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Islam-Vertreter wünschen sich mehr Austausch statt Verbote

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Islam-Vertreter wünschen sich mehr Austausch statt Verbote

Artikel in der Limmattaler Zeitung – VIOZ Interview

Sehr geehrter Herr Krebs (Tagesanzeiger)

Aus Österreich und aus dem Krankenbett nur kurz:

– Stellen Gesichtsschleier in der Schweiz ein Problem dar?
HANEL:
Nein – kein objektives Problem, da für die amtliche Identitätsprüfung der Niqab vorübergehend gelüftet wird und auch – Gott sei Dank – keine muslimische Frauen bislang auf Demonstrationen als vermummte Steinewerfer ausgemacht werden konnten.


       Was für eine Gesinnung steckt hinter der Initiative?
HANEL:
Es darf mit Recht angenommen werden, dass es sich hier um eine weitere populär populistische Aktion gegen Islam und Muslime handelt.

       Wie steht die VIOZ zur Initiative?
HANEL:
Da es bedauerlicherweise KEINE direkten Kontakte zu den Initianten und den unterstützenden Parteien gibt, um die verschiedenen  dringenden Angelegenheiten persönlich, wie es unter verantwortungsbewussten Staatsbürgern eigentlich sein sollte, zu besprechen – mit großem Bedauern und etwas Unmut. Ich vermisse es sehr, dass die politischen Parteien es bislang nicht wagten, auf den seit Jahren vorgetragenen Vorschlag einzugehen, regelmässige Treffen zu vereinbaren, an welchem je ein offiziell nominierter Vertreter der relevanten politischen Parteien und mindestens ein muslimischer Vertreter die anstehenden Problematiken besprechen und sukzessive Lösungsvorschläge einbringen, gemeinsam debattieren und anschließend ihren Gesellschaften zur Begutachtung vorlegen. DAS wäre ein der Schweiz würdigeres Vorgehen, als ständig aus der eigenen Ecke dem sozialen Frieden querzuschießen.

MfG Hanel

Interview zum 20-jährigen VIOZ Jubiläum

Vereinigung Islamischer Organisationen:
Der lange Weg zur Integration

Link zum Zeitungsbeitrag Limmattaler Zeitung
Hier geht’s zur Druckversion

Original Interview von Matthias Scharrer mit VIOZ Sprecher Muhammad HANEL:

Sehr geehrter Herr Hanel,
wie eben besprochen, arbeite ich für die Limmattaler Zeitung an einem Artikel zum Vioz-Jubiläum und wäre froh, wenn Sie heute möglichst bald zurückrufen könnten. Es geht um folgende Fragen:

-Was waren die Gründe für die Vioz-Gründung 1995?

HANEL:
VIOZ wurde 1995 in Stadthaus Zürich geboren. Als Geburtshelfer wirkte Dr. Peter Wittwer, der ehemalige Stadtbeauftragter für Ausländerfragen. Stadt und Kanton brauchten einen Ansprechpartner für Friedhoffragen und die bestehenden vorwiegend ethnischen Verbände haben sich unter der Führung von Dr. Ismail Amin und Dr. Hassan Hatiboglu geeinigt VIOZ als Dachorganisation zu gründen und als Sprachrohr für alle Muslime in Kanton Zürich zu erklären. Dabei gab es drei Hauptziele:

  • Friedhöfe bzw. Grabfelder für Muslime zu ermöglichen.
  • Die Voraussetzungen für die öffentlich-rechtliche Anerkennung zu schaffen.
  • Eine stadtwürdige Moschee in Zürich zu bauen, um Muslime aus den Hinterhöfen zu holen und Stadtbesuchern einen klaren Gebetsort  anzubieten.

– Was sind die wichtigsten Errungenschaften aus der 20-jährigen Vioz-Geschichte?

HANEL:
Bei der Friedhof Frage ist einen Durchbruch in Wittikon und Winterthur erzielt worden und das galt als Motivation für die Muslime sich vermehrt für eigene Ziele, aber auch ehrenamtlich für der Gesellschaft zu engagieren.

