Archiv der Kategorie: Islam & Politik

ISLAM … reformierbar?

Auszug aus einer vom System gelöschten „VIMENTISDISKUSSION“

http://www.gsiw.ch/REBMANN.pdf

Oder: „Über den politisch korrekten Umgang mit Muslimen im Land“

Ad 1. Um diese Frage nach REFORM zu beantworten und eine Antwort darauf zu verstehen, ist es erforderlich, wahr-zunehmen, was Muslime unter ISLAM verstehen (können) und ein diesbezüglich differenziertes Verständnis zu entwickeln.

a.) ISLAM, als vom Schöpfer im universellen Wesen aller Schöpfung ursprünglich angelegte Ein- und Ausprägung.
D.h. alle Schöpfung, sozusagen jedes Atom „weiß“, dass es aufgrund seiner Erschaffung in der Zeit, dem über alle Zeit und Verursachung erhaben Schöpfer ergeben IST (ja, unter diesem Aspekt gesehen – SEIN MUSS)! Darüber gibt es KEINE Diskussion … es sei denn bei Wesen, die mit freiem Willen beeigenschaftet sind und daher in der Lage sind – diese angenommene Tatsache (das Vorhandensein eines SCHÖPFERS und die Selbstwahrnehmung als GESCHÖPF) zu VERNEINEN … woraus sich allerdings ganz klar das Erfordernis (vom Standpunkt des „angenommenen“ Schöpfers) nach Religion, Rechtleitung, Zurückbindung ergibt.

b.) ISLAM, als „die universelle, natürliche RELIGION“ der Menschen – beginnend mit ADAM und EVA.
Aus oben kurz ausgeführtem Verständnis in Bezug auf das Verhältnis zwischen Schöpfer und Geschöpf ist es für Muslime ganz klar, dass die Religion ADAM und EVAs, „DER Islam“ (die „Gottergebenheit“ in ihrer damaligen FORM) war. Jetzt wird einsichtig, so Gott will, warum die Muslime alle alttestamentarischen Propheten und auch Jesus (Friede und Gottes Segen auf ihnen allen) als MUSLIME, Befolger und Bezeuger des Islams ansehen. – Das Alte Testament (Bibel) wird also als islamische Offenbarung erachtet, als „erste, von Gott den Menschen gegebene Verfassung“ … die „mosaische Ausrichtung“. – Das Neue Testament (Bibel) stellt somit eine Adaption, eine, von Gott angeordnete RE-FORM dieser ersten Verfassung dar … die „jesuanische Ausrichtung“. – Das Letzte Testament (der Qur’an ) stellt den nächsten Schritt der göttlich angeordneten Adaption (angepasst an die inneren, seelisch-geistigen Veränderungen, die Entwicklung des Menschen und der dadurch aufgetretenen äußeren, Mensch versursachten Bedingungen), RE-FORM und göttlich bestimmten „Evolution“ der islamischen Verfassung dar … „muhammadanische Ausrichtung“ – die nun, für Muslime – die letztgültige Verfassung, ganz auf die geistige Entwicklungsstufe des modernen Menschen hin ausgerichtet, darstellt. Ich erlaube mir zu sagen, der Qur’an als ein „Up-date“ der vorherigen Verfassungsversionen, welche dadurch zwar nicht als völlig ungültig, aber doch als out-dated (to be „no more supported“, sozusagen) verstanden werden.

c.) ISLAM, als die von Menschen organisierte, gelebte Religion;
Islam, als die von Menschen, aus religiös bestimmter Weltsicht heraus praktizierte, ausge-FORM-te Lebensweise. Hier möchte dem denkenden und historisch forschenden Geist einsichtig werden, dass der, unter diesem Aspekt untersuchte Islam, so viele verschiedene Ausprägungen erfahren hat, wie die, sich dem Islam angehörenden Völker, schon nur ganz äußerlich betrachtet, von einander unterscheiden.

d.) ISLAM, als von unterschiedlich geprägten und gebildeten Muslimen (oder sogar Nicht-Muslimen) angesehenes religiöses IDEAL oder vorgestellte Ideal-FORM (oder das vorgestellte „NEGATIV“).
Hierzu muss ich keine weiteren Erläuterungen mehr anführen – hat doch jedes Individuum hierzu wohl eine Meinung, die sich durchaus von der diesbezüglichen Meinung des „Nächsten“ unterscheiden mag.

Aus dieser differenzierten Sicht geht hervor – so steht zu hoffen – dass der Islam, so wie in a.) und b.) dargestellt, NICHT reformfähig ist, soweit es in der Gewalt, Macht und Befugnis der Menschen steht … da eine diesbezügliche REFORM nur dem Schöpfer alleine zukommt. Somit ist auch eine REFORM (Veränderung, Kürzung, Streichung von Passagen und Wörtern, etc.) des Qur’ans (natürlich als absolutes „Wort Gottes“ verstanden) völlig ausgeschlossen (und dieses Verständnis hat gar nichts mit „anti- liberal“, „anti- fortschrittlich“ oder dergleichen zu tun … sondern mit einfachster Logik – welcher sich offenbar sogenannte fortschrittliche, moderne oder liberale Kreise verweigern … nun denn, so sei es …).

