Verbaler Rassismus in der Schweiz vorwiegend gegen Muslime

Medienmitteilung

Die Chronologie “Rassismus in der Schweiz“ registriert für das Berichtsjahr 2013 eine
Abnahme der öffentlich bekannt gewordenen rassistischen Äusserungen gegen hier
lebende Minderheiten. Gleichzeitig verzeichneten Beratungsstellen einen Anstieg
rassistischer Übergriffe in allen Lebensbereichen. Der politische Ton gegenüber
Minderheiten und Ausländern hat sich verschärft.

LINK zur Jahresübersicht

Zürich, 21. März 2014 – Die Chronologie “Rassismus in der Schweiz“ erscheint zum
Internationalen Tag gegen Rassismus am 21. März 2014. In dieser Publikation analysiert der
Journalist Hans Stutz die aktuelle Entwicklung des Rassismus und Rechtsextremismus in
der Schweiz. Für das Berichtsjahr 2013 sind bis heute auf der Webpage 57 Einträge
aufgeführt. Im Vergleich zum Berichtsjahr 2012 hat die Menge von Vorfällen
erfreulicherweise abgenommen, im speziellen in der Kategorie “verbaler Rassismus“.
Hingegen suchen die Opfer rassistischer Übergriffe verstärkt bei Beratungsstellen Rat.
Dabei handelt es sich um Angehörige von Minderheiten und Ausländer. Da Opfer
rassistischer Gewalt in den meisten Fällen anonym bleiben wollen und Beratungsstellen
besser bekannt geworden sind, werden weniger Vorfälle in der Öffentlichkeit thematisiert.
Mit der Lancierung von Volksinitiativen gegen die Rechte der Minderheiten und Ausländer
hat sich die politische Haltung gegenüber diesen Gruppen verschärft. Die Diskussionen
wirken sich auch auf den Alltag aus: Diskriminierungen seien gemäss den Beobachtungen
der Fachstelle für Rassismusbekämpfung in allen Lebensbereichen erkennbar.
Die Chronologie “Rassismus in der Schweiz“ erscheint seit über zwanzig Jahren. Alle
erfassten Vorfälle und die Entwicklung der treibenden Kräfte rassistischer Hetze sind über
diesen Zeitraum hinweg im Internet nachlesbar. Die GRA Stiftung gegen Rassismus und
Antisemitismus und die GMS Gesellschaft Minderheiten in der Schweiz sind die
Herausgeberinnen des Verzeichnisses und der Analysen, die in Buchform an 15’000
Meinungsmacher in der Schweiz verschickt werden, und nehmen mit der Veröffentlichung
einen der Presse vergleichbaren Informationsauftrag wahr. Die Publikation erscheint in
deutscher und französischer Sprache, der Inhalt ist im Internet veröffentlicht auf
http://chronologie.gra.ch/

Für weitere Fragen:
Dr. Ronnie Bernheim Dr. Markus Notter
Präsident GRA Stiftung gegen Präsident GMS Gesellschaft
Rassismus und Antisemitismus Minderheiten in der Schweiz
T +41 (0)79 662 66 50 T +41 (0)79 623 18 53
http://www.gra.ch / http://www.gms-minderheiten.ch / infogra@gra.ch auch für kostenlose
Bestellungen der gedruckten Version der Chronologie “Rassismus in der Schweiz“ 2013.

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4 Gedanken zu „Verbaler Rassismus in der Schweiz vorwiegend gegen Muslime

  1. Uncle SAM

    Seit wann ist denn Moslem eine Rasse? Des weiteren ist festzuhalten, dass in diesem Land noch das Schweizer Volk das Sagen hat und nicht zugewanderte Moslems so wie das bei unseren Nachbarstaaten bereits der Fall ist. „Nehmt euch keine Christen und Juden zu euren Freunden“ steht so in eurem Parteibuch das ihr Koran nennt. Der Koran ist der Masterplan zur islamischen Revolution und das gilt es unseren Kindern wegen zu bekämpfen. Es wird niemals eine staatliche Anerkennung einer Terrorideologie in der Schweiz geben. Deshalb:
    NO MORE MOSLEMS AT ALL!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Antwort
    1. M.M.HANEL Autor

      Uncle Sam … Du bist und bleibst ein aufrechter Kämpfer gegen etwas das Du nicht kennst.
      Erinnerst Du Dich – wie Du die Einwohner Nordamerikas mit christlicher Nächstenliebe (das war es doch, oder?) dem rechten Weg zugeführt hast – nur weil Du damals noch nicht wusstest, dass sie eventuell sogar diesem Weg näher waren und aufrechter begingen als Du?

      Nun Uncle Sam … Du bist doch älter und reifer geworden und könntest Deine Positionen doch nun mit mehr Distanz überprüfen? Nein?

      Ach, was mir noch einfällt: Die muslimische Gemeinschaft ist natürlich keine Rasse im „rassistischen“ Sinne. Doch da die wahrhaftigen Mitglieder sich als „Brüder & Schwestern, Väter, Mütter, Onkeln und Tanten“ betrachten, also als Familie, kann man sie in übertragenem Sinne durchaus als „Rasse“ bezeichnen.
      UND – nicht zu vergessen ist, dass es sich im obigen Artikel um eine Referenz auf eine GRA Dokumentation handelt, bei welcher die „Rassismus-Norm“ sich nicht nur auf die biologische Definition beschränkt.

      Die Chronologie stützt sich auf die Rassismus-Definition von Albert Memmi: „Der Rassismus ist die verallgemeinerte und verabsolutierte Wertung tatsächlicher oder fiktiver Unterschiede zum Nutzen des Anklägers und zum Schaden seines Opfers, mit der seine Privilegien oder seine Aggressionen gerechtfertigt werden sollen.“ Memmis Definition hat den Vorteil, dass es sich – quasi bausteinartig – überprüfen lässt, ob der nachdrücklichen Betonung von tatsächlichen oder fiktiven Unterschieden – sei es Hautfarbe, Religion, ethnische Zugehörigkeit, etc. – auch die Wertung dieser Unterschiede zum Nutzen des Rassisten und zum Schaden seines Opfers folgt. Es lässt sich weiter nachprüfen, ob der Verabsolutierung und Endgültigkeitserklärung dieser Unterschiede auch die Legitimierung von Aggressionen beziehungsweise Privilegien folgen.

      Interessant ist auch noch die Einleitung:
      Rassenhass – entstanden zumeist auf emotionaler Basis – engt die Fähigkeit zu sachlicher Beurteilung von Entwicklungen und Vorgängen entscheidend ein. Er wird daher zu einem Intelligenzproblem. Der Intelligente stellt sich dem Problem, analysiert es, analysiert sich. Diejenigen aber, die sich diesem Verdummungsprozess nicht widersetzen, werden zu einem Problem für unsere Demokratie. Wie gross dieses Problem und damit die Gefahr ist, soll unsere Chronologie aufzeigen.
      Dr. Sigi Feigel, im Herbst 2000

      Antwort
      1. Michael Nikonos

        M.M.HANEL: Genau so arrogant wie Roger Schwainski haben sie nun auf das Posting von „Uncle SAM“ reagiert. Und das macht den Islam noch unbeliebter als er sonst schon ist !

        Noch eins: Die Rassismus-Floskel zieht nicht mehr. Auch das typische islamistische „Beleidigt sein“ kommt nicht mehr an. Die Schweizer sind nicht dumm. Sie haben gemerkt wie der Islam auch in anderen Länder die Gesetze unterwandern wollen.

  2. Pingback: INHALTSANGABE der BEITRÄGE | ISLAM HEUTE

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