Die SCHÖNSTEN NAMEN ALLAHs „Asmāʾu ’llāhi ’l-ḥusnā“ – Teil 1

Allahs Schönste Namen

“Say: “Call upon Allah, or call upon Rahman: by whatever name ye call upon Him, (it is well): for to Him belong the Most Beautiful Names…” [The Holy Quran, Surah Isra 17:110] PicLink

Eines der wichtigsten Lektionen die es im ISLAM zu erlernen gibt, ist wohl die Kenntnis der  Asmāʾu ’llāhi ’l-ḥusnā ‚ der schönsten Namen oder Eigenschaften Gottes – ALLAHs.

In einem Hadith von Abū Hurayra (603–681), einem Gefährten des Propheten Muhammad (saws), wird überliefert:

Wahrlich, Gott hat neunundneunzig Namen, einen weniger als hundert. Wer sie aufzählt, geht ins Paradies.“ – Saḥīḥ des Buḫārī, Band 3, Kapitel 50, Nr. 894

Zählt man alle im Qur’an genannten Bezeichnungen für Gott, so kommt man auf deutlich über hundert. Daher gibt es verschiedene Listen dieser 99 Namen, die voneinander abweichen. So wird z. B. auch Allah selbst in manchen Listen mitgezählt, in anderen aber nicht.

An einer solch einer Listen habe ich bereits selbst gearbeitet und gemäß meiner Übersetzung von Muhammad ASADs Koran diese Eigenschaften zu erläutern versucht.

   Versuch der Erläuterung der “99 Schönsten Namen Gottes”HANEL 5/2012
   Verse aus dem Qur’an zu den “Schönsten Namen Gottes”

Nun möchte ich einen Schritt weitergehen und beabsichtige die Erläuterungen von Imam al-Ghazâlî (Abû-Hâmid Muhammad ibn-Muhammad al- Ghazâlî) aus seinem  AlMaqsad AlAsna  Fi Sharh Asma‘ Allah Al-Husna vorzustellen.
Hier noch der LINK zu meinem Vortrag zum Leben und Wirken von Imam Abu Hamid.

BISMILLAHI ar-RAHMANI ar-RAHIM

ALLAH

Dies ist der Name des Seienden, des Einen (und Einzigen), dem die göttlichen Eigenschaften zustehen, des Einen, der durch die Eigenschaften der Herrschaft qualifiziert ist. Er ist einzigartig, einmalig in Hinblick auf echtes Sein. Gewiss kann von keinem Existierenden behauptet werden, dass es aufgrund seines eigenen Wesens besteht; und alles, das seine Existenz von diesem Einen, aufgrund dessen Wesens erhält, ist vergänglich. Alles ist vergänglich, „außer Sein Antlitz“.[1]

Es ist gut möglich, dass (der Name „ALLAH„) als Hinweis auf diese abstrakte Einheit auf die gleiche Weise entstand, wie gewöhnliche Hauptwörter (welche einzelne Wesen bezeichnen). Alles was diesbezüglich über Etymologie und Ableitung gesagt wird, ist widersprüchlich und künstlich, willkürlich hergeholt.

Eine nützliche Lektion:
Ihr sollt wissen, dass dieser Name der größte der 99 Namen ist, denn er bezeichnet das Wesen all dessen, das die göttlichen Eigenschaften in solcher Weise zusammenfasst, sodass nichts fehlt.
Jeder andere Name bezeichnet eine einzelne Eigenschaft, wie Wissen, Macht, Handeln und weitere, wohingegen (Allah) der absolute, besondere Name (Gottes) ist. Niemand verwendet den Ausdruck Allah für etwas anderes denn Gott, weder ausdrücklich, noch metaphorisch, wohingegen alle andere Namen, wie beispielsweise Al-Qadir, Al-‚Alim, Ar-Rahim, auch anderes, denn Ihn bezeichnen kann. Aus diesen beiden Gründen ist dieser Name von allen der größte.

