Archiv der Kategorie: Islam in den Medien

Weitere INTERVIEWANFRAGEN … distanziert Euch!

STIMMEN von gemässigten Muslimen kommen nicht GENUG zu WORT

Guten Tag Herr Hanel

Da die Stimmen der gemässigten Muslime offenbar nicht genug zu Wort kommen (oder gehört werden), möchte ich diese Thematik – gerade auch im Bezug auf Syrien/Irak – gerne noch mit Stimmen von VIOZ ergänzen.

(Wann) können Sie sich ein solches Gespräch (zur Aufzeichnung) vorstellen?

Mein letztes persönliches Treffen in Zusammenhang mit VIOZ fand an einem Tag der offenen Moschee statt und ich habe damals noch mit Fatih Dursun gesprochen.

Freundliche Grüsse
Radio Life Channel

Georg Hoffmann
Redaktor, Chef vom Dienst
ERF Medien – www.erf.ch | www.lifechannel.ch | tv.erf.ch
Witzbergstrasse 23 | CH-8330 Pfäffikon
Tel.: +41 44 953 35 60 | Fax: +41 44 953 35 02 | E-Mail:
georg.hoffmann@lifechannel.ch

Gesendet: Mittwoch, 03. September 2014 um 18:45 Uhr
Von: „M.M.Hanel“ <m.hanel@gmail.com>
An: „Georg Hoffmann“ <georg.hoffmann@lifechannel.ch>
Cc: „VIOZ Googlegroups“ <vioz@googlegroups.com>
Betreff: [vioz-group:1474] Re: Anfrage Life Channel

Guten Tag Herr Hoffmann

M.M.Hanel hat Folgendes geschrieben:

Bedanke mich für Ihre Anfrage und erlaube mir einige einführenden Worte zur muslimischen Sicht der “Thematik” wie Sie dies nennen.Es ist NICHT unbedingt so, dass “gemässigte Muslime” nicht genug zu Wort kommen oder gehört werden.
Es ist vielmehr – oder zumindest – ebenso, dass Schweizer Muslime zu OFT (auf unpassende Art) gehört werden WOLLEN!

1. STANDPUNKTE sind KLAR, KOMMUNIZIERT und UNVERÄNDERT
Die Muslime und ALLE ihre Verbände haben sich in den letzten JAHREN stets mit gleicher Deutlichkeit UND Aufrichtigkeit zum Thema Gewalt, Politik, Religion, Recht und Staatstreue in der Schweiz geäussert.
Ihre Standpunkte und Ansichten haben sich NICHT geändert. Daran hat nicht einmal die unwürdige Antiminarettinitiative etwas zu ändern vermocht.
Vorkommnisse im Ausland hatten EBENSO keinerlei Einfluss darauf, an ihren klaren Prinzipien festzuhalten, welche die Rechtsstaatlichkeit aufrecht zu erhalten haben.

2. Muslimische Interessen sind auf INLÄNDISCHE Geschehnisse fokussiert
Die Muslime in der Schweiz und deren Dachverbände haben keinerlei Prioritäten (die Situation in Gaza ist seit Jahrzehnten die Ausnahme) oder Interesse, Geschehnisse im Ausland zu kommentieren.
Die Gründe liegen auf der Hand. Heterogenität der Gemeinschaften in der Schweiz, völlig unterschiedliche politische Einstellungen, überdurchschnittlich stark mit der Alltagsbewältigung, mit der ordentlichen Etablierung und Integration in der hiesigen Gesellschaft befasst (das ALLEINE überschreitet die Kapazitäten der meisten), KEINERLEI Einfluss auf die Geschehnisse im Ausland, daher auch kein Interesse sich überall dort einzumischen oder zu Wort zu melden, wo die westliche Presse ihre “islamistisch” gefärbten SPOTS hin leuchten lassen.

3. Muslime SIND wie alle anderen auch, „NORMAL“ empfindende Menschen
Muslime empfinden es mehr als befremdend, ständig darüber Auskunft geben zu sollen oder gar zu “MÜSSEN”, dass sie GENAUSO wie andere, normal empfindende Menschen auch, angewidert von Berichten über Massenexekutionen von und Morden an Zivilisten und anderen Gräueltaten sind.

4. Muslime verlangen KEINE Distanzierung von christlichen MITBÜRGERN
Mindestens genauso befremdend aber empfinden es die Muslime in der Schweiz (und natürlich nicht nur hier), dass nicht erkannt, verstanden und respektiert wird, dass sie selbst NIE von “Christen” in unserem Land (wer immer dies sein mag – gibt es doch auch in der christlichen Gemeinschaft höchst unterschiedliche Gemeinschaften) lautstark eine Distanzierung verlangt haben oder verlangen, wenn Massaker an Muslimen verübt wurden oder werden.
Erst wenige Monate ist es her, dass in Zentralafrika “Christen” ihre muslimischen Nachbarn, Zivilisten mit schockierender Barbarei, Brutalität und Unmenschlichkeit auf offener Strasse und in ihren Häusern erschlagen, erstochen und sonst wie bestialisch ermordet haben.

Auch übersehen die Muslime nicht nur in der Schweiz nicht, dass die Christen in “God’s own Country” oder salopp gesagt das “christliche Amerika” in völkerrechtswidrigen brutalen Angriffen und Politik unsagbares Leid und flächendeckenden Tod in die muslimischen Länder, u.a. den Irak getragen haben und damit die umfänglich katastrophale Lage in der Region eingeleitet und massgeblich verursacht haben! Auch das “christliche” Massaker in Bosnien bleibt nicht vergessen – und erst recht nicht, dass all diese Geschehen OHNE Distanzierung der “christlich-jüdischen” Kultur- und Wertegemeinschaft (um dieses unsägliche Vokabel zu gebrauchen), ja mit deren Zustimmung über die Bühne gingen und gehen!