Ein Islam, wie er unter c.) und d.) beschrieben ist, ist allerdings durchaus reformfähig. Ist doch alles, welches der Menschen zeitlicher Verfügungsgewalt anheimgestellt ist, der VERGESSLICHKEIT, NACHLÄSSIGKEIT, GEWOHNHEIT, TRÄGHEIT und allerlei weiteren menschlichen Tugenden und Untugenden ausgeliefert. Aus Platzgründen möchte ich hier nicht ausführlicher werden. Doch ganz GRUNDSÄTZLICH soll man, will man sich sprachlich vernünftig und nachhaltig ausdrücken, auch an diesem Punkt nicht davon sprechen, den ISLAM REFORMIEREN zu wollen oder von einem reformbedürftigen Islam sprechen.
Vielmehr ist es das VERSTÄNDNIS, welches sich die verschiedensten Menschen innerhalb der letzten 1400 Jahre in Bezug auf „ihren“ Islam oder „den der anderen“ gemacht haben, reformfähig und ganz bestimmt reformbedürftig! Änderten sich nicht nur die historischen Bedingungen auf, sozialer, wissenschaftlicher, politischer, intellektueller, usw. Ebene im Laufe der Jahrhunderte, es sind auch die Bedingungen, aufgrund welcher die heute lebenden menschlichen Individuen ihr Verständnis hinsichtlich „Gott, der Welt und sich selbst“ innerhalb ihrer eigenen, einen Lebensspanne entwickeln, ganz unterschiedlicher FORM. Wird doch deren Verständnis durch sich stets änderndes Wissen, bestimmte Bildung, individuell unterschiedliche geistige Fähigkeiten, Umwelteinflüsse, Erziehung etc. geformt. Und WER möchte nun – bis hier her gelangt – die REFORMFÄHIGKEIT und REFORMBEDÜRFTIGKEIT des menschlichen, eigenen, individuellen und damit auch gesellschaftlichen Verständnisses (natürlich auch in Hinblick auf die in Ihrem Absatz 3 angesprochenen Themen), nicht nur seiner Welt, sondern auch seinem Gott und seiner Religion gegenüber, in Abrede stellen?

Ad 2. Mein Verständnis in Bezug auf die Frage nach der Reform des Islams hoffe ich halbwegs einsichtig dargelegt zu haben und schätze, dass ich damit auch eine Form gefunden habe, die auch innerhalb der VIOZ jedenfalls mehrheitsfähig, auch reformfähig, aber im Wesentlichen nicht reformbedürftig ist.

Auf den zweiten Teil Ihrer Frage lassen Sie mich rückfragen:
Verstehen Sie unter endgültiger Säkularisierung in der Schweiz, dass der Staat die Ausübung aller Religion im privaten Bereich unangetastet zulässt?
Natürlich unter den Bedingungen der gehörig freiwilligen Ausübung unter den individuellen Anhängern und der unbedingten Wahrung ihrer Würde, Unversehrtheit und Vermögens? Und dass der Staat im Öffentlichen die praktische Ausübung und Sichtbarkeit aller Religionen unter Einhaltung der prinzipiellen GLEICHBERECHTIGUNG, Fairness und vernünftigen Ausrichtung auf gesellschaftliche WOHLFAHRT zulässt und gesetzlich wohlwollend regelt? Wenn ja, dann gehe ich mit geziemender Gewissheit davon aus, dass die Mehrheit der Muslime im Land, ich und auch die VIOZ, politische Maßnahmen in diese Richtung tatkräftig unterstützen.

Oder noch auf VIMENTIS:

Eine (ü)be(r)triebene The­se: ISLAM … das “BÖSE an sich”?

Sind doch die islamischen Kopfbedeckungen – KopftuchNiqab und Burka wieder einmal seit Monaten in aller Schweizer Munde.
Der Winterthurer Stadtanzeiger stellte die seit vielen Jahren wieder und wieder an die Muslime gerichteten Fragen für seine Leser.
An dieser Stelle soll die diesbezügliche hervorragende Kooperation mit der Redaktionsleitung nicht unerwähnt bleiben – wäre schön, wenn solches zur REGEL in der Kommunikation mit den Medien werden wollte.

Doch ist es nicht so, dass über die Jahre hinweg die Antworten der Muslime, welche sie ebenfalls über die Jahre hinweg immer wieder gegeben haben, gar nicht wahrgenommen oder ernst genommen wurden und eventuell gar nicht mehr werden wollen?

Und – ist dies nicht deshalb so, weil über Jahre hinweg die Öffentlichkeit von “kompetenten Experten” über die Medien darüber belehrt wurden, wie denn die “RICHTIGEN” Antworten zu lauten hätten?
Und ist es nicht so – wen möchte dies noch erstaunen, dass die “richtigen” Antworten so zu lesen, so zu verstehen sind, dass ISLAM und MUSLIME als “das Böse” an sich zu erscheinen haben (auch wenn diese Formulierung Manchen als – ein wenig – übertrieben erscheinen mag, sie doch den Kern der Sache trifft)?

Überprüf​en wir doch diese Thesen und lassen Sie mich daher SIE bitten, diese Fragen aus IHRER Sicht und Vorstellung zu beantworten!