Ein Detail:
In Hinblick auf die Bedeutungen aller anderer Namen, wie Ar-Rahim, Al-‚Alim, Al-Halim, As-Sabur, Asch-Schakur, und so fort, ist es denkbar, dass Menschen damit bezeichnet werden, auch wenn dies auf andere Art[2] geschieht, als bezeichnete man Gott mit diesen Namen. Die Bedeutung dieses Namens ist derart besonders, dass es unvorstellbar ist, dass ein Teilen dieses Namens mit anderem, sei es wörtlich oder metaphorisch infrage käme.
In Hinblick auf diese Besonderheit werden alle anderen Namen als die Namen Gottes bezeichnet und in Bezug auf Allah, Gott definiert. Man mag (also) sagen, dass As-Sabur, Asch-Schakur, Al-Jabar und Al-Malik einige unter den Namen Allahs sind, doch nicht kann man sagen, dass Allah einer unter den Namen As-Saburs und Asch-Schakurs wäre – dies hinsichtlich der Tatsache, dass dieser Name ein bezeichnender Hinweis auf die wahre Natur der Bedeutung von Göttlichkeit und spezifischer und der meist bekannte und geläufigste ist. Man versagt, diesen Namen durch etwas anderes zu definieren, wohingegen die anderen in Beziehung zu diesem definiert werden.

Eine Ermahnung:
Der Teil dieses Namens, welcher auf den Menschen anwendbar ist, ist ta’allhu. Damit meine ich, dass dessen Herz und Anliegen so vollständig von Gott, dem über allem Erhabenen vereinnahmt und in Beschlag genommen ist, dass er nichts anderes sieht, auf nichts anderes achtet oder hofft, denn Ihn. Wie könnte er nicht so bezeichnet werden, wenn er nicht verstanden hätte, dass Gott, der über alles Erhabene, das/der (die)  Wahrhaft Seiende, das/der (die) Wirklich Eine (Wirklichkeit) ist und dass alles und jedes andere – dem Untergang und der Vergänglichkeit anheimgegeben ist [3] und – es sei denn durch Ihn – wertlos ist. Daher sieht Er sich als der Befehlshaber über alles, welches der Zerstörung entgegengeht und letztlich wertlos ist, wie es selbst der Gesandte Gottes – möge der Segen und Friede Gottes über ihm sein – sah, als er sagte: „Der wahrhaftigste Vers, den die Araber rezitierten, ist der Ausspruch Labids, der sagte: „Alles außer Gott ist wertlos“.


[1] Das Wort „Antlitz Gottes“ z.B. wird als metaphorische Ausdruck der wirklichen, umfassenden Verfassung, dem tatsächlichen Sein gebraucht. Da das menschliche Gesicht die Verfassung, wie auch die „Fassungslosigkeit“ des menschlichen Gemüts am besten auszudrücken vermag.

[2] Hinsichtlich Gottes Eigenschaften denkt man diese Eigenschaften als absolut, als völlig unveränderbar durch äußere Einflüsse und völlig unabhängig von äußerer Einflussnahme – wohingegen menschliche Eigenschaften nur als relative, von Umständen, Ursachen und Wirkungen abhängigen Eigenschaften gedacht werden.

[3] Sure 28:88 „Alles ist vergänglich, außer dem Antlitz Gottes“.

WINTERZEIT ist LESEZEIT

Daher erlaube ich mir einige Bücher vorzustellen, die ich gerne empfehlen mag.
Viel Spaß, schöne Stunden und Erkenntnis beim Lesen

BUCHREZENSIONEN von Muhammad M. HANEL

Die Botschaft des Koran: Übersetzung und Kommentar [Gebundene Ausgabe] Muhammad Asad (Autor), Ahmad von Denffer (Übersetzer), Yusuf Kuhn (Übersetzer) sehr empfehlenswert!

Der Weg nach Mekka [Gebundene Ausgabe] Muhammad Asad (Autor) sehr empfehlenswert!

Abhandlung über die Liebe [Taschenbuch] Ibn Arabi Muhyiddin (Autor) sehr empfehlenswert!

Christen und Muslime: Was sie verbindet – was sie unterscheidet [Taschenbuch] Andreas Renz (Autor), Stephan Leimgruber (Autor) sehr empfehlenswert!

Streit um das Minarett: Zusammenleben in der religiös pluralistischen Gesellschaft (Beitrage Zu Einer Theologie Der Religionen) [Taschenbuch] sehr empfehlenswert! Mathias Tanner (Herausgeber), Felix Müller (Herausgeber), Frank Mathwig (Herausgeber), Wolfgang Lienemann (Herausgeber)

Pubertät – wenn Erziehen nicht mehr geht: Gelassen durch stürmische Zeiten [Gebundene Ausgabe] Jesper Juul  (Autor) sehr empfehlenswert!

Der Kapitalismus. Ein System, das funktioniert. ( Sachbuch). Paul C. Martin (Autor), Walter Lüftl (Autor) sehr empfehlenswert!

Radikale Reform: Die Botschaft des Islam für die moderne Gesellschaft [Gebundene Ausgabe] Tariq Ramadan  (Autor), Kathrin Möller (Übersetzer), Anne Vonderstein (Übersetzer) sehr empfehlenswert!

