- Viel FEIND – viel EHR‘ – M. HANEL
Interview für VIOZ (Vereinigung der Islamischen Organisationen in Zürich) mit dem Zürcher Oberländer in Hinblick auf die Anstellung Scheich YOUSSEF IBRAM’S im Iman Zentrum VOLKETSWIL
Interview für VIOZ (Vereinigung der Islamischen Organisationen in Zürich) mit dem Zürcher Oberländer in Hinblick auf die Anstellung Scheich YOUSSEF IBRAM’S im Iman Zentrum VOLKETSWIL
Ein „CHECK-IT Program“ für individuelle und gesellschaftliche Abläufe und Verhalten. Entwickelt 1980 von M. M. HANEL
1. Darstellung wahrer Bedeutungsinhalte der Begriffe:
MUSS ……. müssen
SOLL ……. sollen
DARF ……. dürfen
WILL ……. wollen, in eben dieser absteigenden Gewichtung bzgl. ihrer „Realisierungsrechte“.
(Zur alten Version)
Unser gesellschaftliches Verhalten, privates, wie öffentliches Benehmen wird, so behaupte ich, – von lediglich 4 Begriffen bestimmt, bzw. kann durch diese 4 Begriffe beschrieben werden.
Müssen – Sollen – Dürfen – Wollen
Es ist die denkerische, intellektuelle Herausforderung an den Mensch schlechthin, sich Zeit seines Lebens darum zu bemühen, sichere und gefestigte Standpunkte, in Bezug auf jene Dinge in seinem Leben zu beziehen, welche für ihn unabdingbar sind, quasi ein „MUSS“ darstellen.
Um in Folge seinen Bezug auf solches zu nehmen, welches „nur“ empfohlen werden kann, dem also, was nun nicht „muss“ aber doch sein „soll“, dem was gedurft und schließlich dem, was er will.
Dieser „philosophische Unterbau“, diese Position oder innere Einstellung stelle also die Grundlage für den „praktischen Überbau“, also die gelebte Praxis des alltäglichen Handelns dar.
Dieser Überbau wird einfach in der und als die normativ sozial gelebte Realität erkannt – reglementiert und definiert durch eine bestimmte Gesetzgebung, bzw. durch die Ergebnisse ihrer praktischen Umsetzung.
Gemäß dieser Vorstellung kann jede Handlung als ein Verknüpfungskomplex jener 4 oben genannten Begrifflichkeiten und ihrer angeschlossenen, mitrealisierten Assoziationsausformungen beschrieben werden.
Diese 4 Begriffe werden in ihrer Gewichtung unterschiedlich stark empfunden. Ich bediene mich einer absteigenden Gewichtung von 4 bis 1.
(4) Muss/müssen bekommt als stärkster Begriff die höchste Gewichtung also 4;
(3) Soll/sollen wird als weniger wichtig empfunden, wird also gewichtet mit 3;
(2) Darf/dürfen wird zwar durch die Betonung der juristischen Erlaubtheit in der durch und durch reglementierten Gesellschaften des 21. Jhd. als alles bestimmend über das gesellschaftliche Verhalten gelegt; dennoch sollte es klar sein, dass es (das menschlich definierte „DARF sein“) gegenüber jenem, was aus der natürlichen Gesetzmäßigkeit sein MUSS, weniger maßgebend für das natürliche, kosmische Sein einzustufen ist – also 2;
(1) WILL/wollen genießt zwar in den modernen Zeit, der Zeit in der man alles „wollen darf“ zwar unglaubliche Wertschätzung, so nach dem Motto: „I want it all, I want it now“, dennoch wird eingesehen, dass es dem müssen und sollen untergeordnet zu reihen ist, wie auch dem gesellschaftlich und individuell definierten DÜRFEN; also 1;
Jede menschliche Handlung, Entscheidung, Regelung kann daher darauf hin untersucht werden, welche Anteile an „müssen“, „sollen“ usw. sie in sich trägt.
Dem Verstand der heute lebenden, nicht nur europäischen Bevölkerungsmehrheit scheint es schwer zu fallen, obgenannte 4 Begriffe widerspruchsfrei zu verknüpfen und in Verhaltensausformungen im täglichen Leben umzusetzen.
„Zwang“ welcher im Begriff „MUSS“ bestimmt und ausgedrückt ist, kann kaum mit dem Begriff „WILL/wollen“, welcher mit der Vorstellung „Freiheit“ assoziiert wird, konfliktfrei verbunden werden.
Das Ergebnis falscher Verknüpfungen ist widersprüchliches gesellschaftliches und individuelles Verhalten. Notwendiges, unumgängliches Verhalten (muss) wird verpönt oder gar verboten, Willkürliches zum Gesetz erhoben.