Warum verlangen die Muslime keine Distanzierung und Verurteilung dieser Verbrechen von den christlichen VEREINEN in der Schweiz?
Vielleicht weil sie wissen, dass die Schweizer Christen keinen wirklichen Anteil an diesen Geschehnissen haben und weil sie in ihrer „gemeinsamen Ohnmacht” viel mehr auf gemeinsame Bemühungen IN und FÜR die Schweiz zu setzen und sich zu engagieren bereit sind?

Sehr geehrter Herr Hoffmann

Bei diesen EINLEITENDEN Worten will ich es vorerst belassen und sie noch auf drei Interviews hinweisen, die ich zu dieser Thematik bereits gegeben habe. Quelle www.gsiw.ch :

Was tun gegen IS? – HANEL für annabelle

Stellungnahme zu „islamistischen“ GräuelHANEL für KIPA

Stellungnahme zu „islamistischen“ Gräuel – KIOS & FIDS

Ein „schräges“ NZZ Interview – HANEL
«Man darf muslimischen Eltern ihre Erziehungsrechte nicht verweigern»
Sollten Sie Interesse haben, ein Gespräch in DIESE Richtungen mit mir zu führen und von den bislang bewusst und/oder unbewusst gehegten Klischees Abstand nehmen zu wollen, sehe ich Ihren dementsprechenden schriftlichen Fragen gerne entgegen und will einen Termin für eine Audioaufzeichnung mit Ihnen suchen.

Mit der Erwartung, dass offene Worte das journalistische Interesse und nicht politische Ablehnung provozieren, verbleibe ich mit
freundlichem Gruß
M. Hanel
Medienverantwortlicher VIOZ

Wie erwartet, kam KEINE weitere Anfrage von der Redaktion

 

WAS tun gegen IS?

INTERVIEW mit ANNABELLE

Lieber Herr Hanel
Ich arbeite für die Zeitschrift annabelle an einem Beitrag über den Widerstand von Muslimen gegen den IS und andere extremistische Terrorgruppen, wie etwa Boko Haram und Al Kaida. Tatsache ist, dass die Gräueltaten dieser extremistischen Gruppen im Namen des Islam begangen werden, etwas, das Musliminnen und Muslime in aller Welt schockiert und abstösst. Man weiss aber auch, dass gerade der islamische Extremismus auf viele Jugendliche anziehend wirkt, auch auf Jugendliche in der Schweiz.
Mir liegt es nun daran zu erkunden, wie muslimische Würdenträger und Vorsteher von Organisationen und Vereinen gegen den islamischen Extremismus ankämpfen. Inwiefern wird die unglaubliche Gewalt, die von Extremisten verübt wird, in Moscheen und /oder während des Religionsunterrichts diskutiert und verurteilt? Wie werden junge Menschen, die radikale Tendenzen aufweisen, aufgefangen? Inwiefern wird analysiert, warum der Islam heute zu derartiger Gewalt verleitet?
Ich bereise als Journalistin seit Jahren den arabischen Raum und setze mich mit Fragen zu Wirtschaft, Politik und Religion, besonders aber auch mit dem Alltagsleben der Menschen auseinander.
Sehr gerne können wir diese Fragen persönlich oder telefonisch besprechen, oder, falls nicht anders möglich, via Email
Ich freue mich, von Ihnen zu hören.
Lieber Gruss
Helene Aecherli, 19.8.2014

 

–          Wie wird die unglaubliche Gewalt, die von Extremisten wie den IS verübt wird, in Moscheen und /oder während des Religionsunterrichts diskutiert?

HANEL: Mit Erschrecken und Verunsicherung – vor allem deshalb, weil man durch die Tatsache, dass völlig eskalierte, grauenhafte  Dinge unter der Flagge des Islam geschehen in der Öffentlichkeit als potentiell „Mitschuldige“ oder „Mitträger“ gilt und in (der Öffentlichkeit und) den Medien derart dargestellt wird.  Mit Verärgerung und in grossem innerem Aufruhr  – weil man durch ständig wiederholte Aufforderungen sich von dieser Gruppe und deren Verbrechen zu distanzieren, nebst der unterschwelligen Unterstellung der Komplizenschaft  vor allem auch – seitens der vorgeblichen Muslime – in Bezug auf die Entstellung des Islam, in dem wir unsere Hoffnung und moralische und ethische Erfüllung finden, durch eine Gruppe großenteils unreflektierter, undifferenzierter, ungebildeter und irregeleiteter Haudegen, Hasardeure, Mörder und Totschläger betroffen ist.

Allerdings haben solche Ereignisse auch das Potential, uns zu alarmieren und somit unseren Willen zur theologischen und intellektuellen Richtigstellung in Wort und Tat sowie zur persönlichen Selbstreflektion zu aktivieren.

 

–          Wie werden junge Menschen, die extremistische Tendenzen aufweisen, aufgefangen?

HANEL: Es gibt kaum andere Möglichkeiten, als solcherart gefährdete Menschen mit aller Deutlichkeit auf die wahren religiösen Werte im Islam hinzuweisen und ihnen eindringlich ans Herz zu legen  diese zu verinnerlichen und auszuleben, anstatt sich durch brandgefährliche politische Parolen auf verwerflichen Weg verführen zu lassen. Das Problem dabei ist, dass die politische Großwetterlage und ihr destabilisierender Einfluss auf die gesunde islamische Befindlichkeit weltweit dazu angetan ist, auf undifferenzierte „schwarz-weiss, Freund-Feind Zeichnung“ höchst ungesund „anzuspringen“.