Atmen Sie, um Gottes Willen!: Vorträge über die mystische Kunst und Wissenschaft des Atems [Taschenbuch] Reshad Feild (Autor)

Die innere Arbeit, Band I: Studienmaterial einer lebenden esoterischen Schule [Taschenbuch] Reshad Feild (Autor)

Die Antwort der Reliogionen auf 31 Fragen [Gebundene Ausgabe] Gerhard. Szczesny

Das islamische Recht: Geschichte und Gegenwart [Gebundene Ausgabe] Mathias Rohe

Der Papst und die Freimaurer. Ein wissenschaftlicher Diskurs [Gebundene Ausgabe] Harald Schrefler (Autor)

Die Wiederentdeckung des Respekts: Wie interkulturelle Begegnungen gelingen – Ein Lesebuch – Mit einem Nachwort des Dalai Lama [Gebundene Ausgabe] Josef Schönberger (Autor)

Ewige Weisheit: Das Geheimnis hinter allen spirituellen Wegen – Redaktion: Christa Spannbauer und Ursula Richard – Band 2 der Schriftenreihe “West-östliche Weisheit Willigis Jäger Stiftung” [Gebundene Ausgabe] Willigis Jäger OSB (Autor)

Quellen der Menschlichkeit: Bibel und Koran – von Christen und Muslimen gedeutet [Gebundene Ausgabe] Hans Grewel (Herausgeber), Luise Becker (Herausgeber), Peter Schreiner (Herausgeber)

Anas Schakfeh: Das österreichische Gesicht des Islams Farid Hafez

Die muslimische Minderheit und ihre Religion: Strukturrechtliche und institutionsrechtliche Grundfragen im Bereich des Religionsrechts der Schweizerischen Eidgenossenschaft [Broschiert] Erwin Tanner  (Autor)

Jung , muslimisch, schweizerischMuslimische Jugendgruppen, islamische Lebensführung und Schweizer Gesellschaft Ein Forschungsbericht der Autorengruppe Jürgen Endres, Andreas Tunger-Zanetti, Samuel-Martin Behloul und Martin Baumann. ISBN 978-3-033-04346-6

Presserat rügt Basler Zeitung (BaZ) wegen islamfeindlichen Artikel

Deutsch: Logo der Basler Zeitung

Deutsch: Logo der Basler Zeitung (Photo credit: Wikipedia)

Im Namen der VIOZ, als VIOZ Medienverantwortlicher, hatte ich im Sommer 2013 eine Beschwerde beim Schweizer Presserat wegen des tendenziösen und islamfeindlichen Online-Artikels der Basler Zeitung (BaZ) „Alle fünf Minuten wird ein Christ ermordet“ eingereicht.
Auch Herr O. WÄCKERLING hat eine entsprechende Beschwerde eingereicht.
Hier sein Artikel

Der Schweizer Presserat hat nun reagiert und die Basler Zeitung gerügt.
HIER die: Stellungnahme des Schweizer Presserates vom 13. November 2013 auf die VIOZ PRESSERATSBESCHWERDE

Presserat rügt BAZ wegen Islamkritik
Die «Basler Zeitung» hat nach Ansicht des Presserats die Grenze zur Diskriminierung überschritten. Problematisch war insbesondere, dass der Autor Zitate eines Islamhassers nicht als solche erkannte.

Kommentar HANEL und Zitat: VIEL PROBLEMATISCHER ist allerdings:
„Schwerwiegend verletzt hat die BAZ laut Presserat das berufsethische
Diskriminierungsverbot. Die Mischung aus berechtigter Kritik am islamistischen Terrorismus und diskriminierenden Aussagen über den Islam sei nicht zulässig.“

Rechtsextreme Zitate
Presserat rügt «BaZ» wegen Islamkritik
Hier der TAZ-Bericht

 

Auf Schlemihls BLOG wird der ganze Vorfall so hervorragend dokumentiert, dass ich mir weitere Bemühungen gerne spare.

Ein RIESENDANK an SCHLEMIHL!

 

 

Gedanken zur TÖTUNG Glaubensabtrünniger im ISLAM

Zitat 20 Min online:
IZRS lädt Hassprediger an Konferenz ein
von D. Pomper – An der Jahreskonferenz des Islamischen Zentralrates Schweiz IZRS in Genf soll Dr. Muhammad Salah auftreten. Dieser fordert im Internet zur Tötung abtrünniger Muslime auf.

«Ist es erlaubt, einen Glaubensabtrünnigen zu töten?»
„So lautet die Publikumsfrage, die im Huba TV, das über einen Satellitenkanal ausgestrahlt wird, gestellt wird.