Was sind die Ziele von Vioz für die Zukunft?

HANEL:
Vorgesehen für die Zukunft ist, die noch nicht verwirklichten Ziele zu erreichen und das Engagement für die ordentliche Integration der Muslime zu verstärken. Dabei wird auch daran gedacht, einen “Runden Tisch” mit Verantwortlichen der politischen Parteien zu etablieren, um anstehende Fragen, die  Muslime und den Islam betreffend, kompetent und sachlich zu besprechen und wahrgenommene Probleme möglichst im Konsens nachhaltig zu lösen.

Sehr geehrter Herr Hanel,
Vielen Dank für Ihr E-Mail. Dazu drei Rückfragen:

  1. Welche Hürden sind zu überwinden, um die öffentlich-rechtliche Anerkennung zu schaffen – und in welchem Zeitraum könnte dies geschehen?

    HANEL:
    Bevor die juristische öffentlich-rechtliche Anerkennung zu erlangen ist, hat die gesellschaftspolitische Anerkennung einen bestimmten Grad der wohlwollenden Akzeptanz zu erreichen, Davon sind wir im Augenblick weit entfernt. Vielmehr nimmt die gesellschaftliche Bereitschaft eine muslimische Gemeinschaft öffentlich-rechtlich anzuerkennen drastisch ab. Über einen Zeitraum kann daher nur spekuliert werden. Jedenfalls haben wir in Zürich wahrscheinlich über Jahrzehnte und nicht über Jahre zu reden.
  2. Warum sind die Bemühungen, eine „stadtwürdige Moschee in Zürich zu bauen“, bisher nicht vorangekommen?

    HANEL:
    Bislang konnte weder ein geeigneter Bauplatz, noch die finanziellen Ressourcen gefunden werden, die einen unabhängigen Betrieb garantieren könnten.

  3. Hat Vioz schon Parteien für den von Ihnen erwähnten „Runden Tisch“ kontaktiert – wenn ja: wie waren die Reaktionen?

    HANEL:
    Es gab Kontakte bis hin zur Nationalratsebene. Leider, so scheint es, ist man aus Gründen, über die man nur spekulieren kann, nicht bereit, politische „Nägel mit Köpfen“ zu machen. Allerdings eines ist klar – und dies entspricht meiner tiefsten Überzeugung. Käme es zu wirklich ernsthaften Gesprächen zwischen Muslimen und namhaften Zürcher Politikern ALLER Parteien, könnte der bereits schmerzhaft empfundenen Ablehnung der Muslime und des Islams nachhaltig, zum Wohle des gesellschaftlichen Friedens in Zürich und darüber hinaus entgegen gewirkt werden.

BMK & öffentlich rechtliche Anerkennung

Sehr geehrter Herr Hanel

Momentan studiere ich Recht an der Universität Fribourg.
Ich schreibe meine Masterarbeit im Bereich der öffentlich-rechtlichen Anerkennung von jüdischen und islamischen Religionsgemeinschaften im Kanton Basel-Stadt.
In einem Teil meiner Arbeit untersuche ich, ob die BMK die Voraussetzung für eine kantonale Anerkennung im Kanton Basel-Stadt erfüllt. Ich wurde von Herr Karatekin gebeten, Sie diesbezüglich zu kontaktieren. Könnten Sie sich vorstellen noch heute ein Telefoninterview mit mir zu führen? Es würde nicht länger als 30 Minuten dauern.

Mit freundlichen Grüssen
Vania

    1. Inwiefern kann der BMK eine genügend grosse gesellschaftliche Bedeutung zugemessen werden?

      Durch ihr seit beinahe 20-jähriges Bestehen (Gründung 1997) und der Übernahme unterschiedlicher Aufgaben und Tätigkeiten* kommt der BMK eine grosse gesellschaftliche Bedeutung zu, besonders in den Bereichen Integration, gesellschaftlicher Dialog und Aufrechterhaltung des Religionsfriedens.