Dazu reicht es einige historische und politische Fakten aus dem Gesamtkontext heraus, mit ausgesuchtem islamisch theologischem Vokabular verbrämt, in den eigenen ideologischen Kontext zu stellen. Ein weiteres tut unter Anderem das weltweit inzwischen auf gefährlichen Tiefststand gesunkene Bildungsniveau. Auch die tatsächliche oder vor allem von muslimischen Jugendlichen empfundene Benachteiligung bei der Arbeitssuche, am Arbeitsmarkt oder das ganz allgemein stark zunehmende „islamophobe“ weltweit zu beobachtende Gebaren trägt zur allgemeinen Rückzugstendenz, Entfremdung und dem Abgleiten in extremistische Gefilde bei.

Ein starker, liebevoller Familienzusammenhalt bildet nach wie vor beste Grundvoraussetzung für eine Persönlichkeitsstruktur, die dieser Herausforderung standzuhalten vermag. Desweiteren behalten, Gott sei Dank,  in der Mehrzahl der Moscheen diejenigen Stimmen die Oberhand, welche zur Geduld und zum freundschaftlichen Dialog mit der nichtmuslimischen Umwelt  mahnen.

 

–          Wird analysiert, warum der Islam zu derartiger Gewalt verleitet?

 HANEL: Zuerst weise ich die Frage in dieser Form der Unterstellung klar zurück.

Nicht der Islam verleitet zu derartiger Gewalt, sondern eine fragmenthafte, einseitige und verkommene Sicht auf die Welt, das Leben und Religion ganz allgemein!

Nicht der BLEISTIFT verleitet jemanden dazu, eine „Hassrede“ oder eine „Ode an die Liebe“ und das Leben zu verfassen – es ist die innere Einstellung, welche das Werkzeug für diesen oder jenen Zweck einsetzt. Die Religion ist im Eigentlichen ein Werkzeug, um inneren Frieden und Ausgeglichenheit in einer komplexen und für den Menschen nicht ungefährlichen Welt zu finden!

          Zurück zur von mir nun neu formulierten Frage: Wird analysiert, warum man die weitverbreitete Meinung vertritt, dass der Islam zu derartiger Gewalt verleitet?

Natürlich! Doch wie schon angedeutet, ist eine differenzierte Sicht zu erarbeiten, aus- und zu verbreiten ein höchst schwieriges Unterfangen.

 

–          Gerade von muslimischer Seite und besonders von jungen Menschen höre ich immer wieder, dass es an der Zeit ist, sich kritisch mit dem Koran und den unterschiedlichen Interpretationen auseinanderzusetzen. Was sagen Sie dazu?

HANEL: Es ist das Recht der Jugend Althergebrachtes in Frage zu stellen und zu verlangen, zu wünschen und zu hoffen, von dessen bereitgestellten Antworten überzeugt zu werden und auch Eigenes, Neues beizusteuern.

Islamische Gelehrsamkeit, zeitgenössische und althergebrachte sind grundsätzlich bestens gerüstet, diesem Recht mit größtem Wohlwollen zu begegnen. Nicht nur deshalb, weil diesem Hinterfragen  mit der Gewissheit begegnet werden kann, dass die islamische Lehre aufgrund ihrer Quelle – aus der Weisheit des höchst erhabenen Schöpfers aller Welten und Universen – über jede, auch zeitliche Anfechtung erhaben ist.  Weiter bin ich auch der Überzeugung, dass in jedem Zeitalter kostbare, einzigartige Beiträge zur Vervollkommnung des menschlichen Verständnisses über das Göttliche und dessen Verbindung zu aller Schöpfung bereitgestellt sind und darauf harren entdeckt und berücksichtigt zu werden.

 

–          Gerade von  MuslimInnen (vom Jemen bis zur Schweiz) höre ich immer öfter, dass sie sich wünschen, offen und kritisch über Themen wie Familienrecht, Menschenrechte, Sexualität, Demokratie und das Reizthema Kopftuch zu diskutieren, aber dass sie damit in ihren jeweiligen Communities auf Ablehnung und Unverständnis stossen.  Was sagen Sie dazu? Wie werden diese Diskussionen in der Community hier geführt?

HANEL: Diese Frage lässt mich ein wenig schmunzeln. War die Jugend aller Kulturen, Regionen und Zeiten nicht immer mit ablehnendem Widerstand der älteren und mitunter sehr müde gewordenen Generation konfrontiert, wenn es darum ging IHRE Fragen beantwortet zu bekommen, die oft für die Eltern selbst nie oder nur ungenügend beantwortet wurden?

So bedauerlich diese, ganz natürlich zu erklärende Ablehnung für mich ist – so selbstverständlich ist sie für alle „Communities“ – tatsächlich und leider auch für die muslimische Gemeinschaften ein wahrhaftiges Hemmnis für deren Entwicklung. Die große und umfassende Herausforderung, die sich uns Muslimen in der heutigen Zeit stellt, können wir als Gemeinschaft nur meistern, indem wir uns  den forschenden, furchtlosen, unverbrauchten Fragestellungen der nachfolgenden Generation stellen – um in Zusammenarbeit mit ihr neue Ufer zu erreichen.

In diesem Sinne wünschte ich mir unbedingt eine tiefe Wurzeln berührende Begegnung der „reifen“ Generation mit den heranreifenden Generationen in ALLEN Communities, allen Ländern und allen (Lebens-) Gemeinschaften.

