden Punkte in diesem Wertepapier enthalten. Der Klarheit halber möchten wir auf jeden einzelnen Punkt eingehen:

«�� Die Errungenschaften unseres modernen Rechtsstaates sind unantastbar und gelten für alle Menschen in der Schweiz. Bereits 2005 haben sich die VIOZ und ihre Mitgliedsorganisationen in einer Grundsatzerklärung bedingungslos unter anderem für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte ausgesprochen.

«�� Die CVP toleriert kein Parallelrecht und keine Parallelgesellschaften in der Schweiz. Schiedsgerichte, welche die Grundlage für zweierlei Recht bilden, lehnen wir ab (beispielsweise die Scharia). Weder die VIOZ, noch ihre Mitgliedsorganisationen fordern ein Parallelrecht oder Parallelgesellschaften. Wir stehen dezidiert in Wort und Tat für die Integration, den gesellschaftlichen Frieden und den interreligiösen Dialog.

«�� Von religiösen Rechten sind keine zivilen abzuleiten. Die Religionsfreiheit wird durch unsere Verfassung und die Gesetze garantiert. Das heisst aber nicht, dass mit Berufung auf die Religion Rechte abgeleitet werden dürfen, die der EMRK und unserem Rechtsstaat widersprechen.

Die Europäische Menschenrechtskonvention und die Bundesverfassung garantieren die Freiheit der individuellen und kollektiven Ausübung der Religion und Weltanschauung, sowohl öffentlich, als auch privat. Einschränkungen von Grundrechten bedürfen laut der schweizerischen Bundesverfassung einer gesetzlichen Grundlage. Sie müssen durch ein öffentliches Interesse oder den Schutz von Grundrechten Dritter gerechtfertigt und verhältnismässig sein. In diesem Sinne steht die VIOZ entschieden für den gemeinsamen Rahmen des demokratischen Rechtsstaates.

«�� Wir bekämpfen fundamentalistisches Gedankengut. Wir wollen keine Hassprediger in der Schweiz. Einreise, öffentliche Auftritte, vorübergehende Besuche von Fundamentalisten sind verboten. Die strikte Kompatibilität der religiösen Lehren mit der EMRK und unserem Rechtsstaat ist unabdingbar. Wir sind gegen Gewaltextremisten und tun etwas gegen diese. Wir würden uns freuen, wenn wir in diesem Kampf statt angefeindet zu werden Unterstützung erfahren würden. Denn wir sind es die in unserer Freizeit Workshops mit Jugendlichen zu diesem Thema machen. Trotz sehr beschränkten Ressourcen leisten wir täglich persönlichen und finanziellen Beitrag zur Extremismusprävention und wir setzen uns für Musliminnen ein, die auf der Strasse zu Unrecht belästigt und aufgrund von pauschalen Verunglimpfungen rechtsradikaler Hetzer oder muslimfeindlicher PseudoexpertInnen tätlich und verbal angegriffen werden.

«�� Wir stellen uns gegen Kleidervorschriften mit diskriminierendem Charakter. Kleidungsstücke, welche die Unterordnung der Frau unter den Mann symbolisieren, lehnen wir ab. Wir stellen uns gegen ein Verhüllungsgebot und plädieren für die «Burkabefreiung». Dass das muslimische Kopftuch einen diskriminierenden Charakter habe und die «Unterordnung der Frau unter den Mann» symbolisiere ist lediglich eine patriarchal-bevormundende Lesart durch Pfister und das CVP-Komitee, welches das «Wertepapier» ausgearbeitet hat. Die absolute Mehrheit der mündigen und selbstbewussten Musliminnen in der Schweiz, die sich bewusst und in unserer liberal-demokratischen Freiheit für ein Kopftuch entscheiden, teilen diese Interpretation Pfisters und des CVP-Komitees nicht. Das Kopftuch ist die persönliche, individuelle Einhaltung eines Gebotes zwischen einem Menschen und Gott und kein Symbol der religiösen Zugehörigkeit wie etwa das Tragen eines religiösen Anhängers oder Wandschmucks und ist daher auch kein Zeichen für oder gegen einen jeweils aktuellen diesseitigen (politischen) Diskurs. Das Gebot der Bedeckung zählt aus theologischer Sicht zu den religiösen Individualgeboten und ist ein elementarer Bestandteil der religiösen Praxis und des religiösen Kultus der Musliminnen und Muslime. Offenbar streben aber Gerhard Pfister und das CVP-Komitee totalitäre Zustände an, wie sie in anderen Ländern üblich sind, in denen Frauen vorgeschrieben wird, was sie zu tragen haben und was nicht. Die Burkadebatte schlägt in dieselbe Kerbe, wobei hier zusätzlich über ein fast nichtexistentes Phänomen Verbote und Einschränkungen für religiöse Minderheiten erlassen werden sollen, die unserer freiheitlich-liberalen Demokratie diametral entgegenstehen.