      * Einige Aufgaben und Tätigkeiten der BMK.
      – Ansprechpartner bei Fragen im Zusammenhang mit dem Islam gegenüber den Behörden, der
      Öffentlichkeit und den Medien.

      – Schnittstelle zwischen islamischen Organisation und Behörden auf Bundes-, Kantonal- und
      Gemeindeebene.
      – Förderung einer positiven Präsenz der Muslime und einer von allen Seiten akzeptablen
      Integration der islamischen Gesellschaft in die hiesige Gesellschaft.
      – Kontakte zu muslimischen Organisationen im nationalen und internationalen Bereich
      – Förderung und Führung des Interreligiösen Dialogs und des Runden Tisches.

    2. Die Religionsgemeinschaft sollte eine gewisse Grösse aufweisen, damit man diese anerkennen kann. Was ist die effektive Mitgliederzahl der BMK?

      Der BMK gehören 22 Mitgliedervereine und Stiftungen an. Die Mitgliederzahl, die derart der BMK verbunden sind und sich aus den Mitgliederzahlen der angeschlossenen Organisationen ergibt, beträgt in etwa 2200 Aktivmitglieder plus deren Familienangehörigen.

    3. Inwiefern trägt die BMK zur Respektierung des Religionsfriedens und der Rechtsordnung bei?

      Die BMK versteht sich als typisch schweizerische Organisation, ist als Verein nach dem ZGB organisiert und bezieht ihre Identität und Handlungsrichtlinien aus dem umfänglichen Bekenntnis zur Schweizer Rechtsordnung und gestaltet ihre Aktivitäten gemäss dieses Bekenntnisses.

    4. Wie ist die Finanzverwaltung der BMK ausgestattet?

      Die Finanzverwaltung ist gemäss den, für Schweizer Vereine gesetzlich geforderten Richtlinien gestaltet und erfüllt somit alle juristischen Erfordernisse. Die Einkommen der BMK setzen sich zusammen aus je 200.- CHF Mitgliedsbeiträge der Vereine, Spenden und Gönnerbeiträge. Hinzu kommen noch Einkünfte aus Veranstaltungen, welche allerdings gerade wieder für die Finanzierung dieser Veranstaltungen verbraucht werden.

    5. Wie gestaltet sich der Austritt aus einer islamischen Religionsgemeinschaft? Was für einen Beitrag leistet die BMK dazu bei?

      In diesem Zusammenhang verweise ich Sie auf ein Interview, welches ich der NZZ zum Thema gegeben habe.
      https://hanelislam.com/2015/01/28/steiniger-weg-zur-offentlich-rechtlichen-anerkennung/
      Ein muslimischer Verein in der Schweiz ist eine zivile juristische Person und daher der Schweizer Gesetzlichkeit unterworfen. Es stellt also grundsätzlich überhaupt kein Problem dar – weder juristisch noch theologisch – einem muslimischen/islamischen Verein oder einer muslimischen Gemeinschaft, welche nach öffentlich rechtlicher Anerkennung strebt oder diese bereits genießt, beizutreten und/oder diese wieder zu verlassen.

    6. Was sind die Vorteile dieser Anerkennung?

      Ein auf Sachlichkeit und rechtsstaatlich unzweifelhaftes und ordentlich ausgerichtetes Verhältnis der muslimischen Gemeinschaft zur Mehrheitsgesellschaft.

THIELs grausliche KORANKRITIK – Interview Hanel

Sehr geehrter Herr Hanel

Anbei finden Sie wie vereinbart den Weltwoche-Artikel. Zusammengefasst macht Andreas Thiel den Koran darin für Gewalt, Krieg und Unterdrückung verantwortlich. «Neben Aufrufen zu Gewalt und ein paar überholten, primitiven Richtsprüchen ermüdet die Lektüre bloss durch die unaufhörliche Selbstbeweihräucherung Mohammeds und die unablässige Betonung seiner angeblich göttlichen Gesandtschaft – im Wechsel mit Schmähungen von Ungläubigen und üblen Drohungen gegen diese», heisst es darin zum Beispiel. Oder: «Dass islamistische Fanatiker zu Terroristen werden, ist kein Wunder. Denn Rache und Gewalt durchziehen die Lehre Mohammeds wie sonst nichts anderes.»