Und danach gleichen wir Ihre Antworten mit jenen ab, die wenigsten inhaltlich, vielleicht sogar von der absoluten Mehrheit – (glauben Sie dies wäre hochfahren formuliert? Wenn ja, fragen Sie doch ganz konkret alle Muslime, die SIE persönlich kennen … ergäbe, wenn man die Antworten sichtet und organisiert, dies gleich mal eine halbwegs repräsentative, echt Umfrage, oder) – der Muslime mitgetragen werden.

Und DANN … dann könnten wir ja weiter darüber reden, wenn SIE wollen – oder ist jeder Dialog in dieser gesellschaftlich vergifteten Atmosphäre ohnehin bereits fruchtlos geworden?

Hier sind die Fragen:

    1. Nach dem Minarettverbot droht auch ein nationales Burkaverbot.
      Wie fühlt man heute als Muslim in der Schweiz?
      Fühlen Sie sich diskriminiert?

  1. Mit welchen Befürchtungen/Ängsten​ beobachten Sie diese Entwicklung in der Schweiz?
  1. Könn​en Sie die Ängste der Schweizer Bevölkerung vor dem Islam nachvollziehen?​
    Oder auch im Falle des Burkaverbots, dass die meisten Schweizer generell gegen Vermummung sind und Ihrem Gegenüber ins Gesicht sehen wollen?
  1. Viele​ Schweizer sind der Ansicht, dass sie sich in einem muslimischen Land ja auch an die Regeln halten müssen (Kleidervorschriften,​ kein öffentlichen Tragen des Kreuzes). Wäre es dann nicht ein Zeichen des guten Willens, wenn sich auch Muslime den örtlichen Gegebenheit​en anpassen?
  1. Wel​che Bedeutung hat die Burka?
    Und was ist der Unterschied zwischen der Burka und der Nigab?
  1. Was sagen Sie zu den Stimmen, die der Ansicht sind dass die Burka nur zur Unterdrückung der Frau genutzt wird?
  1. Was wäre bei einem nationalen Verbot die Konsequenz für die Burka tragenden Frauen?
    Könnten/Dürften Sie das Haus noch verlassen?
  1. Ha​ben Sie Pläne, wie Sie gegen ein nationales Verbot vorgehen wollen?

  1. Ich möchte Sie gerne bitten, folgende Vorurteile, die gegen den Islam herrschen, zu kommentieren:

a​) Muslime sind gewalttätig, Terroristen und Extremisten.

b)  Der Islam hasst den Westen und will die christliche Kultur zerstören/unterdrücke​n.

c) Der Islam ist rückständig, erlaube Mehrfach- und Zwangsehen und unterdrücke die Frauen.

d) Muslime leben nach dem Dschihad, was heiliger Krieg bedeutet.

e) Der Islam ist rückständig, lebt in der Vergangenheit und passt sich nicht der modernen globalen Entwicklung an.

  1. Was würden Sie sich konkret als muslimisch Gläubiger von der  Schweizer Bevölkerung wünschen?

Nu​n … dies waren die Fragen:

Hier sind ANTWORTEN:

http:/​/hanelislam.com/2013/​10/11/832/

Doch machen Sie sich die Freude und lesen Sie diese Antworten erst nachdem SIE sie sich gegeben haben.

Haben wir einen Deal?

Ach ja … auch noch einige Einschätzungen zur:

TESSINER ABSTIMMUNG:

http://hanelislam.c​om/2013/09/19/vermumm​ungsverbot-in-der-sch​weiz/

Zu BURQA & NIQAB in der SCHWEIZ

http://hanel​islam.com/2013/09/19/​burka-niqab-und-die-s​chweiz/

HÄNDEDRUCK spaltet SCHWEIZER

Hier nochmals der LINK zur VIMENTIS Debatte aus 2012, die nun weitergeführt wird:

Hier der LINK zum ersten Interview mit SCHWEIZ am SONNTAG

Hier eine weitere Interviewanfrage des RSI:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin Korrespondentin aus Zürich für die Tagesschau der Italienischen Schweiz. Ich mache heute ein Bericht über die Schüler in Therwil, die das Hand der Lehrerinnen nicht schütteln wollen. Ich habe vergeblich versucht, mit jemandem von Ihnen ein Interview abzumachen. Ich habe im Blick-Online diese Stellungnahme gefunden,  und werde sie in meinem Bericht zitieren, ausser jemand vom VIOZ doch noch etwas dazu zu sagen hätte.

„M. Muhammad Hanel, Mediensprecher der Vereinigung der Islamischen Organisationen in Zürich (VIOZ) nahm in einem Blogeintrag Stellung zur neuen Regelung. «Diese Regelung der höflichen Zurückhaltung gilt nicht für Kinder (Knaben oder Mädchen), sondern für adoleszente Menschen beiderlei Geschlechts. Also für geschlechtsreife junge Frauen und Männer gleichermassen im Hinblick auf das andere Geschlecht.» Es gehe dabei lediglich um den Respekt und um Höflichkeit.“

Freundliche Grüsse
Lidia Debernardi
Korrespondentin Zürich

Fernsehen 
www.rsi.ch

Antwort von Muhammad Hanel

Sehr geehrte Frau Debernardi.