 

 

 

 

Dachverbände der Schweizer Muslime verurteilen Aggression im Namen des Islams

Zürich, 7.8.14 (Kipa) Die beiden grossen islamischen Dachverbände der Schweiz verurteilen aufs Schärfste jegliche Aggression im Namen des Islams. In ihren Stellungnahmen bedauern Hisham Maizar, Präsident der Föderation der islamischen Dachorganisationen Schweiz (Fids), und Farhad Afshar, Präsident der Koordination Islamischer Organisationen Schweiz (Kios), dass Berichte über islamistische Terrorgruppen wie Islamischer Staat (IS) im Irak und Boko Haram in Nigeria die leiseren muslimischen Stimmen in der Schweiz übertönen. Diese rufen zu Besonnenheit und friedlichem Zusammenleben in der Schweiz auf.

„Wut und Entsetzen“ lösten die Medienberichte über IS und Boko Haram bei ihm als Muslim aus, sagt Hisham Maizar auf Anfrage der Presseagentur Kipa. Die Ideologie dieser Gruppierungen sei „extremistisch, radikal und fundamentalistisch.“ Sie entweihten die Religion und stellten eine grosse Last für deren Anhänger dar.

Dass politische Gruppierungen aus der Religion eine Kampforganisation machten, erinnere ihn an die Mentalität der Kreuzzüge. Diese habe aus dem Christentum als Religion der Liebe eine Eroberungsreligion gemacht, schreibt Afshar auf Anfrage der Kipa. „Wie sehr müssen die wahren Christen damals angesichts des Fanatismus gelitten haben? So ergeht es den Muslimen, wenn sie mit Entsetzen sehen, was Kriegsverbrecher im Namen ihrer Religion des Friedens Verbrechen verüben“, so Afshar weiter.

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GSIW Newsletter 92 – August 2014

GSIW100 NEWSLETTER 92 – August 2014

Hier der Link zur  PDF  Ausgabe August 2014:
http://www.gsiw.ch/newsletter92-08-14.pdf 

Hier der Link zur HTML Ausgabe August 2014:
http://www.gsiw.ch/newsletter92-08-14.htm                                         

GSIW – NEWSLETTER ARCHIV
GSIW –  FORUM
GSIW – HP   KONTAKT: .hanel@gmail.com                                   

 Inhalt:

POLITIK & RELIGION
– Salafistenszene in Embrach
– Rassismusbericht2013
– BURKA VERBOT
– Muslim „Zuwanderungsinserat“ – legal
– Anerkennung des ISLAM

VERANSTALTUNGEN
– Film OMAR (Kritik)
– Neuer Skandalfilm als „Sira“ getarnt
– „Aufruf zur Gewalt gegen Juden auf FB“
– Stellungnahme von NCBI & GSIW
– Stellungnahme Stadtpräsidentin MAUCH
– UNI LUZERN
– Fastenbrechen f. Frauen in Winterthur
– Swiss Muslim Events
– islam.ch

ISLAM & MUSLIME in den MEDIEN
– Radio UAHID
– Islamischer Chinski
– Niqab und Burka
– Falsche Versprechungen
– Judenhass im Namen Allahs
– Eine Karikatur des ISLAM

IN eigener SACHE
– Ein Grabfeld für Muslime
– MONDSICHTUNG 2014/1435
– Judenhass schadet auch Palästinensern

HELFEN WIR CHRISTEN IM IRAK

Muslime und GSIW Mitglieder schreiben
– Die schönsten Namen Allahs
– Neue Beiträge unter www.islamheute.ch

 

Muslim- und Judenfeindlichkeit gemeinsam überwinden

 

Statement

Muslim- und Judenfeindlichkeit gemeinsam überwinden:

Muslime und Juden setzen sich gemeinsam für Frieden im Nahen Osten und für Respekt in der Schweiz ein.

 

In der Schweiz treffen sich im Rahmen des Programms „Respect“ seit drei Jahren Hunderte von muslimischen und jüdischen Menschen, um gegenseitig Vorurteile ab- und Brücken aufzubauen. Wenn jedoch Spannungen hochkommen und die Gewalt in Israel/Palästina die Schlagzeilen beherrscht, braucht es nur wenige extreme Stimmen, um auch das Zusammenleben hier zu vergiften. Das ist leider Mitte Juli 2014 in Zusammenhang mit einer Demonstration in Zürich im Internet passiert – darüber wurde in den Medien breit berichtet.

Am wichtigsten ist: Wir plädieren für einen gerechten und sicheren Frieden für die palästinensischen und israelischen Gemeinschaften. Es stehen weder jüdische Extremisten exemplarisch für das Judentum noch muslimische Extremisten für den Islam. Der Krieg und die Gewalt müssen gestoppt werden und faire Lösungen sollen mit Hilfe der internationalen Gemeinschaft verbindlich umgesetzt werden. Wir begrüssen friedliche Bemühungen dafür in der Schweiz und anderswo.

Und hier in der Schweiz: Die vernünftigen Köpfe der muslimischen sowie der jüdischen Gemeinschaften müssen sich zu Wort melden und sich klar von Gewalt und Hetze distanzieren. Wer sein Entsetzen zum Ausdruck bringen will, sollte vermeiden, diskriminierende oder gewaltstiftende Wörter zu verwenden. Sowohl Muslim- als auch Judenfeindlichkeit sind leider verbreitet – auch hier in der Schweiz – und diese beiden Formen von Hass müssen überwunden werden. Sie gefährden das Zusammenleben und erschweren die Friedensbemühungen. Man darf und sollte sachliche Kritik gegenüber den Entscheidungstragenden beider Seiten anbringen, jedoch dürfen Drohungen oder Angriffe auf unsere Mitmenschen in der Schweiz keinen Platz haben und können überhaupt nicht geduldet werden.

Als Muslime und Juden, als Musliminnen und Jüdinnen in der Schweiz nehmen wir Stellung für Frieden, Sicherheit und Gerechtigkeit sowie gegen Gewalt, Drohungen und Hetze.