Muhammad Salah im Huda TV kennt die Antwort: «Wenn eine Person den Islam aus freiem Willen angenommen hat oder in den Islam geboren wurde, dann – darüber herrscht allgemeine Einigkeit unter den Gelehrten – ist die Strafe für den Abfall vom Glauben Exekution.»“
Zitat Ende

Dieser KOMMENTAR ist längst fällig und die PROVOKATION wird aufgegriffen
und erwidert
:

Der IZRS „provoziert“ erneut mit der Einladung illustrer Gäste, wie z.B. den Gelehrten Muhammad Salah.
Provokation … ist sie gut zu heißen, ist sie abzulehnen?

Jede Sache, jedes Wort hat ja in Hinblick auf eine bestimmte beurteilende Wahrnehmung stets mindestens 2, allenfalls 4 Seiten (die EINE, die ANDERE, SOWOHL als AUCH, WEDER NOCH) aufzuweisen.
Ursprünglich bedeutet das Wort Provokation ja „FÜRSPRACHE“ gegen einen, als negativ empfundenen Entscheid einzulegen. Heute versteht man darunter allerdings im besten Fall das Hervorrufen von (allerdings doch meist negativ wahrgenommenen) Reaktionen, welche ohne diese Provokation ws. nicht stattgefunden hätten.

Wir als aufgeklärte und dem gesellschaftlichen Frieden verpflichtete Schweizer Bürger haben nichts im Sinn mit Verharmlosung, verschämter oder unverschämter, lautstarker oder auch höflich geschliffener, zurückhaltend leiser Leugnung von Tatsächlichkeiten, sondern sind wahrhaftig dem Besseren von Herzen zugetan. Daher – nur zu, mit im Rahmen des Gesetzes zulässiger Provokation – doch aufgepasst!

Zuviel des Guten ist oft schlechter als das Schlechte selbst. Dies sei als ernste Warnung deutlich kundgetan!

Rüttelt Provokation doch auf, aus biedermänn- und -weiblicher Schläfrigkeit, reizt unterdrückte Aggression sich ungeschminkt zu zeigen, auch Heuchelei wird in ihrem Winden hin und her erkannt, doch ganz allgemein drängt Provokation bedauerlicherweise meist zu ungestüm und vorschnell auf das noch nicht bereitete Sägemehlrund der Schwinger.

Doch nun zur Sache selbst.

Gott sei Dank, brauche ich mich nicht zum Kreis der Gelehrten zählen (zu lassen) und habe daher auch auf keine in Einigkeit und Konsens geschlossene Meinung von bestimmten Gelehrten Rücksicht zu nehmen.
Daher gibt es hier auch keine FATWA, sondern gerade mal wird im Weiteren die Ansicht eines einfachen Gläubigen angerissen, der den ISLAM aus tiefster Überzeugung, im Verständnis der Vollkommenheit dessen Lehre und nicht aufgrund der tatsächlich beschränkenden und beschränkten, d.h. relativen Interpretation von sich mitunter vollkommen dünkender, sich wahrlich absolutistisch gebender Menschen, versteht und auch lebt.

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Aus Erde sind wir – in sie werden wir zurückgebracht – aus ihr werden wir erweckt

Margot

20131126_131753   UNSERE LETZTE GEMEINSAME REISE

Mein Schatz, meine Geliebte, meine Vertraute – Majida Tabbasam TUFAIL HANEL  hat nach langem und schwerem Leiden, welches sie mit unaussprechlicher Stärke und beispielhafter Gelassenheit getragen hat – diese Welt aus meinen Armen – verlassen.

Subhanallah, wal Hamdulillah, wa Allahu akbar!

Habt sie in bestem Gedenken, verzeiht ihre Fehler und Versäumnisse und haltet ihr einen Platz in Euren Bittgebeten frei.

Möge Allah der Allmächtige sie mit den IHM Nahen empfangen und ihr den ihr gebührenden Platz unter Seinem Antlitz zuweisen.

Meine ganze Zuflucht nehme ich bei dem Allmächtigen GOTT vor dem verworfenen Üblen und Bösen.

Im Namen Allahs, des Allerbarmers und jedem Gnädigen.  Gepriesen sei Gott, der Herr der Welten!  Und der Segen Gottes sei auf all Seinen vorzüglichen Dienern und deren Gefährten!

O Allah wir bitten um Deinen Segen, Deine Liebe und Dein Licht  Und die Fähigkeit auch jede kleine Gnade zu begreifen und dankbar zu sein.