Anbei das GESAMTE Interview mit der Schweiz am Sonntag – es wurde inhaltlich nur teilweise publiziert:
Es ist aber WICHTIG beide Aspekte – das PRO und das CONTRA zu veröffentlichen, damit die Position der Muslime umfänglich verstanden werden kann.
 
und der Link zum diesbezüglichen Diskurs aus 2012:
Hinzuzufügen wäre noch, ob man den Grundsatz im Auge behält, dass sich INTEGRATION GRUNDSÄTZLICH an der VERFASSUNGSTREUE misst oder ob man langsam aber stetig auch in der Schweiz dazu übergeht, die – ohne „wenn und aber“ – Übernahme einer „Leit“KULTUR (was immer das in einem säkularen Staat sein mag) zum gesellschaftlichen Ausschluss- oder Integrationskriterium erhebt und somit auch die verfassungsmässig garantierte Religionsfreiheit ad absurdum führt, indem man rechtlich völlig irrelevantes Verhalten (z.B. Handgeben oder nicht, welches seit Jahrhunderten in den muslimischen Gesellschaft unterschiedlich gepflogen wurde) in den Rang der Staatsräson erhebt?
Die derzeit geführte Diskussion in der Gesellschaft, die weit über das Thema im schulischen Bereich hinausgeht, entbehrt objektiver seriöser Differenziertheit und ist offensichtlich und nachvollziehbar darauf ausgerichtet – negative EMOTIONEN gegen Islam und Muslime zu befördern. Der gesellschaftliche Wille, Muslime MIT ihren juristisch unbedenklichen Besonder- und Eigenheiten wahrhaftig zu integrieren und diese somit zu RESPEKTIEREN, ist jedenfalls gesellschaftlich mehrheitlich kaum mehr zu verorten.
Für gezielte Rückfragen stehe ich gerne zu Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
M. Hanel
VIOZ Mediensprecher
Hier der Beitrag vom Deutschen  MERKUR:

WURDE dieser MEDIENHYPE strategisch VORBEREITET?

Einiges spricht dafür: 
Aus der VIMENTIS Statistik geht hervor, dass zwischen September 2015 und Jänner 2016 der Artikel 10000 x angeklickt wurde.
Den PEAK gab es mit über 5000 Klicks im November.
Vimentis

Sozialökonomische Weisheitsschätze d. Religionen

Sozialökonomische Weisheitsschätze der Religionen
von Roland GEITMANN

Rezension von M.M. HANEL

Ein Buch, auf das man lange hatte warten müssen.

Haben doch Religionen nicht nur Erbauliches an sich, sondern durchaus Konstruktives zur Gestaltung unseres sozialen Lebens beizutragen – eine Tatsache, welche unser Zeitgeist allerdings mit all seiner Kraft zu unterdrücken sucht.

Roland Geitmann hat mit seinem, mit großem Engagement verfassten Buch sich vor allem – so mein Eindruck – an jene gewandt, für die INTERRELIGÖSER DIALOG sich nicht im Austausch schöner Worte erschöpft, sondern die erforderliche und kurz zu haltende Vorstufe darstellt, um endlich zur INTERRELIGIÖSEN KOOPERATION zu gelangen.

Ohne Umschweife kommt der Autor zum wesentlichen Punkt, wenn es darum geht, den grundlegenden Systemfehler aufzuzeigen, an dem unsere weltweite kapitalistische „Globalökonomie“ krankt und der allem Handeln und Treiben nicht nur zyklisch in der Geschichte durch kriegerischen Brudermord eine tödliche Auszeit bescherte, sondern der durch seine ihm innewohnende selbstmörderische Mechanik das Überleben der Menschheit akut gefährdet.

Es ist das Zinsverbot, welches die drei großen Monotheistischen Religionen – Judentum, Christentum und Islam – als von Gott STRENG verbotenes Handeln nicht nur verbindet, sondern deren treue Anhänger in Wahrheit verpflichtet, sich aus dem Morast ökonomischer Irrlehren, gemeinsam am „Seile Gottes“ ziehend, zu befreien.

Roland Geitmann spricht zurecht davon, dass sich Juden, Moslems und Christen und andere auf einen friedlichen Wettbewerb einlassen sollten, um nach dem rechten Weg gesellschaftlicher (ökonomischer) Ordnung zu suchen. Ich gehe weiter und sage, dass es der Menschen Pflicht ist, sich auf diese friedliche Konkurrenz, dieses friedliche „Zusammenlaufen“ einlassen zu MÜSSEN, wenn sie die Verantwortung, die sie von Gott übernommen haben, gerecht zu werden wünschen.

Dieses Buch ist als Handreichung zu lesen, wie sich die Mitglieder der Religionsgesellschaften für dieses Zusammenlaufen und Zusammenwirken vorzubereiten haben. Geitmann spannt den historischen Bogen zum Thema Zinsverbot vom Alten Testament, über das Mittelalter bis zur Einstellung der Kirchen heute. Auch Silvio Gesells, des unverstandenen Reformers Freiland- und Freigeldtheorie und die Einstellung der Anthroposophen werden erläutert. Die Positionen im Islam werden im Wesentlichen zwar korrekt skizziert, sind allerdings in der Ausführung etwas zu kurz geraten. Dem abzuhelfen, wird wohl in die Verantwortlichkeit der Muslime selbst fallen, hier klar, unmissverständlich und deutlich intellektuell Stellung zu beziehen, um derart ihr Wissen und ihr Gesamtpotential der Wohlfahrt aller Menschen zu widmen. Heißt es nicht, dass Prophet Muhammad als Barmherzigkeit für die gesamte Menschheit gesandt wurde?