 

Namen der Unterstützenden
Imam Sakib Halilovic (Bosnische Moschee Schlieren),
Rabbiner Jehoschua Ahrens (ICZ)
Ron Halbright (NCBI),
M.M. Hanel (GSIW),
Albert Herz,
Mexhit Ademi,
Ramazan Özgü

Um Ihren Namen einzufügen, bitte ein Mail an respect@ncbi.ch schicken.
NCBI Kontakt: Ron Halbright 076 490 10 50

 

Ist der ISLAM reformierbar?

Islam im Elfenbeinturm  

Die Wissenschaft soll den Islam in der Schweiz reformieren. An der Universität Freiburg entsteht darum ein Zentrum für islamische Religion. Doch es drohen Konflikte mit Glaubensgemeinschaften.
So ein Artikel in der NZZ vom 2.2.2014 von Nina Streeck

Hier noch ein kurzer Ausschnitt (die Hervorhebungen sind von Hanel):
Der Islam soll sich verändern. Sich den hiesigen Gepflogenheiten anpassen, womöglich auch sich in einer Weise modernisieren, wie es das Christentum dank der Aufklärung getan hat. Das ist einer der Gründe, weshalb an der Universität Freiburg ein Zentrum für islamische Religion und Gesellschaft entsteht: die Hoffnung auf eine Reform des Islams. Allerdings knüpfen sich auch ganz anders geartete Wünsche an ein solches Zentrum. Und wenig Interesse am Hinterfragen der eigenen Religion.

KOMMENTAR: Nun, diese Hoffnung auf eine Reform des Islam, stirbt vielleicht zuletzt, aber sterben muss sie! Ich sagte schon mehrmals (z.B. im GSIW NEWSLETTER 69 – September 2012) der ISLAM ist NICHT reformierbar, da „der“ ISLAM sozusagen in erster Linie aus Qur’an und Sunna besteht.
Und QUELLEN, sind nun mal nicht reformierbar!
Höchstens sind sie zu verleugnen, zu verheimlichen, zu vernichten, etc. Gott sei, nein IST diesem vor!

WAS es zu reformieren gilt, und zwar auf muslimischer UND nichtmuslimischer Seite, ist das individuelle und gesellschaftliche VERSTÄNDNIS, die Interpretation hinsichtlich des Stellenwertes und der Inhalte dieser Primärquellen.

Hier nun noch einige explizite Ausführungen, warum der ISLAM nicht reformierbar ist, resp. solch eine Frage einfach vielleicht nicht dumm, so doch von einer etwas beschränkten Denkungsart des Fragestellers Zeugnis gibt. Der Versuch der Erweiterung solch eines Verständnisses möge folgen.

Ist der ISLAM reformierbar?
oder –
Warum der ISLAM nicht reformierbar ist!

Ad 1.
Um diese Frage nach REFORM zu beantworten und eine Antwort darauf zu verstehen, ist es erforderlich, wahr-zunehmen, was Muslime unter ISLAM verstehen (können) und ein diesbezüglich differenziertes Verständnis zu entwickeln.

a.) ISLAM, als vom Schöpfer im universellen Wesen aller Schöpfung ursprünglich angelegte Ein- und Ausprägung.
D.h. alle Schöpfung, sozusagen jedes Atom „weiß“, dass es aufgrund seiner Erschaffung in der Zeit, dem über alle Zeit und Verursachung erhaben Schöpfer ergeben IST (ja, unter diesem Aspekt gesehen – SEIN MUSS)! Darüber gibt es KEINE Diskussion … es sei denn bei Wesen, die mit freiem Willen beeigenschaftet sind und daher in der Lage sind – diese angenommene Tatsache (das Vorhandensein eines SCHÖPFERS und die Selbstwahrnehmung als GESCHÖPF) zu VERNEINEN … woraus sich allerdings ganz klar das Erfordernis (vom Standpunkt des „angenommenen“ Schöpfers, resp. der Logik) nach Religion, Rechtleitung = Zurückbindung ergibt.

b.) ISLAM, als „die universelle, natürliche RELIGION“ der Menschen – beginnend mit ADAM und EVA.
Aus oben kurz ausgeführtem Verständnis in Bezug auf das Verhältnis zwischen Schöpfer und Geschöpf ist es für Muslime ganz klar, dass die Religion ADAM und EVAs, „DER Islam“ (die „Gottergebenheit“ alles Erschaffenen in ihrer damaligen FORM) war.
Jetzt wird einsichtig, so Gott will, warum die Muslime alle alttestamentarischen Propheten und auch Jesus (Friede und Gottes Segen auf ihnen allen) als MUSLIME, Befolger und Bezeuger des Islams ansehen.

– Das Alte Testament (Bibel) wird also als islamische Offenbarung erachtet, als „erste allgemein bekannte, von Gott den Menschen gegebene Verfassung“ … die „mosaische Ausrichtung“.

– Das Neue Testament (Bibel) stellt somit eine Adaption, eine, von Gott angeordnete RE-FORM dieser ersten Verfassung dar … die „jesuanische Ausrichtung“.

– Das Letzte Testament (der Qur’an ) stellt den nächsten Schritt der göttlich angeordneten Adaption (angepasst an die inneren, seelisch-geistigen Veränderungen, die Entwicklung des Menschen und der dadurch aufgetretenen äußeren, Mensch versursachten Bedingungen), RE-FORM und göttlich bestimmten „Evolution“ der islamischen Verfassung dar … die „muhammadanische Ausrichtung“ – die nun, für Muslime – die letztgültige Verfassung, ganz auf die geistige Entwicklungsstufe des modernen Menschen hin ausgerichtet, darstellt.