Natürliche Normen und Werte verlieren ihren Bestand und ihre Bedeutung und dies zieht den Niedergang der Gemeinschaft nach sich.
Diese Untersuchung soll zeigen, dass nur vollständige Erkenntnis der Bedeutung und die entsprechende Umsetzung der wahren Bedeutung aller 4 Begriffe, die Voraussetzung für ein echtes Bestehen, bzw. die „natürliche Verwirklichung“ eines jeden einzelnen Begriffes gewährleistet. Und, dass die Vernachlässigung der Anerkennung der Wesensinhalte, auch nur eines einzigen der Begriffe, die „reale Existenz“ aller Begriffe (in Bedeutung und Umsetzung) gefährdet, weil eine solche Außerachtlassung die Bedeutungsinhalte nicht zur „existentiellen (deren eingeschriebenen) Entfaltung“ gelangen lässt. (Ein „MUSS“ muss einfach, auch wenn man es verbieten (nicht dürfen) will und es als nicht erstrebenswert (es soll nicht sein) erachtet).
Mit anderen Worten an einem einfachen Beispiel erklärt: Wenn man das „Herr Lehrer ich muss mal“ als MUSS setzt (was ja auch ganz klar und eigentlich unbestritten zu bleiben hat), dann darf, solcher Wunsch nicht verboten werden, außer man nimmt den zwingend daraus sich ergebenden Konflikt in Kauf.
Werden also diese 4 Begriffe in nicht korrekter Weise miteinander verknüpft (indem ein schwächerer Begriff dominant über einen stärkeren gesetzt wird) ergeben sich sichtbare, erkennbare Reibungen, Spannungsmomente und Konflikte auf jedweder Ebene (physischer, psychischer, geistiger, sozialer, politischer, …).
Die Begründung liegt darin, dass das dem jeweiligen Begriff innewohnende Prinzip des „Strebens nach vollständiger Verwirklichung“, durch den fehlerhaften Gebrauch des Intellektes (falsche Verknüpfung) gestört wird, dieses „Streben nach vollständiger Verwirklichung“ letztlich aber NICHT aufgehalten werden KANN. Es kann aufgeschoben, umgelenkt aber niemals verhindert werden.
Mit anderen Worten bedeutet dies, dass sich ALLE bestimmbaren, erlebbare Spannungen (z.B. WARUM Spanung zwischen Religionen aufgrund von Behauptungen, WARUM Terror aufgrund der ideologischen Begründungen, ja, auch Eheprobleme 🙂 …) auf eine, zwar intellektuelle, jedoch rational unzulässige Verknüpfung von Begriffen (welche letztlich auf obige 4 Begriffe reduziert werden können), der falschen Auffassung ihrer natürlichen „Wertigkeit“, bzw. ihrer unzulässigen Anwendung zurückführen lassen.
Ich schicke voraus und behaupte, dass mit diesem Modell, den Ergebnissen und der Methodik dieser Untersuchung in allen, der Analytik zugänglichen Gebieten (Politik, Gesetzgebung, Psychologie, etc.) gearbeitet werden kann, sofern die jeweils zu untersuchenden Begrifflichkeiten als MUSS, SOLL, DARF, WILL definiert werden (was nicht wirklich schwer fällt) und dann die Konstellation ihrer – in der gelebten Realitiät – vorgefunden Verknüpfung auf die Zulässigkeit gemäß dieser Ausführungen untersucht wird.
Zur Katholischen Vortragsreihe Ring 2000
Der fundamentalistische Prediger in Kreuzlingen – ein Zeitungsbericht, ein Leserbrief
Bedauerlich ist, wenn in der Debatte über Religion und besonders über den Islam, jeglicher objektive Anstand und nötiger Wille zur Differenzierung subjektivem Vorurteil und einseitiger Wahrnehmung zu weichen hat und verloren geht.
Hanel sagte (oder predigte?) über die strikte, THEOLOGISCH korrekte Rollenzuweisung an die Frau im Islam, dass es NICHT der Rolle der Frau entspricht, sich am Haushaltseinkommen der Familie zu beteiligen, dass sie NICHT einmal verpflichtet ist die Hausarbeit (am Herd oder sonst wo und wie) zu übernehmen, dass sie sogar das Recht habe, für das STILLEN des gemeinsamen ehelichen Kindes von ihrem Ehemann entschädigt zu werden, dass sie berechtigt ist, eigenes Vermögen zu erwerben, über welches nur sie alleine verfügungsberechtigt ist und NICHT verpflichtet ist, dieses dem gemeinsamen familiären Eigentum hinzuzufügen, dass sie, sollte sie sich aus freien Stücken entschließen, doch Haushaltsarbeit zu übernehmen, das Recht hat, von ihrem Mann in der Tat unterstützt zu werden, etc. … all das und noch viel mehr ist theologische Wahrheit und keine Mähr!