Meine Fragen an Sie wären:

– Verstehen Sie die Kritik Thiels?

M.Hanel hat Folgendes geschrieben:
– Ja mehr als genug! Denn dies ist die zur Zeit sehr beliebte Strategie von Radikalatheisten den Koran, den Islam und die Muslime und in weiterer Folge alle Religion zu dämonisieren. Man zitiere aus dem Kontext gerissene Passagen, mixe sie mit willkürlicher, nicht theologischer übelwollender, einäugiger Interpretation, würze mit Halbwahrheiten und Lügen, mit Fakten aus der politischen Gegenwart – und serviere dies einem entsprechend sensibilisierten hungrigen Publikum.


– Beleidigt Thiel damit die Muslime in der Schweiz?

M.Hanel hat Folgendes geschrieben:
– Solches Tun beleidigt alle vernünftig Denkenden, welche ihr Streben auf Wahrheit, Wissen und gesellschaftlichen Frieden hin gerichtet haben – und damit natürlich auch Muslime.


– Kann der Koran aus Ihrer Sicht dazu führen, dass sich Muslime radikalisieren?

M.Hanel hat Folgendes geschrieben:
– “Kann Fragen” sind der Tod jeglichen ordentlichen Dialogs, da ALLES mit ALLEM verbunden ist und miteinander – auch wider die Regeln allgemeiner Norm – verknüpft werden KANN, womit Willkür Tür und Tor geöffnet wird.


– Was sind die Vorzüge des Korans? Was kann er modernen Muslimen geben?

M.Hanel hat Folgendes geschrieben:
– Für Muslime sind die Vorzüge des Korans, aus überzeitlicher Quelle zu stammen und somit für alle Zeiten Rechtleitung jenen zu geben, welche ihren Verstand gebrauchen und auf ihre Herzen hören wollen.


– Ist der Koran brutaler als die Bibel?

M.Hanel hat Folgendes geschrieben:
– Finde diesen Vergleich nicht wirklich angebracht. Dennoch scheint auch wissenschaftlich klar zu belegen sein, dass der Koran einen weit weniger brutalen Wortschatz aufweist als das Buch der Bücher und auch inhaltlich immer dem Frieden den Vorzug gibt und Gewalt nur als letzte Option gegen größere Gewalt und Unrecht legitimiert.


– Glauben Sie, dass sich Thiel mit seiner extremen Kritik in Gefahr bringt?

M.Hanel hat Folgendes geschrieben:
– Bestimmt nicht in größere Gefahr, als Palästinenser, Syrer oder andere Muslime mit ihrem blossen Dasein ausgesetzt sind.


Ich freue mich auf Ihre Antworten!
Beste Grüsse,
Jacqueline Büchi
Stv. Leiterin Inland/Politik
20 Minuten AG
Tamedia AG
Werdstrasse 21
Postfach
CH-8021 Zürich

FRAGEN des WINTERTHURER STADTANZEIGERs

Interview mit M. HANEL für den Winterthurer Stadtanzeiger
von Christian SAGGESE, Redaktionsleiter

(ein etwas kürzeres Interview wird am Dienstag, 22.10.2013 veröffentlicht isA, hier der LINK)
siehe auch unter INTERVIEWS

  1. Nach dem Minarettverbot droht auch ein nationales Burkaverbot. Wie fühlt man heute als Muslim in der Schweiz? Fühlen Sie sich diskriminiert?