O Allah segne uns mit Aufrichtigkeit und Vertrauen  und der Fähigkeit sich und einander zu ergänzen und miteinander inneren Frieden und Ruhe zu erlangen,  jene Ruhe in welcher das Innerste Deinem Lichte noch empfänglicher wird

O Allah mehre unsere Geduld, Beharrlichkeit und Standhaftigkeit  und vergib unsere bewussten und unbewussten Fehler und Versäumnisse gegen unser Selbst.

O Allah öffne unsere Herzen Deiner Wahrheit, stärke unseren Verstand und reinige unsere Seelen  und wende uns ab von eitlem Denken und Handeln und schütze uns vor den Verführungen Satans und dem Trug seiner Gehilfen  und mache ihr Tun und Wünschen zunichte.

O Allah richte unser Streben nach dem Weg Deines Wohlgefallens  und segne die Zusammenkünfte jener, die sich um Dein Wohlgefallen mühen,  begnade sie durch Deinen geheiligten Geist, schenk ihnen die Rechtleitung  und führe sie in die Gegenwart Deiner Herrlichkeit.

O Allah mehre unsere Liebe zu Dir und zu jenen, die Dich lieben  und unsere Liebe zu solchen Taten, welche uns Deiner Liebe näher bringen

Amin

Islamische Religionsgemeinde LINZ für O.Ö. & Sbg.

Hier einige Erinnerungen aus meiner „alten Zeit“
in LINZ, Oberösterreich

Ein Bericht über unsere Moschee in der GLIMPFINGERSSTRASSE 1
aus dem Jahre 1989 und eine traurige Geschichte …

„Oberösterreichs Muslime sitzen zwischen kämpfenden Zyklopen“
Artikel in der Kronenzeitung

Angst vor Islamfeindlichkeit aber auch vor Islamisten

Mein Kommentar heute dazu:An dieser Situation hat sich nichts, aber auch wirklich nichts geändert, außer, dass es noch schlimmer geworden ist!
MUSLIME, beauftragt, stets den Weg der Ausgeglichenheit, den Weg der Mitte zu suchen, werden heute mehr denn je von 2 Seiten im wahrsten Sinne „unter Beschuss“ genommen.
Einerseits von „islamophoben„, islamfeindlichen, extremistischen Nichtmuslimen, die ganz genau zu wissen meinen, was und wie ISLAM wäre und was und wie nicht, und anererseits von „islamophilen„, islamliebenden, extremistischen Muslimen, die ebenfalls ganz genau zu wissen meinen, was und wie ISLAM wäre …
Was ist das Kennzeichen, welches diese beiden Extremisten gemeinsam auszeichnet?
SIE SIND ABSOLUTISTEN … und Absolutismus kommt NUR GOTT zu und nicht EINEM Menschen, selbst wenn er ein Prophet wäre.
WER DIESEN ZUSAMMENHANG verstanden hat und bgreift, was denn ABSOLUTISMUS wirklich bedeutet, geht nie wieder in die Falle, scheinheiliger DEMOKRATEN oder scheinheiliger MUSLIME und wären sie noch so beschlagen!

EIn Artikel in den Oberösterreichischen Nachrichten:
Moslems in Österreich: Seit Bosnien wird es enger.
Die Islamische Gemeinschaft bekommt bei uns zunehmend eine ablehnende Haltung zu spüren

OFFENE MOSCHEEN – Kirchenzeitung 2001
KIZ-Solidaritätspreisträger ist Beauftragter für Dialog mit Christen

 

Braucht, gibt es denn eine europäische islamische Identität?