Geitmanns Buch liefert einen intellektuellen Hoffnungsschimmer, für ein Entkommen aus engstirniger religiös gefärbter Doktrin, hin zu der in Wirklichkeit gebotener Kooperation zwischen den Anhängern der monotheistischen Religion, um gemeinsam den friedlichen Wettlauf zum GUTEN für die Menschheit zu organisieren und erfolgreich durchzuführen.

Wer in Lessings Nathan einen Lehrer sieht, der findet in Roland Geitmanns Buch eine Lehrbuch, wie auf des Menschen wichtigsten Feld, nämlich der Ökonomie, dem Geld-Markt prinzipiell mit dem Pflug monotheistischer ökonomischer Weisheit verfahren werden muss, quasi mit Esel, Ochse und Kamel noch gemeinsam nachhaltig „geackert“ werden muss, um solche Frucht zu ernten, welche auch noch unseren Enkeln und Urenkeln zu Gute kommen wird.

Monotheisten, lest dieses Buch, erinnert Euch dann der Vorschriften aus Euren jeweils eigenen heiligen Büchern, denkt nach und BEGINNT das WERK – im Namen Gottes.

Rezension auf Amazon

LETZTE AUSGABE – GSIW newsletter

Sehr geehrte Leser des GSIW – Newsletters

NEWSLETTER 111 – März 2016    

Hier der Link zur  PDF  Ausgabe März 2016:   

http://www.gsiw.ch/newsletter111-03-16.pdf 

GSIW – NEWSLETTER ARCHIV                                                                               

GSIW –  FORUM                                                                                    

GSIW – HP   KONTAKT: m.hanel@gmail.com  

Diese Ausgabe des GSIW Newsletters wird bis auf weiteres die letzte sein. Der Autor ist nach beinahe 10-jährigem ununterbrochenem Engagement, diese monatliche Informationsschrift herauszugeben und aufgrund … – 60 Jahre und müde geworden …

Es bleibt noch zu sagen: Vielen Dank für Ihre Treue und Ihr Interesse.     

Das GSIW FORUM ist weiterhin offen und gerne können dort Kommentare zu den verschiedensten Themen verfasst oder Fragen geschrieben werden.

Auch auf meiner HOMEPAGE, ISLAMHEUTE als BLOG geführt, stehe ich weiterhin gerne zu Verfügung.


Mit besten Grüssen

M.M.HANEL
Vizepräsident GSIW
www.gsiw.ch
www.islamheute.ch

DIE Blaupause. – Oder: Über Herrschaft im Islam. Teil 1

Vielen Dank und ein herziches VERGELT’s GOTT an SALVA VENIA für diese Übersetzung

Zu Teil 2 bitte hier entlang – Kapitel 2: Entscheidungen sollten zum Wohle aller betroffenen Menschen getroffen werden / Über die Ratgeber

Zu Teil 3  bitte hier entlang – Kapitel 3:
Die unterschiedlichen Kategorien von Menschen

Zu Teil 4  bitte hier entlang – Kapitel 4:
Der oberste Richter / Die verantwortlichen Würdenträger / Über die Verwaltung der Einkünfte

Zu Teil 5  bitte hier entlang – Kapitel 5:
Über das Verwaltungswesen / Händler und Kaufleute / Die Armen / Über die Gottesverbundenheit

BMK & öffentlich rechtliche Anerkennung

Sehr geehrter Herr Hanel

Momentan studiere ich Recht an der Universität Fribourg.
Ich schreibe meine Masterarbeit im Bereich der öffentlich-rechtlichen Anerkennung von jüdischen und islamischen Religionsgemeinschaften im Kanton Basel-Stadt.
In einem Teil meiner Arbeit untersuche ich, ob die BMK die Voraussetzung für eine kantonale Anerkennung im Kanton Basel-Stadt erfüllt. Ich wurde von Herr Karatekin gebeten, Sie diesbezüglich zu kontaktieren. Könnten Sie sich vorstellen noch heute ein Telefoninterview mit mir zu führen? Es würde nicht länger als 30 Minuten dauern.

Mit freundlichen Grüssen
Vania

    1. Inwiefern kann der BMK eine genügend grosse gesellschaftliche Bedeutung zugemessen werden?

      Durch ihr seit beinahe 20-jähriges Bestehen (Gründung 1997) und der Übernahme unterschiedlicher Aufgaben und Tätigkeiten* kommt der BMK eine grosse gesellschaftliche Bedeutung zu, besonders in den Bereichen Integration, gesellschaftlicher Dialog und Aufrechterhaltung des Religionsfriedens.

      * Einige Aufgaben und Tätigkeiten der BMK.
      – Ansprechpartner bei Fragen im Zusammenhang mit dem Islam gegenüber den Behörden, der
      Öffentlichkeit und den Medien.

      – Schnittstelle zwischen islamischen Organisation und Behörden auf Bundes-, Kantonal- und
      Gemeindeebene.
      – Förderung einer positiven Präsenz der Muslime und einer von allen Seiten akzeptablen
      Integration der islamischen Gesellschaft in die hiesige Gesellschaft.
      – Kontakte zu muslimischen Organisationen im nationalen und internationalen Bereich
      – Förderung und Führung des Interreligiösen Dialogs und des Runden Tisches.