Ich erlaube mir zu sagen, der Qur’an als ein „Up-date“ der vorherigen Verfassungsversionen, welche dadurch zwar nicht als völlig ungültig, aber doch als out-dated (to be „no more supported“, sozusagen) verstanden werden.

c.) ISLAM, als die von Menschen organisierte, gelebte Religion; Islam, als die von Menschen, aus religiös bestimmter Weltsicht heraus praktizierte, ausge-FORM-te Lebensweise.
Hier möchte dem denkenden und historisch forschenden Geist einsichtig werden, dass der, unter diesem Aspekt untersuchte Islam, so viele verschiedene Ausprägungen erfahren hat, wie es verschiedene Facetten, der sich dem Islam angehörenden Völker gibt.

d.) ISLAM, als von unterschiedlich geprägten und gebildeten Muslimen (oder sogar Nicht-Muslimen) angesehenes religiöses IDEAL oder vorgestellte Ideal-FORM oder dessen Gegenteil.
Hierzu muss ich keine weiteren Erläuterungen mehr anführen – hat doch jedes Individuum hierzu wohl eine Meinung, die sich durchaus von der diesbezüglichen Meinung des „Nächsten“ unterscheiden mag.

Aus dieser differenzierten Sicht geht hervor – so steht zu hoffen – dass der Islam, so wie in a.) und b.) dargestellt, NICHT reformfähig ist, soweit es in der Gewalt, Macht und Befugnis der Menschen steht … da eine diesbezügliche REFORM nur dem Schöpfer alleine zukommt.
Somit ist auch eine REFORM (Veränderung, Kürzung, Streichung von Passagen und Wörtern, etc.) des Qur’ans (natürlich als absolutes „Wort Gottes“ verstanden) völlig ausgeschlossen (und dieses Verständnis hat gar nichts mit „anti- liberal“, „anti-fortschrittlich“ oder dergleichen zu tun … sondern mit einfachster Logik – welcher sich offenbar sogenannte fortschrittliche, moderne oder liberale Kreise verweigern … nun denn, so mag es so eben sein … hat GOTT selbst bestimmt, dass es keinen ZWANG zum Glauben geben soll).

Ein Islam, wie er unter c.) und d.) beschrieben ist, ist allerdings durchaus reformfähig.

Ist doch alles, welches der Menschen zeitlicher Verfügungsgewalt anheimgestellt ist, der VERGESSLICHKEIT, NACHLÄSSIGKEIT, GEWOHNHEIT, TRÄGHEIT und allerlei weiteren menschlichen Tugenden und Untugenden ausgeliefert.

Aus Platzgründen möchte ich hier nicht ausführlicher werden.

Doch ganz GRUNDSÄTZLICH soll man, will man sich sprachlich vernünftig und nachhaltig ausdrücken, auch an diesem Punkt nicht davon sprechen, den ISLAM REFORMIEREN zu wollen oder von einem reformbedürftigen Islam sprechen.
Vielmehr ist es das VERSTÄNDNIS, welches sich die verschiedensten Menschen innerhalb der letzten 1400 Jahre in Bezug auf „ihren“ Islam oder „den der anderen“ gemacht haben, reformfähig und ganz bestimmt reformbedürftig!

Änderten sich doch nicht nur die historischen Bedingungen auf, sozialer, wissenschaftlicher, politischer, intellektueller, usw. Ebene im Laufe der Jahrhunderte, es sind auch die Bedingungen, aufgrund welcher die heute lebenden menschlichen Individuen ihr Verständnis hinsichtlich „Gott, der Welt und sich selbst“ innerhalb ihrer eigenen, einen Lebensspanne entwickeln, ganz unterschiedlicher FORM.

Wird doch deren Verständnis durch sich stets änderndes Wissen, bestimmte Bildung, individuell unterschiedliche geistige Fähigkeiten, Umwelteinflüsse, Erziehung etc. geformt.

Und WER möchte nun – bis hier her gelangt – die REFORMFÄHIGKEIT und REFORMBEDÜRFTIGKEIT des menschlichen, eigenen, individuellen und damit auch gesellschaftlichen Verständnisses (natürlich auch in Hinblick auf die in Ihrem Absatz 3 angesprochenen Themen), nicht nur seiner Welt, sondern auch seinem Gott und seiner Religion gegenüber, in Abrede stellen?

Presserat rügt Basler Zeitung (BaZ) wegen islamfeindlichen Artikel

Deutsch: Logo der Basler Zeitung

Deutsch: Logo der Basler Zeitung (Photo credit: Wikipedia)

Im Namen der VIOZ, als VIOZ Medienverantwortlicher, hatte ich im Sommer 2013 eine Beschwerde beim Schweizer Presserat wegen des tendenziösen und islamfeindlichen Online-Artikels der Basler Zeitung (BaZ) „Alle fünf Minuten wird ein Christ ermordet“ eingereicht.
Auch Herr O. WÄCKERLING hat eine entsprechende Beschwerde eingereicht.
Hier sein Artikel

Der Schweizer Presserat hat nun reagiert und die Basler Zeitung gerügt.
HIER die: Stellungnahme des Schweizer Presserates vom 13. November 2013 auf die VIOZ PRESSERATSBESCHWERDE

Presserat rügt BAZ wegen Islamkritik
Die «Basler Zeitung» hat nach Ansicht des Presserats die Grenze zur Diskriminierung überschritten. Problematisch war insbesondere, dass der Autor Zitate eines Islamhassers nicht als solche erkannte.