In einem Artikel der Islamischen Zeitung wird dieses Thema etwas differenzierter, als es bislang, auch an verschiedenen Veranstaltungen zu erfahren war, angesprochen … dies vorerst mal zur Einstimmung.
.
Mir erlaube ich folgende Bemerkungen, nachdem in die Diskussion um dieses Thema eine gespürte Spannung zwischen „orientalischem und europäischem Islam-Verständnis“ eingedrungen ist.
Hinzuzufügen ist, dass dieser Ausdruck eher von der europäischen Seite formuliert und zur Geltung gebracht wurde, wo hingegen nicht-Europäer solche Differenzierung und Definition für sich eher ablehn(t)en.
Hinzuzfügen wäre, dass es hoch an der Zeit ist, das Gespräch über dieses Thema ENDLICH zu beginnen. Sind doch die Umstände, in welchen die Muslime sich in Europa finden, derart unerträglich geworden, OHNE dass die Muslime, die keinen Migrationshintergrund (mehr) haben eigentlich dafür können … Ausnahmen bestätigen die Regel!
In obigem Zeitungsartikel wird dieses problematische Verhältnis (zwischen europäischem und Migrationsislam) etwas differenzierter dargestellt – denn es ist nicht ein sogenanntes “orientalisches”, welches dem “euopäischen” Weltbild gegenübersteht … ist doch das Verhältnis dieser beiden zueinander vielmehr kein gegensätzliches, sondern in etwa dem Verhältnis der rechten zur linken Gehirnhälfte zu vergleichen …
… Und DARIN liegt  die Diskrepanz … in der UNAUSGEWOGENHEIT dieses Verhältnisses.
Dies IST das eine … (… eine Seite dominiert unzulässiger, ungesunder, unangebrachter und unverschämter Weise die andere … ist das DEUTLICH genug, um unerträgliche EINSEITIGKEIT zu beschreiben?)
Das andere sind spezielle nicht-europäischen, POLITISCH zu bezeichnenden VERWALTUNGSSTRUKTUREN, welche ebenfalls (zumindest im Falle der Mehrzahl muslimischer Organisationen nicht nur in der Schweiz praktiziert werden) hier und auch dort nichts verloren haben – auch wenn mancher Schweizer oder Europäer daran Gefallen finden mag – und diese Strukturen sind mit dem Oberbegriff WILLKÜR bestens definiert … und dazu kommt noch “historisch (un)begründeter” Stolz, grundsätzliche Kritik– und Reformunfähigkeit und vor allem –willigkeit, und weil wir schon beim WILLEN sind, auch noch der UNWILLE zu erweiterter EINSICHT!
WEITER im Text:
THESE:
WIR brauchen eine “europäisch islamische Identität”, die sich von den vielen “Migranten- und Ethno- und Sektenislamen” abzunabeln vermag.
Wodurch müsste sich “dieser” Islam auszeichnen, um nicht zu einem weiteren “”Ethnoislam, einer völlig überflüssigen „europäischen Islamsekte” zu werden?
Was zeichnet Europäer denn aus?
……
Beginnen will ich mit EINEM Argument:
Sie haben “la ikraa fi diin” (kein Zwang zum Glauben) tatsächlich von Kindheit auf erleben dürfen … da unterscheiden wir uns jedenfalls von der überwältigenden Mehrheit anderer Muslime, die aus dem Osten zu uns kamen.
Und deshalb haben wir den MUT solche Details innerhalb der Glaubenspraxis kritisch anzusehen, die einfach nicht stimmig in das ISLAMISCHE Gesamtkonzept zu passen vermögen, welche mit den Maqaasid – also den “Überbegriffen” kollidieren und diesen entgegenstehen – ohne schlechtes Gewissen, mutig, kreativ und befreiend, kritisch, ja mitunter streng kritisierend (wenn man uns als quasi unmündig abzutun gewillt ist)  – und sind daher durchaus in der Lage, ein kohärentes Islamverständnis zu erarbeiten und vor allem, dieses selbst überzeugt und überzeugend zu leben.
Denn INKOHÄRENZ ist es, welche den Islam der an Ethnie, Nationalität, Tradition, Traumata, nicht freiheitliche Erziehung, Bildungsferne, etc., “gebundenen” Muslime negativ auszeichnet – und deshalb NICHT geeignet ist, bindungsstiftend zu wirken … wenn ich mich mal g’schwind, aus dem Ärmel geschüttelt, so ausdrücken darf – um die Auseinandersetzung mit diesem Thema weiter zu treiben.
Denn, nach meinem Gefühl – Gott sei Dank – bin ich nach mehr wie 25 Jahren unentwegtem Einsatz für die islamische Sache, in leicht fortgeschrittenem Alter nicht mehr ganz alleine, muslimisches, mit Vernunft und Friedfertigkeit, ausgewogener Einstellung zu diesseitiger Freude und jenseitiger Glückseligkeit nicht zu vereinbarendes Verhalten einigermaßen exakt zu verorten, zu definieren und auch in Kooperation mit islamisch UND westlich gebildeten „universellen“ Muslimen reformieren zu vermögen.
Denn – damit keine falsche Kooperationsgedanken aufkommen, klar augedrückt!
NICHT der ISLAM braucht eine Reform – sondern das Islam-VERSTÄNDNIS der MUSLIME!
Und was es dazu braucht? … nun – nennt IHR es!