    2. Die Religionsgemeinschaft sollte eine gewisse Grösse aufweisen, damit man diese anerkennen kann. Was ist die effektive Mitgliederzahl der BMK?

      Der BMK gehören 22 Mitgliedervereine und Stiftungen an. Die Mitgliederzahl, die derart der BMK verbunden sind und sich aus den Mitgliederzahlen der angeschlossenen Organisationen ergibt, beträgt in etwa 2200 Aktivmitglieder plus deren Familienangehörigen.

    3. Inwiefern trägt die BMK zur Respektierung des Religionsfriedens und der Rechtsordnung bei?

      Die BMK versteht sich als typisch schweizerische Organisation, ist als Verein nach dem ZGB organisiert und bezieht ihre Identität und Handlungsrichtlinien aus dem umfänglichen Bekenntnis zur Schweizer Rechtsordnung und gestaltet ihre Aktivitäten gemäss dieses Bekenntnisses.

    4. Wie ist die Finanzverwaltung der BMK ausgestattet?

      Die Finanzverwaltung ist gemäss den, für Schweizer Vereine gesetzlich geforderten Richtlinien gestaltet und erfüllt somit alle juristischen Erfordernisse. Die Einkommen der BMK setzen sich zusammen aus je 200.- CHF Mitgliedsbeiträge der Vereine, Spenden und Gönnerbeiträge. Hinzu kommen noch Einkünfte aus Veranstaltungen, welche allerdings gerade wieder für die Finanzierung dieser Veranstaltungen verbraucht werden.

    5. Wie gestaltet sich der Austritt aus einer islamischen Religionsgemeinschaft? Was für einen Beitrag leistet die BMK dazu bei?

      In diesem Zusammenhang verweise ich Sie auf ein Interview, welches ich der NZZ zum Thema gegeben habe.
      https://hanelislam.com/2015/01/28/steiniger-weg-zur-offentlich-rechtlichen-anerkennung/
      Ein muslimischer Verein in der Schweiz ist eine zivile juristische Person und daher der Schweizer Gesetzlichkeit unterworfen. Es stellt also grundsätzlich überhaupt kein Problem dar – weder juristisch noch theologisch – einem muslimischen/islamischen Verein oder einer muslimischen Gemeinschaft, welche nach öffentlich rechtlicher Anerkennung strebt oder diese bereits genießt, beizutreten und/oder diese wieder zu verlassen.

    6. Was sind die Vorteile dieser Anerkennung?

      Ein auf Sachlichkeit und rechtsstaatlich unzweifelhaftes und ordentlich ausgerichtetes Verhältnis der muslimischen Gemeinschaft zur Mehrheitsgesellschaft.

Interview zur ÖR- Anerkennung – Le TEMPS

Am 02.02.2015 17:04 schrieb „Sandrine Hochstrasser“ <sandrine.hochstrasser@letemps.ch>:

Sehr geehrter Herr Hanel,

Wie vereinbart, hier sind meine Fragen über die Anerkennung der Muslimgemeinschaft in Basel-Stadt.

  • Ist die Basler Muslim-Kommission verantwortlich für das Gesuch?
  • Wann wollen Sie genau das Gesuch einreichen?
  • Warum nicht sofort?
  • Was sind die Vorteile dieser Anerkennung?

Herzlichen Dank im Voraus für Ihre Antwort (wäre es noch möglich vor 19 Uhr?)

Freundliche Grüsse
SANDRINE HOCHSTRASSER
Journaliste
Rubrique Suisse

 Re: Artikel in Le TEMPS

Sehr geehrte Frau Hochstrasser

Vielen Dank für Ihre Anfrage.

Hier meine kurzen Antworten.

Ist die Basler Muslim-Kommission verantwortlich für das Gesuch?

Die Basler Muslim Kommission will und wird die Organisation des Anerkennungsverfahrens übernehmen isA.

Wann wollen Sie genau das Gesuch einreichen?

Der Zeitpunkt der Einreichung steht noch nicht fest und hängt ab von der diesbezüglichen Kooperation der Stadt Basel und deren muslimischen Bevölkerung.

Warum nicht sofort?

Gut Ding braucht Weile, ordentliche, koordinierte und kompetente Vorbereitung.

Was sind die Vorteile dieser Anerkennung?

Ein auf Sachlichkeit und rechtsstaatlich unzweifelhaftes und ordentlich ausgerichtetes Verhältnis der muslimischen Gemeinschaft zur Mehrheitsgesellschaft.

Bitte um Zusendung der Zitate für die Freigabe und des veröffentlichten Artikels für Dokumentationszwecke.

Mit freundlichen Grüßen M. Hanel

 

Merci beaucoup !

Wie kann ich Sie vorstellen?
Michael M. Hanel, vice-président de Société Suisse-monde islamique ?

Hier Ihr Zitat :

Bâle-Ville pourrait être le premier canton à reconnaître la communauté musulmane dans son ensemble. Aucune  demande officielle n’a encore été déposée, mais la Commission des musulmans de Bâle dit préparer sa demande. «Nous ne pouvons pas encore communiquer la date de remise de notre requête, cela dépend de la coopération de la population musulmanne, ainsi que de la ville», justifie Michael M. Hanel, vice-président de Société Suisse-monde islamique.