«�� Frauen in Flüchtlingsfamilien spielen eine Schlüsselrolle bei der Integration. Frauen sollen bei Ausbildungs- und Integrationsprogrammen speziell gefördert werden. Wir und unsere Mitgliedsorganisationen stehen für die Gleichberechtigung von Mann und Frau. So nehmen Frauen innerhalb der VIOZ und ihrer Mitgliedsorganisationen auch konkret Führungsaufgaben als Vereinspräsidentinnen, Vize-Präsidentinnen und Vorstandsmitglieder wahr. «�� Wir führen die Debatte über unsere Werte und kulturelle Identität. Ziel und Zweck der Debatte besteht darin, uns als Gemeinwesen der Prinzipien bewusst zu werden, auf welche wir uns trotz unterschiedlichen Vorstellungen für das Zusammenleben verständigt haben. Die Respektierung dieser Prinzipien ist von Niedergelassenen wie auch von Migranten gemeinsam einzufordern.

Hier stützen wir uns auf die Leitsätze zum Verhältnis zwischen Staat und Religionsgemeinschaften, die vom Regierungsrat des Kantons Zürich erlassen wurden. Aus der demokratischen Verfassung des schweizerischen Rechtsstaates geht eindeutig hervor, dass es nicht die Aufgabe des Staates ist, innere Haltungen vorzuschreiben. Den gemeinsamen Rahmen unseres Zusammenlebens bilden die Gesetze. Das allgemeingültige Recht verbindet die verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen und bildet den gemeinsamen Bezugspunkt für Mitglieder des Gemeinwesens. Der Staat gibt keine Leitkultur vor, denn seine Leitkultur ist die Rechtsordnung selbst.

Die Vision des Säkularismus, die Gerhard Pfister vorschwebt, ist aber sehr speziell. Für ihn muss nämlich nicht der Staat konfessionell neutral sein, sondern der und die einzelne Einwohner/in des Staates. Der Staat kann und soll nach den Ansichten von Herr Pfister anscheinend die Befugnis haben, für oder wider ein bestimmtes konfessionelles oder weltanschauliches Bekenntnis zu stehen. Als Historiker müsste Herr Pfister jedoch wissen, dass die jetzige demokratisch-freiheitliche Rechtsordnung der Schweiz ein Resultat langwieriger Konfessionsund Kulturkämpfe ist. Weshalb er einen solchen Kulturkampf erneut herbeizusehnen scheint ist darum besonders schleierhaft. Einmal mehr sind wir aufgefordert, unsere Standpunkte zu wiederholen und zu bestätigen. Unsere Einstellung gegenüber dem Rechtsstaat, der Demokratie, den Menschenrechten, der Gleichberechtigung von Mann und Frau und der Distanzierung von jeglichem Extremismus und Gewalt hat sich im Laufe unseres über 20-Jährigen Bestehens als VIOZ nicht geändert. Statt sich für ein friedliches Zusammenleben, unabhängig der Religionszugehörigkeit und Weltanschauung auszusprechen, werden muslimische Bürgerinnen und Bürger mit diesem CVP-Papier erneut auf platte und unbelegte Vorurteile reduziert. Der Mensch ist in seiner Ganzheit zu respektieren und Teil seiner Ganzheit ist auch seine religiöse Überzeugung. Der Staat garantiert dem Menschen jeden Teil seiner Ganzheit zu leben, solange sich der Mensch an die Regeln der Rechtsordnung hält.

Als VIOZ halten wir mit unserer täglichen Arbeit und unserer geistigen Haltung weiterhin fest an einem Kurs des gesamtgesellschaftlichen und interreligiösen Dialogs. Wir sind der Überzeugung dass eine konstruktive und lösungsorientierte Politik viel zukunftsträchtiger ist, als Forderungen nach einer sogenannten «Leitkultur» und weitere Repressionsmassnahmen gegenüber Minderheiten.

Quelle: https://www.kath.ch/medienspiegel/cvp-praesident-pfister-haelt-fest-an-einer-unkonstruktiven-identitaetspolitik/