ISLAM & ENVIRONMENT

IT’s HIGH TIME!
Quelle:
http://khaleafa.com/greenkhutbah/resources/
http://www.goethe.de/ges/phi/prj/ffs/the/a99/de11257338.htm
Deutsche Übersetzung Muhammad ASAD/ M. Hanel

Quranic Verses and Hadiths:

Water:

And We send the fecundating winds, then cause the rain to descend from the sky, therewith providing you with water (in abundance), though ye are not the guardians of its stores. And verily, it is We Who give life, and Who give death: it is We Who remain inheritors (after all else passes away). (Qu’rán, 15:22-23).

15: 22 – 23
Und Wir lassen die Winde ziehen, um [Pflanzen] [1] zu befruchten und Wir senden Wasser vom Himmel hernieder und lassen euch davon trinken: und nicht ihr seid es, die über dessen Quell verfügen – denn, wisset, Wir sind es – Wir alleine – welche Leben gewähren und den Tod zuteilen, und Wir alleine sind es, die übrig bleiben werden, nachdem alles andere vergangen ist! [2]


[1] D.h., durch Befruchtung wie auch durch das Bringen von Regenwolken.
[2] Wörtl., „Wir sind [oder „werden sein“] die Erben (al-warithan)“: eine umgangssprachliche Metapher die, gemäß dem Konsens aller klassischen Kommentatoren im Sinne von „einer, der bleibt, nachdem sein Vorgänger gestorben ist“ gebraucht wird – in diesem Fall, nachdem alle Schöpfung vergangen ist. (Vergl. Den Ausdruck „das Erbe der Himmel und der Erde“, der in Hinblick auf Gott in 3:180 und 57:10 gebraucht wird.)

Do not the Unbelievers see that the heavens and the earth were joined together (as one unit of creation), before we clove them asunder? We made from water every living thing. Will they not then believe? (Qu’rán, 21:30).

21: 30
SIND denn jene, welche beharrlich die Wahrheit leugnen, sich nicht klar darüber, dass die Himmel und die Erde [einst] eine einzige Einheit waren, welche Wir dann entzwei teilten? – [1] und [dass] Wir aus Wasser jedes Lebewesen erschaffen haben? Wollen sie denn nicht [beginnen zu] glauben? [2]


[1] Obiger unmissverständlicher Hinweis auf den einheitlichen Ursprung des Universums – im Qur’an umschrieben mit „die Himmel und die Erde“ – greift in auffallender Weise die Ansicht fast aller moderner Astrophysiker voraus, dass das Universum aus einer Einheit heraus entstand, die sich nach und nach durch die Gravität verfestigte und dann sich in einzelne Nebeln, Galaxien und Solarsysteme aufteilte, und in weitere, sich abspaltende einzelne Teile, die wieder neue Einheiten formten in Form von Sternen und Planeten etc. (Was den Qur’anischen Hinweis auf das Phänomen betrifft, welcher mit „expan­dieren­des Universum“ bezeichnet wird, siehe 51:47 und  die entsprechende Anmerkung dazu.)
[2] Die Feststellung, dass Gott „jedes Lebewesen aus Wasser erschaffen hat”, beschreibt ganz exakt eine Wahrheit, welche heutzutage allgemein von der Wissenschaft akzeptiert wird. Sie beinhaltet dreierlei Bedeutung:
  1. Wasser war das Milieu aus welchem der Prototyp aller lebender Materie entstand;
  2. Unter all den vielen unzähligen – existierenden oder vorstellbaren – Flüssigkeiten hat nur das Wasser die nötige Zusammensetzung, aus ihm Leben entstehen und entwickeln zu lassen; und
  3. das Protoplasma, welches die physische Basis jeder lebendigen Zelle ist – sei dies in Pflanzen oder Tieren – repräsentiert die einzige materielle Form, in welcher sich Leben manifestiert, besteht überwiegend aus Wasser und ist in äußerster Art und Weise von diesem abhängig.
Mit der vorangegangenen Feststellung gemeinsam gelesen, welche auf den einheitlichen Ursprung des physischen Universums hinweist, deutet die Entstehung des Lebens aus einem gleichermaßen einheitlichen Element auf das Vorhandensein eines einheitlichen Plans hin, welcher aller Existenz zugrunde liegt und in diesem Sinne auf die Existenz und Einheit des Schöpfers hinweist. Diese Betonung des Eins-Seins Gottes und der Einheit Seiner Schöpfung wird wieder in Vers 92 unten aufgenommen.
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FRAGEN des WINTERTHURER STADTANZEIGERs

Interview mit M. HANEL für den Winterthurer Stadtanzeiger
von Christian SAGGESE, Redaktionsleiter

(ein etwas kürzeres Interview wird am Dienstag, 22.10.2013 veröffentlicht isA, hier der LINK)
siehe auch unter INTERVIEWS

  1. Nach dem Minarettverbot droht auch ein nationales Burkaverbot. Wie fühlt man heute als Muslim in der Schweiz? Fühlen Sie sich diskriminiert?