Das „Burkaverbot“ ist eine besonders schmerzhafte, diskriminierende Maßnahme gegen die Muslime in der Schweiz. Dies aus mehreren Gründen:

a.)    Die Burka wird in der Schweiz überhaupt nicht getragen (eventuelle Ausnahmen durch Touristinnen in Interlakens Schmuckgeschäften bestätigen die Regel).
Eine Initiative gegen ein real gar nicht vorhandenes Problem ist daher jedenfalls als schäbige Manipulation zu sehen, das Bild eines ganz allgemein frauenfeindlichen Islam in der Schweizer Öffentlichkeit zu verfestigen.
b.)    Die Muslime in der Schweiz sind aufgrund ihrer persönlichen, kulturellen und religiösen Prägung überhaupt nicht daran interessiert, einen derartigen „Dress-Code“ in der Schweiz einzuführen. Die wenigen Musliminnen in der Schweiz, welche sich freiwillig – und das ist zu betonen – entschieden haben, den Niqab zu tragen, sollen „zwangsmässig“ entkleidet werden. Ein Vorgehen, welches Muslime in der Schweiz genauso entschieden ablehnen und eine aufgeklärte, freiheitliche Schweizer Bevölkerung genauso ablehnen sollte, wie eine eventuelle zwangsweise Verordnung einer Verhüllung oder Verschleierung von muslimischen Mädchen und Frauen.
c.)    Angesprochenes „Burkaverbot“ ist auch nach aktuell gültigem hiesigen Recht ein unrechtmäßiger Eingriff in die persönlichen, individuellen Freiheitsrechte und eine Umsetzung richtete sich nicht nur gegen das Recht der Muslime auf freie Religionsausübung, sondern in erster Linie gegen das, sich aus guten Gründen über lange Zeit entwickelte schweizerische Rechtsverständnis. Muslime und Schweizer, Schweizer Muslime, Muslime in der Schweiz wären daher nicht schlecht beraten, sich also von solch schändlichen Machenschaften zu distanzieren.

  1. Mit welchen Befürchtungen/Ängsten beobachten Sie diese Entwicklung in der Schweiz?

So wie 9/11 einen Bruch im Verhältnis zu Muslimen weltweit darstellte, war dies die Annahme der Minarettbauverbotsinitiative in der Schweiz. Gegen Islam und/oder Muslime zu sein, gilt seitdem als „political correct“ und wurde salonfähig gemacht. Dass hierbei in der Regel Sachverhalte verzerrt dargestellt, Wahrheiten zu Halbwahrheiten verkürzt, korrigierende Darstellungen umfänglich unterdrückt werden, zeigt, dass es sich um eine systematisch umgesetzte Strategie gegen die Religion ganz allgemein und gegen den Islam im speziellen handelt. Solange dem normalen Haus- und Sachverstand nicht auch öffentlich und in der Politik wieder zu seinem Recht verholfen wird und weiterhin populistischen Agitatoren zugejubelt wird, wenn sie das zwischenmenschliche Klima im Land vergiften, stehen einer besseren gemeinsamen Zukunft zu viele Ressentiments – in der Zwischenzeit vermehrt auf beiden Seiten – entgegen. In aller Deutlichkeit möchte ich den Lesern ans Herz legen, dass es  differenziertes Denken braucht, um eine Lösung der Problematik und Entspannung zu erreichen.

Ist das Offensichtliche wirklich so schwer als solches zu erkennen, dass das Realverhalten der Menschen meist eines ist, welches eben nicht mit jenem Verhalten gleichgesetzt oder verwechselt werden darf, das über die gerade deshalb erforderliche religiöse Reform angestrebt wird?

Oder – um einige makabre Vergleiche zu ziehen – wäre es denn nicht absurd, das vom Himmel hoch her kommende Geschenk der „christlichen Nation“ USA an die Bewohner Hiroshimas und Nagasakis, das millionenfache gegenseitige Abschlachten der Christenheit zur Zeit des zweiten Weltkriegs, die im „christlichen Abendland“ laufende exportbestimmte Massenproduktion von chemischen Kampstoffen, Land und Tretminen, das zurzeit stattfindende gegenseitige Morden der Muslime im Nahen Osten als christliche oder islamische, religiös begründete Maßnahmen der Nächsten- und Gerechtigkeitsliebe zu interpretieren, um nur bei einigen schauderlichen Beispielen zu bleiben?

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