Wenn Hanel ganz grundsätzlich das Verheiraten eines dreizehnjährigen Mädchens rechtfertigte, dann explizit vor dem Hintergrund vergleichender gesellschaftlich, ethischer Verhältnisse.
Möge man doch die Situation eines geschlechtsreifen und -bereiten Mädchens unter folgenden Umständen vergleichen.
Einerseits in tatsächlich gelebten gesellschaftlichen Verhältnissen, die es als „normal“, ja liberal und deshalb erwünscht ansehen, dass Mädchen in diesem Alter und noch früher, damit beginnen Geschlechtsverkehr mit wechselnden Partnern zu haben, sich dadurch der Gefahr von übertragbaren Krankheiten (z.B. HPV – bereits allgemein verbreitet), die Entwicklung einer stabilen und nachhaltigen, auf Liebe und Zuneigung ausgerichtete Partnerschaft (so WILL es der Koran) vernachlässigen – zu Gunsten einer sogenannten frei ausgelebten Sexualität auf eher rein körperlicher, ja instinktiver Ebene.
Oder andererseits, den natürlichen Wunsch nach Zuneigung, Liebe UND Sexualität in geschütztem und vor allem geregelten Rahmen einer fürsorgenden Großfamilie zu befriedigen? Denn ist es nicht so, dass nur die INSTITUTION der Ehe jenen rechtlichen, emotionalen und materiellen Schutz für die Frauen zu bieten vermag, die es für ein erfülltes Leben für Frau und Mann und Mann und Frau bedarf?
Damit es nochmals klar gesagt und in Erinnerung behalten wird – Hanel hat nicht über die gesellschaftlichen Zustände einer bestimmten Epoche, bestimmten Kultur oder Weltgegend referiert oder gepredigt, sondern über die theologisch begründbaren Verhältnisse und Erfordernisse einer Religion, die ziemlich missverstanden ist – und ja, von den meisten Menschen nicht verstanden werden will.
Die WordPress.com-Statistik-Elfen haben einen Jahresbericht 2015 für dieses Blog erstellt.
Hier ist ein Auszug:
Die Konzerthalle im Sydney Opernhaus fasst 2.700 Personen. Dieses Blog wurde in 2015 etwa 8.600 mal besucht. Wenn es ein Konzert im Sydney Opernhaus wäre, würde es etwa 3 ausverkaufte Aufführungen benötigen um so viele Besucher zu haben, wie dieses Blog.
Die muslimische Gemeinde wächst wie keine andere Glaubensgemeinschaft. Aber wenn die Moscheen die Türen öffnen, passiert etwas Merkwürdiges.
Meinungen, Statements, Publikationen (Bücher und Artikel), Fatwas, Linksammlungen und Verlautbarungen sollen hier dokumentiert werden. Hinweise auf weitere Quellen sind erwünscht (→ Kontaktformular):
a. Fatwa
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Die Familie im Islam – Kernstück der Gesellschaft
Vortrag von Muhammad Hanel
Freitag, 11. Dezember 2015, 20:00 Uhr, Ulrichshaus
Ring 2000 rückt im aktuellen Programm das Thema „Familie“ in den Brennpunkt.
Der Vortrag von M. Hanel beleuchtet es aus islamischer Perspektive. M. Hanel wird Bezüge im Koran und in den Hadithen auf die Familie erläutern, einen Exkurs zur Stellung von Mann und Frau im Islam durchführen und die Bedeutung der Familie im Kontext aktueller geopolitischer Entwicklungen darstellen.
Vielen Dank und ein herziches VERGELT’s GOTT an SALVA VENIA für diese Übersetzung
Zu Teil 2 bitte hier entlang – Kapitel 2: Entscheidungen sollten zum Wohle aller betroffenen Menschen getroffen werden / Über die Ratgeber
Zu Teil 3 bitte hier entlang – Kapitel 3:
Die unterschiedlichen Kategorien von Menschen
Zu Teil 4 bitte hier entlang – Kapitel 4:
Der oberste Richter / Die verantwortlichen Würdenträger / Über die Verwaltung der Einkünfte
Zu Teil 5 bitte hier entlang – Kapitel 5:
Über das Verwaltungswesen / Händler und Kaufleute / Die Armen / Über die Gottesverbundenheit