Das „Burkaverbot“ ist eine besonders schmerzhafte, diskriminierende Maßnahme gegen die Muslime in der Schweiz. Dies aus mehreren Gründen:

a.)    Die Burka wird in der Schweiz überhaupt nicht getragen (eventuelle Ausnahmen durch Touristinnen in Interlakens Schmuckgeschäften bestätigen die Regel).
Eine Initiative gegen ein real gar nicht vorhandenes Problem ist daher jedenfalls als schäbige Manipulation zu sehen, das Bild eines ganz allgemein frauenfeindlichen Islam in der Schweizer Öffentlichkeit zu verfestigen.
b.)    Die Muslime in der Schweiz sind aufgrund ihrer persönlichen, kulturellen und religiösen Prägung überhaupt nicht daran interessiert, einen derartigen „Dress-Code“ in der Schweiz einzuführen. Die wenigen Musliminnen in der Schweiz, welche sich freiwillig – und das ist zu betonen – entschieden haben, den Niqab zu tragen, sollen „zwangsmässig“ entkleidet werden. Ein Vorgehen, welches Muslime in der Schweiz genauso entschieden ablehnen und eine aufgeklärte, freiheitliche Schweizer Bevölkerung genauso ablehnen sollte, wie eine eventuelle zwangsweise Verordnung einer Verhüllung oder Verschleierung von muslimischen Mädchen und Frauen.
c.)    Angesprochenes „Burkaverbot“ ist auch nach aktuell gültigem hiesigen Recht ein unrechtmäßiger Eingriff in die persönlichen, individuellen Freiheitsrechte und eine Umsetzung richtete sich nicht nur gegen das Recht der Muslime auf freie Religionsausübung, sondern in erster Linie gegen das, sich aus guten Gründen über lange Zeit entwickelte schweizerische Rechtsverständnis. Muslime und Schweizer, Schweizer Muslime, Muslime in der Schweiz wären daher nicht schlecht beraten, sich also von solch schändlichen Machenschaften zu distanzieren.

  1. Mit welchen Befürchtungen/Ängsten beobachten Sie diese Entwicklung in der Schweiz?

So wie 9/11 einen Bruch im Verhältnis zu Muslimen weltweit darstellte, war dies die Annahme der Minarettbauverbotsinitiative in der Schweiz. Gegen Islam und/oder Muslime zu sein, gilt seitdem als „political correct“ und wurde salonfähig gemacht. Dass hierbei in der Regel Sachverhalte verzerrt dargestellt, Wahrheiten zu Halbwahrheiten verkürzt, korrigierende Darstellungen umfänglich unterdrückt werden, zeigt, dass es sich um eine systematisch umgesetzte Strategie gegen die Religion ganz allgemein und gegen den Islam im speziellen handelt. Solange dem normalen Haus- und Sachverstand nicht auch öffentlich und in der Politik wieder zu seinem Recht verholfen wird und weiterhin populistischen Agitatoren zugejubelt wird, wenn sie das zwischenmenschliche Klima im Land vergiften, stehen einer besseren gemeinsamen Zukunft zu viele Ressentiments – in der Zwischenzeit vermehrt auf beiden Seiten – entgegen. In aller Deutlichkeit möchte ich den Lesern ans Herz legen, dass es  differenziertes Denken braucht, um eine Lösung der Problematik und Entspannung zu erreichen.

Ist das Offensichtliche wirklich so schwer als solches zu erkennen, dass das Realverhalten der Menschen meist eines ist, welches eben nicht mit jenem Verhalten gleichgesetzt oder verwechselt werden darf, das über die gerade deshalb erforderliche religiöse Reform angestrebt wird?

Oder – um einige makabre Vergleiche zu ziehen – wäre es denn nicht absurd, das vom Himmel hoch her kommende Geschenk der „christlichen Nation“ USA an die Bewohner Hiroshimas und Nagasakis, das millionenfache gegenseitige Abschlachten der Christenheit zur Zeit des zweiten Weltkriegs, die im „christlichen Abendland“ laufende exportbestimmte Massenproduktion von chemischen Kampstoffen, Land und Tretminen, das zurzeit stattfindende gegenseitige Morden der Muslime im Nahen Osten als christliche oder islamische, religiös begründete Maßnahmen der Nächsten- und Gerechtigkeitsliebe zu interpretieren, um nur bei einigen schauderlichen Beispielen zu bleiben?

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