Steiniger Weg zur Öffentlich Rechtlichen Anerkennung

 Sehr geehrter Herr Hanel

 Wie besprochen, schicke ich Ihnen gerne meine Fragen per Mail zu.

Streben Sie mittel- bis langfristig eine öffentliche und allenfalls auch öffentlich-rechtliche Anerkennung an?

  • HANEL:
    Durchaus! Da die öffentlich rechtliche Anerkennung einer muslimischen Gemeinschaft in der Schweiz selbstverständlich einen wertvollen Beitrag zu gesellschaftlicher Stabilität und zum religiösen Frieden, beides prioritäre Ziele der hiesigen muslimischen Gemeinschaft, zu leisten vermag.

Falls ja: Gibt es konkrete Schritte in diese Richtung?

  • HANEL:
    Seit vielen Jahren gibt es, durch Farhad Afshar, Präsident der KIOS initiiert, theoretische Vorbereitungen diesbezüglich. (Die Dokumentation über diese Bestrebungen in den letzten Jahren) finden Sie hier:
    https://hanelislam.com/2014/03/16/1026/ )
    Wie Sie wissen, hat Farhad Afshar ein entsprechendes Gutachten bei der Uni Luzern in Auftrag gegeben und über die KIOS bezahlt. Nun wird von der Basler Muslim Kommission (BMK) mit der von ihr vor kurzem ins Leben gerufenen Kommission ein Modellstatut erarbeitet und weitere operative Schritte vorbereitet. Noch ist es allerdings zu früh, darüber detaillierte Auskünfte zu geben.

Inwiefern stellt die ethnische Zersplitterung und auch die Aufteilung in verschiedene Konfessionen ein Problem dar?

  • HANEL:
    Verschiedene Sprachen und unterschiedliche politische Erfahrungen aus den ursprünglichen Heimatländern stellen natürlich eine grosse Herausforderung dar. Durch überzeugende Aufklärungsarbeit der “Schrittmacher” sollte diese Herausforderung gemeistert werden können – so Gott will. Konfessionelle Unterschiede, durch die Präferenz verschiedener islamischer Rechtsschulen gegeben, sollten letztlich durch die Umsetzung des Konsens der Rechtsgelehrten – ein anerkanntes islamisches juristisches Instrument – gebührende, umsetzbare und zufriedenstellende Berücksichtigung finden.

Anders gefragt: Wäre es denkbar, dass es letztlich mehrere verschiedene anerkannte muslimische Glaubensgemeinschaften gäbe, analog zu Christen (Reformierte, Katholiken, Christkatholiken) und Juden (zwei anerkannte Gemeinden)?

  • HANEL:
    Diese Möglichkeit besteht durchaus. Doch der Anfang wird zuerst durch eine Gemeinschaft gemacht werden und deren Erfahrungen werden den weiteren Entwicklungen ihre Richtung weisen.

Inwiefern werden die ethnischen Wurzeln der Schweizer Muslime langfristig überhaupt eine Rolle spielen? Ist es denkbar, dass hier geborene Muslime verschiedener Herkunft die gleichen Moscheen besuchen, in denen Deutsch als gemeinsame Sprache gesprochen würde?

  • HANEL:
    Ethnische Wurzeln werden alleine schon aus dem Interesse der Kulturpflege ihre Bedeutung nie zur Gänze verlieren. Dass die Muslime verschiedener Herkunft die gleichen Moscheen besuchen, ist heute schon vielerorts gelebte Realität und wird in der Zukunft eine Selbstverständlichkeit sein. Genauso wie auch in einigen Jahren die Freitagspredigten in den Schweizer Landessprachen vorgetragen werden, was in immer mehr Moscheen teilweise oder über Simultanübersetzungen schon fleissig und engagiert geübt wird.

 

Ich wäre sehr froh, wenn Sie mir bis am frühen Nachmittag ein Feedback geben könnten.
Vielen Dank und beste Grüsse

Simon Hehli,
Redaktion Inland Neue Zürcher Zeitung | Falkenstrasse 11 | Postfach | CH-8021 Zürich | Telefon +41 44 258 10 27 | Mobile  +41 78 879 83 12 | E-Mail simon.hehli@nzz.ch | www.nzz.ch |

HIER der LINK zur Veröffentlichung des Artikels in der NZZ, in welchem auch Farhad AFSHAR zu Wort kam.
Von meinen Aussagen kam allerdings nur ein Halbsatz zur Veröffentlichung.
Hier noch als PDF

Hier noch ein Beitrag aus 2014

Offene Fragen nach Pariser Massaker

Ein Gespräch auf TELEZÜRICH

Das gestrige Massaker bei der Pariser Zeitung „Charlie Hebdo“ macht weit über Frankreichs Grenzen und die Medienbranche hinaus betroffen. Einen Tag danach drängen sich zudem zahlreiche Fragen auf: Tickt in Frankreich eine gesellschaftliche Zeitbombe? Darf man sich in diesem angespannten Umfeld über den Islam lustig machen? Die kontroverse Diskussion heute im „TalkTäglich“.
Gäste:
  • Gilbert Casasus, Frankreich-Experte
  • Muhammed Hanel, Pressesprecher Vereinigung der Islamischen Organisationen in Zürich
  • Erich Gysling, Journalist

Hier ist die SENDUNG anzusehen

Einige Anmerkungen zur Sendung:

Tickt eine gesellschaftliche Zeitbombe …
Tickt immer, wenn es in einer Gesellschaft angeblich oder tatsächlich kontroverse Machtinteressen gibt.