Kommentar HANEL und Zitat: VIEL PROBLEMATISCHER ist allerdings:
„Schwerwiegend verletzt hat die BAZ laut Presserat das berufsethische
Diskriminierungsverbot. Die Mischung aus berechtigter Kritik am islamistischen Terrorismus und diskriminierenden Aussagen über den Islam sei nicht zulässig.“

Rechtsextreme Zitate
Presserat rügt «BaZ» wegen Islamkritik
Hier der TAZ-Bericht

 

Auf Schlemihls BLOG wird der ganze Vorfall so hervorragend dokumentiert, dass ich mir weitere Bemühungen gerne spare.

Ein RIESENDANK an SCHLEMIHL!

 

 

Gedanken zur TÖTUNG Glaubensabtrünniger im ISLAM

Zitat 20 Min online:
IZRS lädt Hassprediger an Konferenz ein
von D. Pomper – An der Jahreskonferenz des Islamischen Zentralrates Schweiz IZRS in Genf soll Dr. Muhammad Salah auftreten. Dieser fordert im Internet zur Tötung abtrünniger Muslime auf.

«Ist es erlaubt, einen Glaubensabtrünnigen zu töten?»
„So lautet die Publikumsfrage, die im Huba TV, das über einen Satellitenkanal ausgestrahlt wird, gestellt wird.

Muhammad Salah im Huda TV kennt die Antwort: «Wenn eine Person den Islam aus freiem Willen angenommen hat oder in den Islam geboren wurde, dann – darüber herrscht allgemeine Einigkeit unter den Gelehrten – ist die Strafe für den Abfall vom Glauben Exekution.»“
Zitat Ende

Dieser KOMMENTAR ist längst fällig und die PROVOKATION wird aufgegriffen
und erwidert
:

Der IZRS „provoziert“ erneut mit der Einladung illustrer Gäste, wie z.B. den Gelehrten Muhammad Salah.
Provokation … ist sie gut zu heißen, ist sie abzulehnen?

Jede Sache, jedes Wort hat ja in Hinblick auf eine bestimmte beurteilende Wahrnehmung stets mindestens 2, allenfalls 4 Seiten (die EINE, die ANDERE, SOWOHL als AUCH, WEDER NOCH) aufzuweisen.
Ursprünglich bedeutet das Wort Provokation ja „FÜRSPRACHE“ gegen einen, als negativ empfundenen Entscheid einzulegen. Heute versteht man darunter allerdings im besten Fall das Hervorrufen von (allerdings doch meist negativ wahrgenommenen) Reaktionen, welche ohne diese Provokation ws. nicht stattgefunden hätten.

Wir als aufgeklärte und dem gesellschaftlichen Frieden verpflichtete Schweizer Bürger haben nichts im Sinn mit Verharmlosung, verschämter oder unverschämter, lautstarker oder auch höflich geschliffener, zurückhaltend leiser Leugnung von Tatsächlichkeiten, sondern sind wahrhaftig dem Besseren von Herzen zugetan. Daher – nur zu, mit im Rahmen des Gesetzes zulässiger Provokation – doch aufgepasst!

Zuviel des Guten ist oft schlechter als das Schlechte selbst. Dies sei als ernste Warnung deutlich kundgetan!

Rüttelt Provokation doch auf, aus biedermänn- und -weiblicher Schläfrigkeit, reizt unterdrückte Aggression sich ungeschminkt zu zeigen, auch Heuchelei wird in ihrem Winden hin und her erkannt, doch ganz allgemein drängt Provokation bedauerlicherweise meist zu ungestüm und vorschnell auf das noch nicht bereitete Sägemehlrund der Schwinger.

Doch nun zur Sache selbst.

Gott sei Dank, brauche ich mich nicht zum Kreis der Gelehrten zählen (zu lassen) und habe daher auch auf keine in Einigkeit und Konsens geschlossene Meinung von bestimmten Gelehrten Rücksicht zu nehmen.
Daher gibt es hier auch keine FATWA, sondern gerade mal wird im Weiteren die Ansicht eines einfachen Gläubigen angerissen, der den ISLAM aus tiefster Überzeugung, im Verständnis der Vollkommenheit dessen Lehre und nicht aufgrund der tatsächlich beschränkenden und beschränkten, d.h. relativen Interpretation von sich mitunter vollkommen dünkender, sich wahrlich absolutistisch gebender Menschen, versteht und auch lebt.

Hier weiterlesen

Weiterlesen

Islamische Religionsgemeinde LINZ für O.Ö. & Sbg.

Hier einige Erinnerungen aus meiner „alten Zeit“
in LINZ, Oberösterreich

Ein Bericht über unsere Moschee in der GLIMPFINGERSSTRASSE 1
aus dem Jahre 1989 und eine traurige Geschichte …

„Oberösterreichs Muslime sitzen zwischen kämpfenden Zyklopen“
Artikel in der Kronenzeitung

Angst vor Islamfeindlichkeit aber auch vor Islamisten

Mein Kommentar heute dazu:An dieser Situation hat sich nichts, aber auch wirklich nichts geändert, außer, dass es noch schlimmer geworden ist!
MUSLIME, beauftragt, stets den Weg der Ausgeglichenheit, den Weg der Mitte zu suchen, werden heute mehr denn je von 2 Seiten im wahrsten Sinne „unter Beschuss“ genommen.
Einerseits von „islamophoben„, islamfeindlichen, extremistischen Nichtmuslimen, die ganz genau zu wissen meinen, was und wie ISLAM wäre und was und wie nicht, und anererseits von „islamophilen„, islamliebenden, extremistischen Muslimen, die ebenfalls ganz genau zu wissen meinen, was und wie ISLAM wäre …
Was ist das Kennzeichen, welches diese beiden Extremisten gemeinsam auszeichnet?
SIE SIND ABSOLUTISTEN … und Absolutismus kommt NUR GOTT zu und nicht EINEM Menschen, selbst wenn er ein Prophet wäre.
WER DIESEN ZUSAMMENHANG verstanden hat und bgreift, was denn ABSOLUTISMUS wirklich bedeutet, geht nie wieder in die Falle, scheinheiliger DEMOKRATEN oder scheinheiliger MUSLIME und wären sie noch so beschlagen!