Darf man sich über den Islam lustig machen?
Geschlossene Fragen haben nicht nur etwas unprofessionelles, sondern auch etwas heimückisches an sich.

Die wesentlichen Fragen scheinen mir eher zu sein:
Gibt es einen Unterschied zwischen:

  • sich „lustig machen“, jemanden „beleidigen, verspotten und kränken“ und einer „satirisch verpackten Kritik an Missständen“ – und
  • „WAS ist einem Menschen HEILIG“ und
  • zeugt es von Kultur, Bildung und Anstand, ist es Zeichen der Aufklärung, der Reife, des Respekts jemandes HEILIGE zu verspotten? (die Ehre der Ehefrau z.B., das Andenken der Mutter? Die Opferbereitschaft, Tatkraft und Verlässlichkeit der Väter?) Welch böser Vergleich wäre doch: „die Medien – eine H. à ein bestimmter oder alle Journalisten wären daher Z.?

Wäre es bei aller legitimen Kontroverse nicht ein lohnenderes Ziel zu Antworten zu finden, nach Erklärungen zu forschen, die auch gemeinsam vertreten werden können?

Zur Frage der Pressefreiheit und dem Recht auf dieselbe:
Sind sie dafür oder dagegen? (siehe geschlossene Fragen)

Es gehört zur Ehre des Menschseins, sich den Mund nicht verbieten zu lassen – schon gar nicht gegen Ungerechtigkeit … dies ist eine zutiefst islamische Überzeugung!

Vielmehr gilt es bei diesem Fragenkomplex zu bedenken, dass jedem Recht – ein UNRECHT entgegensteht, jedem rechten Gebrauch – ein unrechter MISSBRAUCH!
Wäre es nicht auch bei dieser Frage nicht sinnvoll, sich um eine gemeinsam getragene Definition der Grenze zwischen diesen Polen zu bemühen?

Wie die VIOZ zu dieser Katastrophe steht – wie sie darauf reagiert?
Nun die Mitglieder des Vorstands sind jedenfalls zutiefst BESTÜRZT (eine normale Reaktion auf böswillige Gewalt) – mit BETROFFENHEIT (es wurde inzwischen gut vorbereitet political correct, die Taten einzelner Muslime oder höchst zweifelhafter muslimischer Gruppierungen, ALLEN MUSLIMEN in sippenhafter Manier anzulasten) – mit BEFÜRCHTUNGEN hinsichtlich der Stabilität des gesellschaftlichen Friedens in der Schweiz.

INTERVIEW für 20 Minuten

 

From: Bigliel Thomas
Sent: Wednesday, January 07, 2015 5:14 PM
To: m.hanel@gmail.com
Subject: Dringend: Medienanfrage 20 Minuten

Guten Abend Herr Hanel,

Vielen Dank für das nette Gespräch. Sicher haben Sie bereits von dem schrecklichen Attentat in Paris gehört. In einem Artikel lasse ich im Moment mehrere muslimische Stimmen zu Wort kommen. Gern würde ich auch Ihnen eine Stimme geben.

Wenn Sie folgende Fragen kurz mit einigen Sätzen beantworten könnte, wäre ich Ihnen sehr dankbar:

Was ist Ihnen durch den Kopf gegangen als Sie von dem Anschlag gehört haben?

HANEL:
Dass die mörderische, wahnsinnige Spirale der Gewalt uns eine Drehung näher gekommen ist.

Was bedeutet das für die Schweizer Muslime?

HANEL:
Dass ihr Leben in der Schweiz und in Europa sich weiter erschweren wird.

Haben sie Angst, dass der Anschlag den religiösen Frieden gefährden könnte?

HANEL:
Dieses Attentat bedeutet leider ganz klar eine wirklich ernsthafte weitere Gefährdung des sozialen und religiösen Friedens, da die Gesamtheit der Muslime völlig zu unrecht aufgrund von Verbrechen Einzelner in Sippenhaft genommen werden wird.

Gibt es Forderungen oder Wünsche, die Sie in diesem Zusammenhang haben?

HANEL:
Von den Medien fordere ich endlich eine differenziertere Berichterstattung hinsichtlich der verschiedenen Phänomene globaler Gewalt, von der Politik fordere ich endlich eine nachhaltige, kompetente und kooperative Befassung mit den tatsächlichen Lebensumständen der Muslime in der Schweiz und die Abkehr von populistischer Propaganda – und ich wünsche mir, dass diese Forderungen von Ihren Lesern nicht als anmaßend empfunden werden und durch gemeinsame Bemühungen die Dinge auf den rechten, uns allen genehmen staatsbürgerlichen Platz gerückt werden.

  • Vielen Dank für Ihre baldige Rückmeldung.

 Freundliche Grüsse, Thomas Bigliel

Thomas Bigliel
Redaktor Inland
20 Minuten AG

HANEL:
Eine Veröffentlichung erfolgte nicht – doch scheint der Tagesanzeiger einige Aussagen übernommen zu haben.
Siehe HIER