EIn Artikel in den Oberösterreichischen Nachrichten:
Moslems in Österreich: Seit Bosnien wird es enger.
Die Islamische Gemeinschaft bekommt bei uns zunehmend eine ablehnende Haltung zu spüren

OFFENE MOSCHEEN – Kirchenzeitung 2001
KIZ-Solidaritätspreisträger ist Beauftragter für Dialog mit Christen

 

FRAGEN des WINTERTHURER STADTANZEIGERs

Interview mit M. HANEL für den Winterthurer Stadtanzeiger
von Christian SAGGESE, Redaktionsleiter

(ein etwas kürzeres Interview wird am Dienstag, 22.10.2013 veröffentlicht isA, hier der LINK)
siehe auch unter INTERVIEWS

  1. Nach dem Minarettverbot droht auch ein nationales Burkaverbot. Wie fühlt man heute als Muslim in der Schweiz? Fühlen Sie sich diskriminiert?

Das „Burkaverbot“ ist eine besonders schmerzhafte, diskriminierende Maßnahme gegen die Muslime in der Schweiz. Dies aus mehreren Gründen:

a.)    Die Burka wird in der Schweiz überhaupt nicht getragen (eventuelle Ausnahmen durch Touristinnen in Interlakens Schmuckgeschäften bestätigen die Regel).
Eine Initiative gegen ein real gar nicht vorhandenes Problem ist daher jedenfalls als schäbige Manipulation zu sehen, das Bild eines ganz allgemein frauenfeindlichen Islam in der Schweizer Öffentlichkeit zu verfestigen.
b.)    Die Muslime in der Schweiz sind aufgrund ihrer persönlichen, kulturellen und religiösen Prägung überhaupt nicht daran interessiert, einen derartigen „Dress-Code“ in der Schweiz einzuführen. Die wenigen Musliminnen in der Schweiz, welche sich freiwillig – und das ist zu betonen – entschieden haben, den Niqab zu tragen, sollen „zwangsmässig“ entkleidet werden. Ein Vorgehen, welches Muslime in der Schweiz genauso entschieden ablehnen und eine aufgeklärte, freiheitliche Schweizer Bevölkerung genauso ablehnen sollte, wie eine eventuelle zwangsweise Verordnung einer Verhüllung oder Verschleierung von muslimischen Mädchen und Frauen.
c.)    Angesprochenes „Burkaverbot“ ist auch nach aktuell gültigem hiesigen Recht ein unrechtmäßiger Eingriff in die persönlichen, individuellen Freiheitsrechte und eine Umsetzung richtete sich nicht nur gegen das Recht der Muslime auf freie Religionsausübung, sondern in erster Linie gegen das, sich aus guten Gründen über lange Zeit entwickelte schweizerische Rechtsverständnis. Muslime und Schweizer, Schweizer Muslime, Muslime in der Schweiz wären daher nicht schlecht beraten, sich also von solch schändlichen Machenschaften zu distanzieren.

  1. Mit welchen Befürchtungen/Ängsten beobachten Sie diese Entwicklung in der Schweiz?

So wie 9/11 einen Bruch im Verhältnis zu Muslimen weltweit darstellte, war dies die Annahme der Minarettbauverbotsinitiative in der Schweiz. Gegen Islam und/oder Muslime zu sein, gilt seitdem als „political correct“ und wurde salonfähig gemacht. Dass hierbei in der Regel Sachverhalte verzerrt dargestellt, Wahrheiten zu Halbwahrheiten verkürzt, korrigierende Darstellungen umfänglich unterdrückt werden, zeigt, dass es sich um eine systematisch umgesetzte Strategie gegen die Religion ganz allgemein und gegen den Islam im speziellen handelt. Solange dem normalen Haus- und Sachverstand nicht auch öffentlich und in der Politik wieder zu seinem Recht verholfen wird und weiterhin populistischen Agitatoren zugejubelt wird, wenn sie das zwischenmenschliche Klima im Land vergiften, stehen einer besseren gemeinsamen Zukunft zu viele Ressentiments – in der Zwischenzeit vermehrt auf beiden Seiten – entgegen. In aller Deutlichkeit möchte ich den Lesern ans Herz legen, dass es  differenziertes Denken braucht, um eine Lösung der Problematik und Entspannung zu erreichen.

Ist das Offensichtliche wirklich so schwer als solches zu erkennen, dass das Realverhalten der Menschen meist eines ist, welches eben nicht mit jenem Verhalten gleichgesetzt oder verwechselt werden darf, das über die gerade deshalb erforderliche religiöse Reform angestrebt wird?

Oder – um einige makabre Vergleiche zu ziehen – wäre es denn nicht absurd, das vom Himmel hoch her kommende Geschenk der „christlichen Nation“ USA an die Bewohner Hiroshimas und Nagasakis, das millionenfache gegenseitige Abschlachten der Christenheit zur Zeit des zweiten Weltkriegs, die im „christlichen Abendland“ laufende exportbestimmte Massenproduktion von chemischen Kampstoffen, Land und Tretminen, das zurzeit stattfindende gegenseitige Morden der Muslime im Nahen Osten als christliche oder islamische, religiös begründete Maßnahmen der Nächsten- und Gerechtigkeitsliebe zu interpretieren, um nur bei einigen schauderlichen Beispielen zu bleiben?

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